Testbericht

Teil 3: TEST: Drei mittelgroße Grafiktabletts im Vergleich

Aiptek Media Tablett 14000U/Trust TB-7300

Das Aiptek-Tablett wirbt mit hohen Leistungswerten. Die hohe Auflösung von 4000 lpi und 1024 Druckempfindlichkeitsstufen des Stifts gestatten eine präzise Umsetzung der Eingaben. Die damit aufgemalten Striche übernahmen die getesteten Programme feinfühlig und drucksensitiv.

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Handarbeit: Über den Macro Key Manager lassen sich etwa beim Aiptek Media Tablett Programm-spezifische Funktionstasten belegen.

Bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Tablettlösung als ausbaufähig: Die Dokumentation ist widersprüchlich und unvollständig - auf der Verpackung ist die Rede von Photoshop Elements 5.0, für den Mac steht jedoch nur die noch ältere 4.0er Version bereit. Das Einlegen der zunächst aus einer Kunststoffhülle zu entfernenden Batterie funktioniert nicht wie beschrieben.

Die Verarbeitung des Stifts hinterlässt nicht unbedingt einen Vertrauen erweckenden Eindruck: Die sehr dünnen Halterungen des Digitalstifts könnten bei unvorsichtigem Gebrauch brechen, der Stift selbst liegt ordentlich, aber nicht überragend gut in der Hand. Bei längerem Gebrauch wird der Stift rutschig, das Gewicht macht sich dann auch bemerkbar. Die Oberfläche des Tabletts ist zwar nicht nanoversiegelt und lässt sich wie bei den anderen Tabletts nicht abwaschen. Sie verschmutzt aber nicht so leicht wie beim wesentlich teureren Wacom-Tablett.

Das von Genius vertriebene Tablett G-Pen M712 entspricht praktisch dem 14000U. Die Hardware unterscheidet sich im Wesentlichen durch die dunkle Tablettfarbe, Genius packt andere Treiber und zusätzlich noch etwas zusätzliche Software ins Paket, darunter PhotoImpact 12SE.

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Aiptek Media Tablett 14000U

Durch ein besonderes Feature unterscheidet sich die Trust-Lösung TB-7300 von seinen Zwillingsschwestern: Das Trust-Tablett ist nicht nur anders eingefärbt, sondern bietet eine praktische Kunststoff-Folie, unter die der Anwender eine Skizze oder ein Foto als Vorlage etwa zum Nachmalen legen kann.

Fazit:

Für Freisteller, einfache CAD-Arbeiten und gelegentliche Mal- und Zeichenarbeiten reicht das Aiptek- /Genius-/Trust-Tablett ohne weiteres aus. Gegen den Profi-Einsatz sprechen vor allem die fehlende Unterstützung mehrerer Monitore, fehlende Eingabe-Geräte und die mäßige Verarbeitung des Stifts.

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