Testbericht

Teil 3: Ratgeber für alte Rechner

Inhalt
  1. Ratgeber für alte Rechner
  2. Teil 2: Ratgeber für alte Rechner
  3. Teil 3: Ratgeber für alte Rechner

Wer noch einen "uralten" AT-Rechner betreibt und diesen aufrüsten will, muss auf jeden Fall auch ein neues Netzteil einplanen, da sich die Schaltungen verändert haben. Der "Ausschalter" sitzt im Netzteil. Bei ATX-Systemen wurde diese Funktion auf das Board ausgelagert. AT-Rechner erkennt man daran, dass sie sich nicht per Software bzw. Betriebssystem in den Standby-Zustand versetzen lassen. Der Rechner schaltet sich nach dem Herunterfahren nicht selbstständig aus.

© Archiv

Athlon-PC von One, Preis 199 Euro (ohne Betriebssystem)

Wer sein AT-Gehäuse weiterhin verwenden will und ein neues Netzteil braucht, stößt u. U. auf ein Problem beim Einbau. Die Einbaulage hat sich um 180 Grad gedreht. Bei modernen Netzteilen kommen meist 12-cm-Lüfter zum Einsatz, welche innen liegen und die Luft von der CPU weg nach draußen blasen. Ist das Netzteil aber gedreht, zeigt der Lüfter nach oben. Ohne zusätzliche Gehäuselüfter ist so ein Hitzestau im Gehäuse vorprogrammiert. Sich die Mühe zu machen, ein altes AT-System noch aufzurüsten, empfiehlt sich aber grundsäztlich nicht.Die modernen Serial-ATA-Festplatten bieten heute deutlich mehr Leistung, als die alten Parallel-ATA- Laufwerke. Das Betriebssystem sollte, sofern man eine SATA-Platte hat, auf jeden Fall auf diese aufgespielt werden. PATA-Platten bieten laut Spezifiktion eine Transferrate von maximal 133 MByte/s. In der Praxis wird dieser Wert aber nicht erreicht. SATA I erreicht theoretisch 150 MByte/s und SATA II bzw. SATA I /3G sogar 300 MByte/s. Die System- undPerformance hängt aber auch vom Festplatten- Puffer ab. Die modernen SATA-Platten haben heute gewöhnlich acht oder 16 MByte und beschleunigen das Betriebssystem damit merklich, da dieses häufig auf den Cache zurückgreift.

Die Prozessor-Sockel haben sich weiter entwickelt. Deshalb können alte CPU-Lüfter nicht mehr verwendet werden. Entweder man bestellt gleich einen so genannten "Boxed-Prozessor", bei dem ein Standardlüfter bereites enthalten ist. Oder man ordert einen entsprechenden Lüfter zur "nackten" CPU dazu. Wer sein System nicht übertakten will - und dafür gibt es wirklich keinen Grund bei einem Office-PC - kann ohne Bedenken die "Boxed"-Variante bestellen.Zur Standard-Ausstattung gehört heute mindestens DDR2-Speicher. Alte DDR1- undoder gar SD-RAM Speicherriegel passen nicht zu modernen Zweikern-Prozessoren und lassen sich außerdem auch nicht in einen DDR2-Slot pressen; auch wenn so mancher das im Upgrade-Rausch versucht haben mag. Wer sein altes XP oder ein 32-Bit-Vista Betriebssystem betreibt, benötigt auch nicht mehr als zwei GByte Speicher (2 Riegel a 1 GByte). Bauen Sie dennoch zwei 2-Gigabyte-Riegel ein - Speicher ist derzeit ja so billig wie nie - verschenken Sie je nach Hardware bis zu rund ein GByte, denn das Sysem kann die gesamten vier GByte nicht nutzen.

Bastelorgie oder Bestellarie?

Athlon-PC
One
199 Euro (ohne OS)
Weitere Details

Fazit:Rechnet man alle PC-Komponenten, Gehäuse, Festplatte, DVD-Brenner, Netzteil, Mainboard, Speicher und CPU zusammen, dann wird es schwer, den Preis von 199 Euro zu unterbieten.

Eine gute Nachricht gibt es aber auch: Wer ein ATX Gehäuse hat, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, ob die Bohrungen passen, wenn man den Formfaktor des Mainboards beispielsweise von ATX auf micro ATX ändert, so wie wir das gemacht haben. Alle Gehäuse nach ATX-Spezifikation verfügen über entsprechende Lochbohrungen an den richtigen Stellen.

Vorteile moderner Architektur

Im Leistungsvergleich zwischen den alten Systemen und den Upgrade-Kits fällt der deutlich geringere Stromhunger der neuen Systeme auf. Wer seinen Rechner im 24/7-Modus betreibt, spart im Jahr über 80 Euro an Stromkosten mit den neuen Komponenten.Zugrunde gelegt haben wir lediglich den Ruhemodusverbrauch und einen Preis für die Kilowattstunde von 15 Cent bei dieser Berechnung.

© Archiv

Intel-PC von CLS, Preis 239 Euro (ohne Betriebssystem)

Aber nicht nur der verringerte Stromverbrauch hat uns sehr gut gefallen. Die neuen Systeme in altem Gewand sind auch deutlich leiser geworden. Interessant ist aber auch die Grafikleistung. Trotz scheinbar besserer Grafikchips, die auf den Mainboards verbaut wurden, liegt die 3D-Performance nicht über der alter ATI-9600er-Systeme. Grundsätzlich lässt sich festhalten: Onboard-Grafik ist für moderne Spiele nicht brauchbar.

Leistungsexplosion zünden

Läuft der neue Rechner mit Zweikern-Prozessor erst mal so richtig rund, trotz der vielen Internet- Sicherheits-Tools, dann kommt dem einen oder anderen vielleicht doch der Wunsch nach etwas Spielvergnügen. Im Test erreichte keiner der bestellten PCs und auch keines der Upgrade-Kits mehr als 500 Punkte im 3D-Mark 2006. Das ist viel zu wenig für moderne Spieletitel. Wer sich beispielsweise sein System mit einer nVidia Geforce 8800 GT (512 MByte) verschönerte, die mit rund 150 Euro zu Buche schlüge, katapultierte seinen PC auf über 8200 3D-Mark-Punkte.

Bastelorgie oder Bestellarie?

Intel-PC
CLS
239 Euro (ohne OS)
Weitere Details

Fazit:Der Intel-Office-PC vom CLS-Shop verbraucht selbst unter Vollast nur maximal 81 Watt. Läuft der Rechner nonstopp, so läge die Energieersparnis pro Jahr im Ruhemodus bei über 220 Watt oder rund 35 Euro. CLS baut in den den Office-PC einen Kartenleser ein.

Jetzt eine 8800GT zu kaufen, wäre aber unsinnig, denn die neuere Geforce 9800 GTX+ liegt bereits bei den Online- Händlern und kostet nur fünf Euro mehr. Ein Kreuztest von Prozessoren und Grafikkarten in [int:article,72554/] zeigte aber, dass die Leistung des Prozessors irgendwann nicht mehr ausreicht, um dem Datenhunger der Grafikkarte nachzukommen. Wer einen Top-Gaming-PC haben will, sollte sich diesen besser als Zweitrechner anschaffen.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

Multifunktionsgerät Drucker und Kopierer

96,0%
Wir haben das Farblasermultifunktionsgerät Color Laserjet MFP M477FDW von HP getestet.
Virtual-Reality-System

Die VR-Brille HTC Vive verspricht ungeahnte Virtual-Reality-Abenteuer. Doch lohnt sich der hohe Preis? Hier unser Praxis- und Testbericht.
Solid-State-Drive

81,0%
Mit der CS900-Serie will PNY Kunden ansprechen, die eine mechanische Festplatte als Systemlaufwerk einsetzen und gerne…
Ryzen 3 2200GE und Radeon Vega 8

Der Ipason F ist ein Mini-PC mit Ryzen 3 2200GE und integrierter Radeon Vega 8 Grafik. Im Test zeigt der Rechner, ob er seinen Preis von rund 350 Euro…
Gaming-PC

86,0%
Hohe Leistung, kleiner Preis: Der Medion Erazer X67116 bietet Gaming-Fans eine günstige Alternative zu teuren…