Testbericht

Teil 3: Optimierte Systeme im Vergleich

Inhalt
  1. Optimierte Systeme im Vergleich
  2. Teil 2: Optimierte Systeme im Vergleich
  3. Teil 3: Optimierte Systeme im Vergleich

System 4: 300-Euro-Budget (Mit Gewicht auf der Grafikkarte)

CPU: Core 2 Duo E6320 Grafik: GF8800GT Chipsatz: Nforce 630i

IT Professional: Grafikkarten- und CPU-Optimierte Systeme im Vergleich

© Archiv

Sofern das System nicht für ganz spezielle Aufgaben gebaut werden soll, ist es am besten, die Grafikkarte und den Prozessor mit Modellen aus dem gehobenen Mittelfeld zu bestücken. Die 8800GT bietet mit rund 110 Euro ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis. Um eine entscheidende Leistungssteigerung zu bekommen, müsste man deutlich mehr in eine Grafikkarte investieren. Das würde im schlimmsten Fall das Budget sprengen, auf jeden Fall aber dazu führen, dass der Prozessor zu schwach ausfällt. So haben wir ein System hinbekommen, dass trotz wesentlich langsamerer CPU im Großen und Ganzen besser abschneidet als der CPU-lastige Rechner.

System 5: 500-Euro-Budget (mit Gewicht auf der Grafikkarte)

CPU: Core 2 Duo E8500 Grafik: GF9800GTX+ Chipsatz: Nforce 750i Die Wahl der Komponenten fiel angesichts des Budgets von 500 Euro für Grafikkarte, CPU und Platine nicht schwer. Die stärkste Grafikkarte, die noch genug Geld für die beiden anderen Bestandteile lässt, ist die GeForce 9800GTX+. Hält man sich beim Mainboard etwas zurück, ist sogar noch ein 8500 Prozessor drin.

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Wie wenig die Platine zum Gesamtergebnis beisteuert sieht man im direkten Vergleich mit dem CPU-lastigen System, das sich nur vom Chipsatz her unterscheidet. Eventuell wäre ein schneller Quadcore-Prozessor in unserer Testauswahl noch etwas erfolgreicher gewesen. Dennoch ist das System ausgewogen und schnell - Gleichstand in dieser Rubrik.

System 6: 800-Euro-Budget (mit Gewicht auf der Grafikkarte)

CPU: Core 2 Quad E9450 Grafik: 2 x GF9800GTX+ Chipsatz: Nforce 780i

IT Professional: Grafikkarten- und CPU-Optimierte Systeme im Vergleich

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Für den grafiklastigen 800-Euro-PC kommt nur SLI in Frage. Die Wahl fiel auf zwei GeForce 9800GTX+, die auch im Doppelpack noch genügend finanziellen Spielraum für einen leistunsgstarken Prozessor lassen. Als Mainboard dient eines mit nVidia-Chipsatz, damit SLI funktioniert. So erhielten wir ein System, das in Spielen mit SLI-Unterstützung weit vorne liegt. Der Sieg ging dennoch knapp an den prozessorlastigen PC, der in Anwendungen ohne Grafikkarteneinfluss und vielen Spielen schneller ist. Am besten wäre eine Mischung: Q9550 mit einer 9800GTX+ und SLI-Board. Das ist schnell und lässt Spielraum für spätere Nachrüstungen.

Fazit

Es kommt auf die Anwendungen und das Budget an, wie man besser fährt. An der Grafikkarte zu stark zu sparen, ist für ein Allround-System schlimmer als eine schwache CPU einzubauen. Das hat der Test gezeigt und nVidia insofern Recht gegeben. Jetzt hat der Grafikchip-Hersteller rund ein Jahr Zeit, CUDA und seine Sicht der Dinge bezüglich Grafikkarte als Leistungsträger unter die Programmierer zu bringen. Danach sollte, wenn alles nach Plan verläuft, Intels Larrabee-Prozessor auf den Markt kommen, der es neuesten Gerüchten zufolge auf 2 TFLOPs bringt. Dann werden die Karten neu gemischt.

Kommentar: Jens Neuschäfer

GPUs haben in den letzten Jahren eine Entwicklung durchgemacht, von der CPUs nur träumen können. Sie besitzen bis zu 240 Rechenkerne und können so parallele Berechnungen viel schneller erledigen als eine CPU. Im Wissenschaftsbereich wird diese hohe Rechenleistung z.B. bei der Computertomographie, seismischen Simulationen oder Molekülberechnungen eingesetzt. Auch im alltäglichen PC-Gebrauch profitiert der Anwender immer mehr von der GPU-Rechenleistung. nVidia hat die Programmiersprache CUDA für GPUs entwickelt, die auf C/C++ basiert und frei zugänglich ist. Ein Resultat ist "Badaboom" von Elemental Technologies, das einen Film in etwa 35 Minuten transkodiert - auf der CPU dauert es ca. 5 Stunden. Bald werden zahlreiche durch die GPU beschleunigte Programme auf den Markt kommen. Es lohnt sich also durchaus, mehr in den Grafikprozessor zu investieren. Die Balance zwischen GPU und CPU im PC ist gerade bei begrenzten Budgets wichtig - nichts anderes besagt nVidias Initiative des "Optimierten PCs.

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Jens Neuschäfer, Produkt- PR-Manager Central Europe bei nVidia

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