Testbericht

Teil 3: Kabel Deutschland im Test

Inhalt
  1. Kabel Deutschland im Test
  2. Teil 2: Kabel Deutschland im Test
  3. Teil 3: Kabel Deutschland im Test

Als wir in Folge die Messungen der Leitung durchführten, stellten wir fest, dass uns 10 MBit fehlten. Bestellt waren ja 26 MBit und geliefert wurden gerade mal 16 MBit. Das ist immerhin 16 Mal schneller, als am Testort sonst mit DSL möglich wäre, aber eben nicht befriedigend. Als wir bei der Hotline um 21:30 Uhr das Problem meldeten, mussten wir einerseits feststellen, dass der Service- Techniker zwar sehr kompetent und freundlich war, andererseits unser Problem leider nicht lösen konnte. Der Telefon-Service musste das Problem weiterreichen. 15 Minuten später erhielten wir eine SMS, die Störung sei behoben. Leider waren unsere Messungen da anderer Ansicht. Nach zwei Tagen haben wir nochmals bei der Hotline angerufen und mussten wiederum feststellen, dass der Service- Techniker sehr freundlich und kompetent war.

© Archiv

Mit fast zwei MByte/s konnten wir vom nVidia-Server herunterladen.

Nach fünf Tagen kam dann erneut eine SMS: Störung behoben. Teilweise sagen wir. Hier gibt es zunächst Erfreuliches zu berichten: Die versprochenen 26 000 kBit/s konnten wir nicht messen, Downloads jenseits der 20 000 kBit/s waren jedoch keine Seltenheit. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Daten vom Web, aus dem Usenet oder von einem FTP-Server kommen. Bei Letzterem stört allenfalls die vergleichsweise niedrige Upload-Geschwindigkeit von 1000 kBit/s. Im Gegensatz zum Download ist der Upload immer stabil mit 1 MBit. Jedoch zahlen wir für 26 000 und nicht für 20 000 kBit/s also, ran ans Telefon, wir wollen eine dritte SMS! Mittlerweile haben wir eine Vermutung: Eventuell ist das Modem defekt. Austauschen können wir es nicht, da es die Anmelde-Kennung für unseren Zugang per Mac-Adresse stellt (Kabel Deutschland identifiziert per Hardware und nicht per Login).

Kabel Deutschland hingegen ist der Meinung, es sei ein Anwenderfehler beziehungsweise ein Betriebssystembug. Wir werden sehen, denn nach zwei Wochen Breitbandbetteln kommt endlich ein Techniker vorbei. Sollte Kabel Deutschland recht mit dem Anwenderfehler haben, müssen wir den Techniker zahlen. Wir sind guter Dinge, dass er das Modem tauschen wird. Wie die Geschichte ausgeht, können wir noch nicht berichten, denn der anberaumte Service-Termin liegt nach dem Redaktionsschluss. Spannende Erkenntnisse werden wir Ihnen nicht vorenthalten und darüber berichten.

Ping mit Kabel-Internet

Durch einen schnellen Ping (Übermittlungszeiten) können Spieler schneller reagieren und steigern ihre Chancen in actiongeladenen Spielen. Mit schnellen Pings kommen gesendete Datenpakete schneller ans Ziel und die Antwortdaten vom Spiele-Server treffen ohne größere Verzögerungen beim PC des Spielers ein. Ein einfacher Ping hat im drahtgebundenen LAN eine Round-Trip-Zeit (PC zu Router und zurück) von weniger als einer Millisekunde. Im Wireless LAN liegt die Zeit für den gleichen Ping bei bis zu vier Millisekunden. Beim Kabel-Deutschland-Zugang haben wir nie einen höheren Ping gehabt als 25 ms, in der Regel liegt der Ping bei 15 ms. Somit ist der Kabel-Deutschland-Anschluss optimal geeignet für Anwendungen, die kurze Verzögerungen benötigen, wie zum Beispiel Voice over IP und Spiele.

Fazit

Kabel Deutschland erscheint uns als Dienstleister sehr empfehlenswert. Der Breitbandzugang ist nicht nur sehr preiswert, sondern auch die Verbindungs-Eigenschaften sind hochwertig (Bandbreite zuverlässig, niedriger Ping optimal für Spieler und VoIP) und das Service-Personal ist gut geschult und freundlich. Einziger Fleck auf dem makellosen Bild bleiben die Bandbreiten-Probleme, die wir bei unserem Testanschluss hatten. Doch wie bereits erwähnt, sind wir sicher, dass es sich um einen Hardware-Defekt und nicht um einen ISP-Fehler handelt.

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