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Testbericht

Teil 3: Farblaserdrucker ab 179 Euro im Test

Test-Fazit

Alle Geräte kamen im ordentlichen Zustand und mit der Standardausstattung im Labor an. Besonders die Drucker von Dell und von Lexmark waren mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen verpackt, deren Entfernung einige Zeit benötigte. Mit der beiliegenden Beschreibung war das aber kein Problem. Soweit erforderlich, war das Einsetzen der Tonerkartuschen schnell erledigt. Auch hier wies bei allen Druckern eine gut verständliche Beschreibung den Weg. Nach der Installation arbeiteten alle Modelle unter der Vista-Testplattform (32 Bit) ohne Probleme.

Farblaser ab 179 Euro

© Archiv

...an sehr unterschiedlichen Stellen platziert.

Jedes Testgerät konnte im Seitendurchsatz pro Minute die Angaben der Hersteller bestätigen. In allen Testkategorien belegte der 2130cn von Dell Spitzenplätze und wurde dank der durchweg guten bis sehr guten Ergebnisse Testsieger in diesem Vergleich. Die Folgekosten sind niedrig, der Seitendurchsatz hoch und die Druckqualität konnte u?berzeugen. Das Gerät ist aufgrund seiner Größe und des in diesem Preissegment hohen Anschaffungspreises besonders fu?r kleine Bu?ros geeignet. Als Farblaser fu?r zu Hause ist er etwas u?berdimensioniert. Gleiches gilt fu?r den Zweitplatzierten C540n von Lexmark. Er benötigte mehr Anlaufzeit fu?r die erste Seite und zeigte beim Graustufenverlauf einen Blaustich.

Die Drucker auf den Folgeplätzen sind von ihrer Größe her eher fu?r zu Hause geeignet, wobei die nahezu baugleichen CP1215 von HP, unser Spartipp, und der LBP5050n von Canon mit etwa 15 Kilogramm recht schwer sind. Wer es noch kompakter haben möchte, greift zu den Modellen 1600w von Konica Minolta oder dem Samsung-Drucker CLP-310n. Mit ihren geringeren Seitendurchsätzen kann der Privatanwender durchaus leben, zumal sich die Druckqualität besonders des HP-, Konica-Minolta- und Canon-Druckers auch bei Grafiken und Fotos sehen lassen kann. Wer weniger aufwendige Farbprojekte drucken möchte, etwa Präsentationen, Charts oder Zeichnungen, und wenig Platz hat, wird am Zwerg der Testreihe, dem Samsung CLP-310n, seine Freude haben. Allerdings sind beim Samsung die Verbrauchskosten recht hoch und die Druckgeschwindigkeit niedrig. Das Modell ist also eher etwas fu?r Wenigdrucker, die aber nicht auf Farbe verzichten wollen.

Hersteller Dell Lexmark Canon Konica Minolta HP Samsung
Modell 2130cn C540n iSensys LBP5050n magicolor 1600w Color LaserJet CP1215 CLP-310n
Internet (www.) dell.de lexmark.de canon.de konicaminolta.de hp.com/de samsung.de
Preis (Hersteller) / Straße* 314,00 € / 314,00 € 259,00 € / 243,00 € 259,00 € / 228,00 € 237,00 € / 204,00 € 179,00 € / 166,00 € 228
Seitenkosten s/w ** 0,03 0,02 0,03 0,04 0,03 0,06
Seitenkosten Farbe ** 0,11 0,12 0,15 0,16 0,19 0,19
Technische Daten
Druckverfahren Single-Pass Single Pass Single-Pass Multi-Pass Single Pass Single-Pass
Speicher Standard /aufrüstbar bis 256 MByte / 1.280 MByte 128 MByte / 640 MByte 16 MByte /- 16 MByte /- 16 MByte /- 32 MByte /-
Druckauflösung / max. 600 dpi 1.200 dpi / 4.800 dpi 600 dpi / 9.600 dpi 600 dpi / 1.200 dpi 600 dpi / 2.400 dpi 2.400 dpi
Papiervorrat 250 Blatt 250 Blatt 150 Blatt 200 Blatt 150 Blatt 150 Blatt
Zugabe Sonderformate Einzelblattzufuhr Einzelblattzufuhr Einzelblattzufuhr über Standardvorlage über Standardvorlage über Standardvorlage
optionale Vorlagen 250 Blatt 650 Blatt - - - -
empf. Papiergewicht(Dauerbetrieb) bis 90 g/m2 bis 90 g/m2 bis 90 g/m2 bis 90 g/m2 bis 90 g/m2 bis 90 g/m2
Seiten Text/Min. (Hersteller/Test) 20/20 20/20 12/12 20/20 12/11 16/16
Seiten Farbe/Min. (Hersteller/Test) 16/16 20/20 8/8 5/5 8/8 4/4
Stromverbrauch (Standby) 14 Watt 14 Watt 8 Watt 14 Watt 4 Watt 10 Watt
Abmessungen (BxTxH) 400x407x413 mm 424x400x292 mm 401x452x262 mm 396x380x275 mm 399x453x254 mm 388X313x243 mm
Gewicht 19 kg 21 kg 19 kg 15 kg 18 kg 11 kg
Zubehör
Schnittstellen USB 2.0, 10/100-TX-Ethernet USB 2.0, 10/100-TX-Ethernet USB 2.0, 10/100-TX-Ethernet USB 2.0 USB 2.0 USB 2.0, 10/100-TX-Ethernet
Druckerkabel USB-Kabel - - - - -
Duplexeinheit - - - - - -
Treiber Windows 2000/XP/Vista Windows 2000/XP/Vista Windows 2000/XP/Vista Windows 2000/XP/Vista Windows 2000/XP/Vista Windows 2000/XP/Vista
Messwerte
Dr. Grauert Standardbrief aus Standby 12 Sekunden 13 Sekunden 24 Sekunden 11 Sekunden 24 Sekunden 24 Sekunden
Farbige Standardseite (Standby) 14 Sekunden 18 Sekunden 30 Sekunden 23 Sekunden 32 Sekunden 30 Sekunden
A4-Porträt Farbe 29 Sekunden 33 Sekunden 34 Sekunden 32 Sekunden 46 Sekunden 37 Sekunden
Kunstdruck 21 Sekunden 25 Sekunden 33 Sekunden 32 Sekunden 61 Sekunden 43 Sekunden

Testsieger - Dell 2130cn

Mit einer guten Ausstattung- sogar ein USB-Druckerkabel liegt bei - einer schnellen Druckumsetzung sowie sehr guter Druckqualität konnte der 2130cn von Dell den Sieg in diesem Vergleichstest erringen. Die Installation ist einfach, der Austausch der Verbrauchsmaterialien bedarf keiner großen Vorkenntnisse und ist in ein paar Minuten erledigt. Bei den Verbrauchskosten ist das Gerät ebenfalls Spitze. Mit den 11 Cent fu?r eine Farb- und 3 Cent fu?r eine Textseite konnte nur der Lexmark C540n mithalten. Der Druckertreiber bietet viele manuelle Einflussmöglichkeiten auf den Druckverlauf und das Ergebnis. Das Bedienfeld direkt am Drucker ist u?bersichtlich aufgebaut. Der Dell ist allerdings recht teuer und groß. Deshalb ist er weniger fu?r den privaten Einsatz am Computertisch, sondern fu?r kleine Bu?ros geeignet. Hier kann man den 2130cn u?ber seine Netzwerkschnittstelle auch in ein bestehendes Netz einbinden. Mit 20 Seiten in der Minute, egal, ob farbig oder schwarz-weiß, ist sein Seitendurchsatz durchaus fu?r mehrere Mitarbeiter ausreichend.

Farblaser ab 179 Euro

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Dell 2130cn

Spartipp - HP Color LaserJet CP1215

Mit nur 179 Euro ist der HP-Drucker das preiswerteste Gerät im Test. Er ist nahezu baugleich zum iSensys LBP5050n von Canon und bietet die gleiche gute Druckqualität wie der Drittplatzierte. Allerdings arbeitet der HP etwas langsamer und ihm fehlt in dieser Version die Netzwerkschnittstelle. Mit 14 Kilogramm benötigt der HP eine stabile Stellfläche und möglichst zwei Personen zum Tragen. Der Drucker schafft laut Testergebnis elf Seiten Text und acht Seiten Farbe pro Minute, fu?r den privaten Anwender akzeptabel. Das Druckwerk arbeitet recht leise, die Papierkassette fasst 150 Blatt Normalpapier. Die vielen positiven Eigenschaften, gepaart mit einem geringen Anschaffungspreis, bescherten dem HP-Drucker den Spartipp.

Farblaser ab 179 Euro

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HP Color LaserJet CP1215

Expertenmeinung

Sie kosten nicht nur immer weniger, auch ihre Abmessungen schrumpfen. Einige Geräte benötigen kaum mehr Stellplatz als ein Tintenstrahldrucker. Dennoch gelingt es den Farblaserdruckern nicht, sich im privaten Umfeld im gleichen Maße wie die Tintenstrahler zu etablieren. Ich sehe dafu?r zwei Ursachen.

Zum einen ist der Tintenstrahler beim Bedrucken von Sondermedien, wie hochglänzendem Fotopapier mit entsprechender Haptik, großen Farbräumen sowie dem Randlosdruck bisher unschlagbar. Zum anderen heizen immer wieder Diskussionen um gesundheitsschädliche Substanzen aus Laserdruckern das Fu?r und Wider zu dieser Geräteklasse an. Einerseits bestätigen Untersuchungen den Austritt solcher Substanzen, andererseits versichern Druckerhersteller, die gesetzlichen Obergrenzen der Schadstoffbelastungen nicht zu u?berschreiten.

Wirklich Geschädigte können sicher ein Lied davon singen. Fakt ist, und ich teste schon lange Laserdrucker, dass die gefu?hlte Belastung, beispielsweise der unangenehme Geruch, nicht mehr so schlimm ist wie in den Anfangsjahren. Das hat aber objektiv sicher nicht viel zu bedeuten. Da die Schadstoffe besonders beim Anlaufen eines Druckvorgangsvermehrt auftreten sollen, rate ich dem privaten Nutzer, den Drucker so aufzustellen, dass die Abluft nicht direkt u?ber den Arbeitsplatz streicht. Die meisten Drucker bieten eine Netzwerkschnittstelle und lassen sich so auch aus der Ferne ansteuern. Der Drucker muss also nicht direkt am Schreibtisch stehen. Sorgen Sie zusätzlich immer fu?r eine gute Raumbelu?ftung.

Auf den nächsten Seiten finden Sie die Einzeltests der Kandidaten...

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Farblaser ab 179 Euro
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Farblaser fu?r alle und alles

Stellen sich dem Test: Die Laser-Kandidaten.

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