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Testbericht

Teil 3: Drei LCD-Fernseher im Test

Stärken und Schwächen

Bildqualität: Gemessen an bisherigen LCD-Fernsehern erreicht das Trio Höchstpunktzahlen. Den Bildwettkampf entscheidet der Samsung klar für sich. Klangqualität: Keine Blöße beim Thema Ton: Gute Stimmverständlichkeit und ausgewogene Klangbilder stellten wir bei allen Geräten fest. Ausstattung: DLNA & Co. sorgen in der Disziplin Multimedia für Punkte. Sonys umfangreich gefüllte X-Klasse ist jedoch nicht zu schlagen. Bedienung: Samsung punktet durch seine zahlreichen Einstell- und Kalibrierungsmöglichkeiten. Verarbeitung: Philips Slim-Frame aus Aluminium und Samsungs Karbonrahmen verdienen sich hier Höchstnoten.

Fazit

Samsungs LE 46 A 956 D landet einen Hattrick: Bildsieg, Testsieg und Spitzenreiter in der Bestenliste. Verdient, denn mit dieser Gesamtperformance sucht er seinesgleichen. Auch Philips 42 PFL 9803 H und Sonys KDL-55 X 4500 auf Platz zwei und drei lassen in den Disziplinen Bildqualität und Ausstattung den Großteil aktueller Fernseher alt aussehen.

Technik-Info: LED-Blacklight

Von der Taschenlampe über das Auto in den Fernseher - die Geschichte der LED (Light Emitting Diode) ist von Erfolg gekrönt und längst nicht zu Ende. Denn in Fernsehern wirbt sie mit zahlreichen Vorteilen: Sie ist hell, stromsparend und robust. Im Gegensatz zu Kaltkathoden quittieren Leuchtdioden nicht plötzlich ihren Dienst, sondern glimmen am Lebensende langsam aus.

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LED (Light Emitting Diode)

Momentan setzen die Hersteller auf zwei verschiedene Konzepte: Samsung und Sony verwenden je vier LEDs in den Farben Rot, Grün und Blau. Wie auf obigem Bild zu sehen ist, werden je eine rote, eine blaue und zwei grüne Leuchtdioden zu sogenannten Clustern arrangiert. Dass man auf zwei grüne Elemente setzt, dient ausschließlich der erhöhten Gesamthelligkeit. Philips verbaut ausschließlich weiße LEDs, die mit Phosphor beschichtet sind - ihr natives Licht hätte eine zu hohe Farbtemperatur für den Einsatz in einem Fernseher.

In beiden Technologien kommen weit über tausend Leuchtdioden zum Einsatz, die in über hundert getrennt ansteuerbare Segmenten gruppiert, aufgetragen sind. Jedes Segment lässt sich je nach analysierter Helligkeit des Bildinhaltes heller, dunkler oder komplett ausschalten.

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Links: Geringer Kontrast - Helle Bildpartien erstrahlen, dunkle wirken dagegen flau und milchig. Rechts: Hoher Kontrast - Helle Inhalte wirken knackig, dunkle bleiben unbeleuchtet.

Kontrast, Bewegungsdarstellung, Stromverbrauch - LED-Backlight scheint zum echten Problemlöser und Fortschrittstreiber in der LCD-Branche zu avancieren. Für den Durchbruch im Massenmarkt müssen die Produktionskosten allerdings noch ein ganzes Stück sinken.

Wissen: Ruckelfrei dank LED

Dass Filme auf LCD-Fernsehern ruckeln und verwischen, resultiert aus einer ungünstigen Kombination aus Technologie (Hold-type-Display) und dem menschlichen Auge. Durch das Einfügen sequenziell geschalteter Schwarzphasen lässt sich das Gehirn überlisten. Allerdings geht damit ein Helligkeitsverlust einher, weshalb TV-Ingenieure bisher meist vor dieser Lösung zurückschreckten. LEDs besitzen genügend Leuchtreserven, um diesen Nachteil zu beheben. Sonys X-Klasse nutzt erstmals oben genannten Kniff (Einstellung: "Motion Flow" -"Klar"). Erfolgreich, wie wir meinen: Selbst schwierige Sequenzen zeigt der Fernseher harmonisch und fast ruckelfrei.

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Jede hundertstel Sekunde, und damit für das menschliche Auge unsichtbar, wird die Hintergrundbeleuchtung einmal von oben nach unten zeilenweise ausgeschaltet. Der daraus resultierende Helligkeitsverlust beträgt bei Sonys X-Klasse fast 50 Prozent. Dreht man die LED-Hintergrundbeleuchtung voll auf, bewegt sich das Helligkeitsniveau trotzdem noch im Optimalbereich.

Standpunkt (Markus Wagenseil)

Die neue LED-Backlight-Generation ist wahrlich ein Lichtblick. Hunderte kleiner Leuchtdioden lösen die Probleme der LCD-Fernseher im Kontrastverhalten und der Schwarzdarstellung mit Erfolg. Zudem verbessern sie Stromverbrauch und sogar die Bewegungsdarstellung, was besonders gut der Sony beweist.

Damit ist auch eines klar: LED-Fernsehern gehört die Zukunft. Sie gibt es jedoch bis auf Weiteres nur im hochpreisigen High-End-Segment.

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