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Testbericht

Teil 3: Der Teufel-Pioneer-Pakt

Teufel System 9 THX Ultra 2

Der Receiver bewährte sich nicht nur im isolierten Receiver-Vergleich am Referenz-System Audio Physic Avanti 5.0, das mit 24.000 Euro vor allem preislich in einer anderen Liga spielt, sondern findet in dieser technisch wie optisch perfekt abgestimmten Teufel System 9 THX Ultra 2 die passenden Schallwandler. In Deutschland setzt niemand so explizit und erfolgreich auf den Zauber der drei von Lucas Film als offizielle Qualitätsnorm für Kinos und Heimkinos ins Leben gerufenen Buchstaben T, H und X.Der knapp einen Meter hohe, kühlschrankbreite Subwoofer M 9500 SW gehört wie beispielsweise das dreifach schallschnelle, mattschwarze Spionageflugzeug Lockheed SR 71 zu den technischen Geräten, die bereits im Ruhezustand unmißverständlich auf ihre außergewöhnliche Performance schließen lassen. In seinem Innern sorgen zwei 30-cm-Chassis für einen unglaublichen Tiefgang. Selbst im Bereich von 30 Hertz, wenn die gewöhnlich auf weniger als Sitzkissengröße zusammengeschrumpften Brüllwürfel der meisten Heimkino-Systeme nur noch heiße Luft produzieren, fällt der Frequenzgang des 9500ers noch nicht ab. Im Gegenteil: Er weist in dem Bereich sogar einen Peak von 10 Dezibel auf.

© Archiv

Die großflächigen Kühlrippen sorgen dafür, dass die 700 Watt Sinusleistung der Endstufe den Woofer-Koloss nicht intern überhitzen.

Es erfordert viel Fingerspitzengefühl, beim Einpegeln einen Kompromiss zu finden, der unten nicht zu viel Druck erzeugt und im THX-konformen Übergangsbereich um 80 Hertz einen lückenlosen Anschluss auf die mit Weichkalotten und Flachmembranen für Mittelton" Bassbereich bestückten Front" Center-Boxen M 950 FCR ermöglicht. Auf jeden Fall erwiesen sich die Ergebnisse der MCACC- Einmessautomatik als guter Ausgangspunkt für manuelle Feinjustage.

Mit seinen, wegen der diffusen Schallabstrahlung als Dipole ausgeführten Effektlautsprechern M 950 D weckte der Auftritt des System 9 Assoziationen an kleine Konzert-PAs oder Kino-Sound-Systeme. Die alles bestimmenden Eigenschaften sind ungestüme Spielfreude und außergewöhnliche Dynamikreserven. Dieser Klang lässt niemanden teilnahmlos Musik oder Filme konsumieren. Er rüttelt wach, geht unter die Haut, schockiert und begeistert wie ein Konzert-oder Kino-Besuch. Wer diesen fast schon bombastischen und trotzdem für ernste Musikliebhaber durchaus geeigneten Orkan von der Leine lässt, sollte auf die leisen Zwischentöne achten: War da nicht eben im Hintergrund ein typisch deutsches Martinshorn zu hören?

Testprofil

TeufelSystem 9 THX Ultra 2
www.teufel.de
5.000 Euro

7.1-Lautsprecher

Weitere Details

80 Prozent

Besonderheiten
Rear-Speaker lassen sich zwischen Bi- u. Dipol umschalten

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Wenn etwa in Filmen wie "Hostage" ein "Tatütata" im Sirenengeheule auftaucht, hat einer Ihrer entsetzten Nachbarn womöglich die 110 gewählt, weil ihm das Glas vom Tisch gesprungen ist. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass die Teufel subtilen Nuancen der Musik die Seele rauben, sie eignen sich trotz THX-Schwerpunkt durchaus für sanfte Stereo-Klänge von CD. Während es dem 7.1-System jedoch in Surround außergewöhnlich gut gelingt, einen lückenlosen Raum zu erzeugen, vermissen Audiophile im Zweikanal-Betrieb die vom Aufnahmeraum geprägte Aura, die Instrumente und Stimmen idealerweise umgibt. Zudem verzichtet das System 9 zugunsten von Strahlglanz, Attacke und Pegelfestigkeit auf das letzte Quäntchen Verfärbungsfreiheit.

Pioneer PDp-lx 5090 H

Viel schlichter kann ein Fernseher nicht aussehen. Der 50-Zoll-Plasma-Schirm profitiert in zweifacher Hinsicht von seinem schmalen schwarzen Rand, der nicht vom Bild ablenkt und in Kombination mit dem hervorragenden Schwarzwert des Kuro-Panels das subjektive Kontrastempfinden nochmals steigert.Minimalismus kann sich Pioneer wegen des Baukastenprinzips erlauben. Das getestete Basismodell für 3.600 Euro kommt ohne Boxen aus, kann aber tontechnisch auch erweitert gekauft werden. Eher Maximalismus sind hingegen die umfassenden Multimediafunktionen, die das Gerät über USB und LAN beherrscht.

© Archiv

Pioneer PDP-LX 5090 H

Im Video-Test brillierte der PDP-LX 5090 H mit Spitzenwerten im Bildtest. Der Plasma-Schirm reagierte allerdings sensibel auf die Quellqualität. Während der Analogtuner Details und Konturen geringfügig unscharf zeichnete, lieferten DVB-T und DVB-S voll und ganz überzeugende Bilder.Wer im Menü "Profieinstellungen" dem Bewegungsruckeln von DVD und Blu-ray im 24p-Modus zu Leibe rückt, genießt eine absolute Top-Wiedergabequalität, die in Verbindung mit der Kuro-Kette mit Teufel-THX-System obendrein noch eine für Einzelkomponenten außergewöhnliche optische Harmonie und zahlreiche Annehmlichkeiten in Sachen Bedienkomfort.

Testprofil

PioneerPDP-LX 5090 H
www.pioneer.de
3.600 Euro

50-Zoll Plasma-Display

Weitere Details

83 Prozent

Besonderheiten
Multimedia über USB-Eingang, Firmware-Upgrade über USB, Energiesparmodi, Bildschirmschoner (Orbiter, Muster)

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
gut

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