Testbericht

Teil 3: Business-Notebooks: Leicht und leistungsstark

Bei der Konnektivität zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Anschlüssen. Auf einen GBit- Ethernet-Anschluss, Wireless-LAN und Bluetooth will kein Hersteller verzichten. Auch hier wieder eine Ausnahme: Nexoc verzichtet auf Bluetooth. Das altgediente Modem hat noch nicht ganz ausgedient, doch immer mehr Anbieter streichen es von der Ausstattungsliste. Hinzu kommt neuerdings ein UMTS- Modem, um immer und überall unkompliziert eine schnelle Datenverbindung herstellen zu können. Sechs der zehn getesteten Notebooks sind bereits damit bestückt.

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HP liefert mit dem Elitebook einen Privacy Filter mit, der sich perfekt vor das Display einsetzen lässt und anderen Personen den Blick auf den Bildschirm verwehrt. 3M verkauft die Vikuiti-Schutzfolien in verschiedenen Größen als Zubehör, doch die universellen Folien sitzen nicht so perfekt wie die HP eigene.

Bei den Kernkomponenten, dem Prozessor, Arbeitsspeicher und Chipsatz, zeigt sich ein abwechslungsreiches Bild. Von stromsparenden Ultra-Low-Voltage-Prozessoren bis hin zu sehr hoch getakteten CPUs mit vergleichsweise hohem Energiebedarf findet sich alles in diesem Testfeld. Da überrascht es wenig, dass die Leistungsmessungen und die Akkulaufzeiten sehr unterschiedlich ausfallen.

Die Leistungsspitze bilden die Geräte von Dell, Nexoc und Samsung. Mit deutlichem Abstand markiert das Notebook von Sony das Schlusslicht. Die Ursache für die geringen Werte ist in der gewählten CPU zu finden. Dafür ist der Prozessor ganz vorne mit dabei, wenn es um den Stromverbrauch geht. Mit einem TDP (Thermal Design Power) von nur 10 Watt benötigt sie sehr viel weniger Energie, als die P- (25 Watt TDP) und T-Modelle (35 Watt TDP). Das spiegelt sich auch in den erreichten Akkulaufzeiten wieder.Mit einer minimalen Laufzeit von mindestens 3:11 Stunden erreicht das Vaio VGN-TT11 einen hervorragenden Wert. Nutzen Sie das Notebook mit sehr hoher CPU-Last, haben die Wireless-Komponenten aktiviert und benötigen die maximale Display-Helligkeit, dann können Sie das System von Sony immer noch über drei Stunden verwenden. Alle anderen Testteilnehmer machen sehr viel schneller schlapp. Gute Ergebnisse erzielen noch die Modelle von Samsung, HP und Panasonic mit Werten von 2:16 Stunden bis hinunter zu 1:49 Stunden. Bei allen anderen ist der Akku spätestens nach eineinhalb Stunden leer.

Verwendet man die Notebooks mit gut eingestelltem Powermanagement und reduzierter Display- Helligkeit, so erreichen die Geräte Laufzeiten von drei bis sechs Stunden. Kommt man in dunklen Umgebungen sogar mit einer sehr geringen Helligkeit aus und hat alle Funkmodule deaktiviert, erreichen die Geräte von Panasonic, HP und Dell sogar Betriebszeiten von über acht Stunden.In dieser Kategorie haben die beiden Modelle von Asus und Nexoc enttäuscht. Mit maximalen Laufzeiten von gerade mal 2:48 Stunden bzw. 2:39 Stunden sind die Geräte nur bedingt für den mobilen Einsatz gerüstet. Da hilft auch der bei Asus mitgelieferte Zusatzakku nicht weiter. Denn die Laufzeiten haben wir mit dem leistungsstärkeren Akku gemessen, der zweite Akku verzögert das bittere Betriebsende gerade mal um 85 Minuten. Bei Nexoc gibt es für das Osiris ebenfalls einen zusätzlichen, leistungsstärkeren Akku zu kaufen, doch dann erhöht sich das Gewicht auf fast 2,2 Kilogramm und die maximale Laufzeit erreicht nicht einmal vier Stunden.

Robuste Hülle

Die meisten Notebooks eignen sich auf Grund des geringen Gewichtes, der kompakten Abmessungen und den meist langen Akkulaufzeiten gut für den mobilen Einsatz. Doch genau hier lauern die größten Gefahren für die Rechenknechte.Nicht nur dass die kleinen Begleiter gerne gestohlen werden. Auch die täglichen Strapazen wie Temperaturwechsel, Druckbelastungen in überfüllten Aktentaschen oder hartem Absetzen der Geräte im Betrieb können die Betriebszeit drastisch reduzieren, wenn die Hersteller nicht vorgesorgt hätten.

Ist ein Notebook im Betrieb, ist die Harddisk stark gefährdet, wenn das System transportiert und etwas hart auf einem Tisch abgelegt wird. Dadurch entstehen kurze Impulse, die einen Totalausfall der Harddisk nach sich ziehen können. Dies geschieht nicht allzu häufig. Sehr viel wahrscheinlicher ist ein schleichender Ausfall. Ständige Erschütterungen führen dazu, dass nach und nach kleine Bereiche der Festplatte zerstört werden und sie irgendwann ganz den Dienst verweigert. Um dies zu verhindern, verfolgen die Hersteller unterschiedliche Strategien.Toshiba beispielsweise hat einen Beschleunigungssensor im Tecra R10 eingebaut, der erkennt, wenn ein Notebook sich unnatürlich, also für die Harddisk gefährlich schnell bewegt und parkt die Schreib-Leseköpfe, um eine Beschädigung zu verhindern. Panasonic hat einen speziellen Rahmen entwickelt, der die Festplatte umhüllt und gefährliche Stöße so weit dämpft, dass sie ungefährlich für die HDD sind. Ob Aktiv oder Passiv wirkungsvoller ist, lässt sich nicht feststellen. Die Hersteller behaupten, dass sich mit der Einführung zusätzlicher Schutzmaßnahmen die Ausfälle von Harddisks deutlich reduzierten.

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