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Testbericht

Teil 3: Aldi, Lidl & Co. - Das taugt die Hardware

Lidls Navigations-System M6 von Falk

Das Navigations-System M6 von Falk bot Lidl in seinen Filialen am 6. April 2009 an.

Es handelt sich dabei um ein etwa ein Jahr altes Modell mit neuestem Kartenmaterial und einem Feature, das die Lidl-Version des M6 wohl exklusiv hat: Die "lernende Navigation". Dabei werden die Daten der gefahrenen Routen gesammelt und anschließend per Computer anonym auf den Falk-Server geladen und ausgewertet. Die so neu berechneten Straßenführungen werden von Falk kostenlos zum Download angeboten und ins Navi-Gerät eingespielt. So bleiben die Daten und das Kartenmaterial stets aktuell. Die lernende Navigation ist regulärer Bestandteil der aktuellen "2nd Edition"-Geräte von Falk, nicht aber der Versionen des M6, die nicht von Lidl stammen. Legt man also Wert auf diese Funktion des M6, dann führt am Lidl-Gerät kein Weg vorbei.

Hardware von Aldi, Lidl & Co.

© Archiv

Das M6 gibt es im Web auch günstiger, allerdings ohne die "lernende Navigation".

Aber auch die übrige Ausstattung des M6 muss sich nicht verstecken: aktuelle Karten für 22 Länder, TMC und der Falk-Navi-Manager können sich sehen lassen. Das Display ist allerdings nur 8,9-Zentimeter klein und zudem im 4:3-Format. Praktischer sind hingegen größere Displays im 16:10-Widescreen- Format, auch wenn sie hinter der Vorderscheibe unter Umständen ein wenig mehr die Sicht beeinträchtigen. Beim Kartenmaterial setzt Falk übrigens auf Navteq.

Sinnvolle Alternativen

Grundsätzlich gibt es am günstigen Angebot von Lidl nicht viel zu mäkeln. Zwar ist die Akkuleistung des M6 nicht optimal, doch sind auch Geräte anderer Hersteller nicht zwingend Marathonläufer. Für den TMC-Empfang muss eine zusätzliche Wurfantenne im Auto ausgelegt werden, hier gibt es sicher sinnvollere und weniger umständliche Methoden. Zum ähnlichen Preis gibt es beispielsweise mit dem Navigon 1210 Europa ein Navi mit Karten für 40 Länder, darunter auch Osteuropa, das dem Falk M6 in der Lidl-Version völlig fehlt. Wer also öfters in Tschechien, Ungarn oder anderen Ländern im Osten unterwegs ist, der ist mit dem Navigon besser bedient.

Eine weitere Alternative kommt mit dem nüvi 255T von Garmin. Auch dieses Navi-Gerät hat Kartenmaterial für 40 Länder zu bieten, zudem verfügt es ebenfalls über die TMC-Stauumfahrung. Verzichten muss man hier allerdings auf Text-to-Speech, das heißt die Straßennamen werden anders als beim Falk nicht angesagt. Es heißt dann eben nicht "in 50 Metern rechts in die Stapenhorststraße abbiegen" sondern schlicht "in 50 Metern rechts abbiegen". Kurzum: Das Falk M6 von Lidl ist für jeden Autofahrer eine empfehlenswerte Investition, der nicht in Osteuropa unterwegs ist.

Infos zum Angebot:

Zu 1: Dieser Preis ist heiß: Für 129 Euro bekommt der Käufer bei Lidl ein gutes Navi-Gerät mit dem sinnvollen Zusatzfeature "lernende Navigation". Mehr dazu unter Punkt 6.

Hardware von Aldi, Lidl & Co.

© Archiv

Zu 2: 22 Länder in Westeuropa - auf den gesamten Osten von Tschechien über Ungarn bis Rumänien muss man beim M6 von Lidl aber leider verzichten.

Zu 3: Der Staumelder funktioniert "je nach Angebot der Radiostationen". In welchen Ländern TMC funktioniert, verrät die Broschüre allerdings nicht.

Zu 4: Hier werden weitere Ausstattungsmerkmale aufgezählt. Text-to-Speech heißt bei Lidl übrigens "Ansage der Richtungen auf Autobahnen und Bundesstraßen sowie der Straßennamen in Städten".

Zu 5: Das 3,5-Zoll-Display liefert die für diese Größe normale Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten. Das Gerät ist 15,5 mm "dick" und somit nicht besonders flach.

Zu 6: Die lernende Navigation ist ganz besonders praktisch und wird normalerweise beim M6 nicht angeboten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, ob das vom Discounter Plus angebotene PC-Komplettsystem Hyrican Set 0058 ein echtes Schnäppchen ist...

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