Testbericht

Teil 2: Vier Gaming-Rechner im Vergleich

Der Kontrahent: Intel Core i7

Der normalerweise mit 2,67 GHz getaktete Prozessor ist das Einstiegsmodell der neuen Quadcore- Baureihe von Intel. Bei dem 45-Nanometer-Prozessor hat sich nun auch Intel vom Frontsidebus verabschiedet und den Speichercontoller mit in der CPU untergebracht. Ein Schritt, den AMD schon mit dem Athlon 64 vollzogen hat, allerdings arbeitet der Memory-Controller in der Intel-CPU mit gleich drei Speicherkanälen für DDR3-SDRAM. Als Basis für den Intel Core i7 steht derzeit nur der kostspielige X58-Chipsatz von Intel zu Verfügung.

Während der AMD-Chipsatz der Dragon-Plattform natürlich am besten mit ATI-Karten zusammenarbeitet, ist Intel hier flexibler. Der Intel X58- Chipsatz unterstützt nicht nur ATIs Crossfire, sondern prinzipiell auch Nvidias SLI. Zunächst wollte Nvidia SLI nur in Verbindung mit dem eigenen nForce-200-Chip ermöglichen, hat sich dann aber anders entschieden und vergibt auch für Mainboards ohne diesen Zusatzchip SLI-Lizenzen. Bei den Intel-PCs im Test unterstützt der Agando mit seinem Gigabyte GA-EX58-UD4P bereits zwei Nvidia-Karten im SLI- Gespann.

Fazit: Es wird knapper für Intel

Bei dem Duell zwischen dem AMD-Drachen und Intels Terminator können die Intel-Rechner die Oberhand behalten. Den Ausschlag gibt letztlich die immer noch deutlich höhere Leistung der Intel- Prozessoren, die hier bei den PCs von Agando und Combat Ready auch noch übertaktet antreten. Aber Dragon hat Boden gut gemacht. Kombiniert mit zwei Karten im Crossfire-Modus, wie beim PC von Snogard, kann ein Phenom-II-Rechner bei 3D-Spielen durchaus mithalten. Interessant ist, dass trotz der vergleichsweise teuren Core-i7-CPU und des höheren Preises für Speicher und Mainbord die beiden günstigsten Rechner im Test auf der Intel-Plattform basieren, wenngleich mit schwächeren Grafikkarten. Die Zeiten, in denen AMD nur über Kampfpreise Marktanteile gewinnen konnte, scheinen mit Dragon wieder vorbei zu sein.

Schlacht um die Grafik

Intel ist der größte Hersteller von Grafik-Controllern. Aber nur, wenn man die in den Chipsätzen integrierten Grafikeinheiten mitrechnet. Geht es um eine leistungsfähige diskrete Grafik für Gaming- PCs, dann muss die Intel-Plattform durch eine geeignete Karte von ATI oder Nvidia komplettiert werden. Das ist für Intel natürlich eine unkomfortable Lage: Auf der einen Seite gehört ATI zum direkten Konkurrenten AMD, auf der anderen Seite wird Nvidia nicht müde, zu betonen, dass man eigentlich gar keine starken Prozessoren mehr benötigt, da rechenintensive Aufgaben viel besser durch die GPU erledigt werden. AMD ist mit ATI ebenfalls im Bereich des GPU-Computing aktiv, betont hier aber als CPU-Hersteller natürlich eher den Wert einer "Balanced-Platform" in der sich AMD- Prozessor, AMD-Chipsatz und ATI-Grafik ergänzen. Zwar hat auch Nvidia Chipsätze für AMD-CPUs auf Lager, verliert aber gegenüber AMD-Chipsätzen an Boden.

Krach zwischen Intel und Nvidia

Der Streit zwischen Intel und Nvidia ist kürzlich noch weiter eskaliert. Der CPU-Gigant ist vor Gericht gezogen, um Nvidia den Bau von Chipsätzen für den Core i7 zu untersagen, da diese CPUs ohne FSB auskommen und Nvidia nur dafür eine Lizenz besitzt. Nvidia sieht das natürlich anders und kontert mit dem Argument, dass Intel so den technischen Fortschritt behindere.

Intels Larrabee

Mit der Many-Core-Architektur Larrabee unternimmt Intel nun einen Anlauf für einen eigenen leistungsfähigen Grafikchip, der den GPUs von ATI und Nvidia Konkurrenz machen soll. Allerdings ist Larrabee ein neuer Ansatz. Er besteht im Prinzip aus einer ganzen Reihe von einfachen x86-Kernen, die mit Vektor-FPUs kombiniert sind. Typische Funktionen, die bei herkömmlichen GPUs in Hardware realisiert sind, werden beim Larrabee-Design in Software erledigt. Neben DX11 wird auch ein eigener Befehlssatz entwickelt. Der Intel-Grafikchip sollte sich durch seinen Aufbau auch gut für GPU-Computing eignen.

Hersteller/Produkt Cambat Ready! Combat Gaming PC i7920@3,5 Agando fuego @7965i4 plus Snogard E-Dragon 940 v2 Ultraforce Phenom II X4 940 - AT AT I HD4870 Arlt PhenomII 940 Packard Bell iPower X9600 Dell Studio XPS
Ranking im Testfeld 1. Platz (Testsieger) 2. Platz 3. Platz 4. Platz 5. Platz 6. Platz (Preistipp) 7. Platz
Service
Garantie 60 Monate 24 Monate 24 Monate 60 Monate 24 Monate 24 Monate 12 Monate
Serviceleistungen 36 Monate Vor-Ort Pick-up-and-Return Bring-In Pick-up-and-Return Pick-up-and-Return Pick-up-and-Return Vor-Ort
Technische Merkmale
Prozessor/L2-Cache Intel Core i7 920 Intel Core i7 920 AMD Phenom II X4 940 AMD Phenom II X4 940 AMD Phenom II X4 940 Intel Core i7 920 Intel Core i7 920
Taktfrequenz/L2-Cache 3,5 GHz/8192 KByte 3,6 GHz/8192 KByte 3,0 GHz/6144 KByte 3,0 GHz/6144 KByte 3,0 GHz/6144 KByte 2,67 GHz/8192 KByte 2,67 GHz/8192 KByte
Mainboard/Chipsatz/TPM Gigabyte EX58-UD3R/Intel X58 Gigabyte EX58-UD4P/Intel X58 Gigabyte GA-MA790GP-DS4H/AMD 790GX MSI KA790GX/AMD 790GX MSI DKA790GX Platinum/AMD 790GX Packard Bell OEM/Intel X58 Dell OEM/Intel X58
Arbeitsspeicher 3072 MByte DDR3-1333 6144 MByte DDR3-1333 4096 MByte DDR2-800 4096 MByte DDR2-800 4096 MByte DDR2-800 3072 MByte DDR3-1066 3072 MByte DDR3-1066
Speicherplätze gesamt/frei 4/1 6/3 4/2 4/2 4/2 6/3 6/3
USB/Firewire/E-SATA 10/2/0 10/2/2 8/2/1 10/2/2 10/0/1 8/2/2 8/2/1
PS/2/Seriell/Parallel 1/0/0 1/0/0 1/0/0 1/0/0 1/0/0 1/0/0 0/0/0
Grafik Nvidia GTX285 Nvidia GTX260 2 x ATI Radeon HD4850 ATI Radeon HD4870 ATI Radeon HD4870 Nvidia CeForce GTS150 ATI Radeon HD4850
Grafikausgänge 2 x DVI, S-Video 2 x DVI, S-Video 2 x DVI, S-Video 2 x DVI, S-Video DVI, HDMI, Display Port, D-Sub 2 x DVI, S-Video 2 x DVI, S-Video
Sound HD-Audio HD-Audio HD-Audio HD-Audio HD-Audio HD-Audio HD-Audio
1. Festplatte Samsung HD103UJ Samsung HD103UJ Samsung HD642JJ Samsung HD502IJ Samsung HD735LJ WD WD6400AAKS Hitachi HDS721075KLA330
2. Festplatte - - Samsung HD642JJ - - - -
Kapazität/Schnittstelle 1000 GByte/SATA 1000 GByte/SATA 1280 GByte/SATA 500 GByte/SATA 750 GByte/SATA 640 GByte/SATA 750 GByte/SATA
Ethernet-Schnittstelle Gbit-Ethernet Gbit-Ethernet Gbit-Ethernet Gbit-Ethernet Gbit-Ethernet Gbit-Ethernet Gbit-Ethernet
Opt. Laufwerk/Cardreader Samsung SH-S223F (DVD-Brenner)/- LG GGC-H20LRB (BD-Combo)/- Samsung SH-S223F (DVD-Brenner)/ja LG GH-22NS (DVD-Brenner)/- LG GH-22NS (DVD-Brenner)/- LG GH15F (DVD-Brenner)/ja PLDS DH-16A6S (DVD-Brenner)/ja
Lieferumfang
Maus und Keyboard Logitech Wireless Desktop Logitech G11, MX518 - Logitech G11, G9 Logitech G11, G5 Packard Bell OEM Dell OEM
Betriebssystem Vista Home Premium 64 Vista Home Premium 64 Vista Home Premium 64 Vista Home Premium 64 Vista Home Premium 64 Vista Home Premium 64 Vista Home Premium 64
Software - - - - - Microsoft Works 9, Roxio Creator MS Works 9, Adobe Photoshop Elements, Norton IS 2008
Messwerte
PC Mark Vantage 7507 Punkte 8212 Punkte 6018 Punkte 5552 Punkte 5999 Punkte 6167 Punkte 5098 Punkte
3D Mark Vantage Performace 14992 Punkte 11448 Punkte 12732 Punkte 9289 Punkte 8916 Punkte 7256 Punkte 7596 Punkte
3D Mark Vantage High 9579 Punkte 7243 Punkte 10 040 Punkte 6041 Punkte 5741 Punkte 4370 Punkte 4519 Punkte
Crysis 1280 x 960 High 58,48 fps 50,82 fps 32,68 fps 41,4 fps 40,74 fps 40,47 fps 38,9 fps
Crysis 1680 x 1050 Very high 24,91 fps 19,51 fps 24,76 fps 22,25 fps 19,45 fps 16,36 fps 15,03 fps
Devil may cry 4 156,84 fps 149,93 fps 204,55 fps 119,8 fps 113,74 fps 82,11 fps 74,45 fps
HD-Tach 98,2 MByte/s 95,3 MByte/s 127,4 MByte/s 95,3 MByte/s 101,1 MByte/s 100,7 MByte/s 73,1 MByte/s
Lautstärke Betrieb/3DMark 39,2/39,3 dB(A) 33,2/34,1 dB(A) 38,3/39,6 dB(A) 36,5/37,6 dB(A) 39,7/39,7 dB(A) 35,2/36,7 dB(A) 35,2/35,5 dB(A)
Energieverbrauch Office/3DMark 142/282 Watt 146/235 Watt 222/344 Watt 169/224 Watt 142/220 Watt 106/180 Watt 123/206 Watt

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