Testbericht

Teil 2: Video-Nachbearbeitung: Flotte Film-Feger

Avid Xpress ist im Prinzip eine Datenbank, die sich als Videoschnitt- Programm tarnt - so lassen sich Arbeitsschritte beliebig widerrufen. Videoclips, die versehentlich ohne Tonspuren aufgenommen wurden, kann der Anwender erneut korrekt einlesen. Mit der komplexen Programmstruktur rechtfertigt Avid, dass es nur für von Avid qualifizierte Hardware Support gibt.

Xpress Pro bietet einen gigantischen Funktionsumfang, der sich dem Anwender erst allmählich erschließt - und der dann die vielen feinen Detaillösungen nicht mehr missen möchte. So findet die Funktion Find Flash Frame übriggebliebene Filmschnipsel, die sonst leicht übersehen werden. Sägezähne zeigen die In- und Out-Points im Vorschaufenster, sodass die entsprechenden Stellen gleich ins Auge stechen. Die Benutzerführung wirkt zunächst wenig intuitiv. Doch gestattet Avid flüssiges, effektives Arbeiten. Die Oberfläche lässt sich stark anpassen, ausklappbare "Quickmenüs" sorgen für mehr Übersicht. Auf einer schnellen Maschine erfolgt die eigentliche Arbeit praktisch verzögerungsfrei, da die Effekte fast ausnahmslos sofort angezeigt werden. Die Berechnung des fertigen Films dauert, wie der Import von in anderen Programmen erzeugten Medien, lange. Bei größeren Projekten ist es ratsam, sich nur die Wellenform der gerade bearbeiteten Stellen anzeigen zu lassen, sonst geht Avid rasch "in die Knie". Die Präzision der Werkzeuge und die Konfigurations-Optionen der durchweg hervorragenden Filter sind auf professionelle Ansprüche abgestimmt.

© Archiv

FAZIT: Xpress Pro ist ein reinrassiges Profi-Programm. Nur wer sich intensiv einarbeitet, findet in Xpress einen äußerst leistungsfähigen Partner für "Oskar-reife" Filmprojekte.

Preis: 1880,- Punkte: 86 Gesamtwertung: sehr gut

http://www.avid.de

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