Testbericht

Teil 2: Vergleichstest Notebooks

1. Netbooks

Die kleinsten mobilen PCs, die es aktuell zu kaufen gibt, sind die Netbooks. Sie sehen rein vom Äußeren aus wie winzige Notebooks, doch im Inneren arbeitet eine andere Technik. Mit den leistungsstarken Plattformen von Intel oder AMD (Centrino 2 bzw. Puma) hat dies nichts gemein. Der Prozessor, der meist zum Einsatz kommt, ist der Atom Prozessor, ein preiswertes und Strom sparendes Modell von Intel. Vereinzelt trifft man auch auf die C7-M-oder Geode-CPU von VIA bzw. AMD. Beide Modelle sind jedoch im Vergleich zum Atom weniger leistungsfähig und daher keine echte Alternative zur Lösung von Intel.

Testprofil

AsusEeePC 1000H
www.asus.de
429 Euro

Netbook

Weitere Details

100 Prozent

Testurteil
seht gut

Doch auch der Atom-Prozessor ist kein Leistungswunder. Er bewegt sich in etwa auf dem Niveau drei Jahre alter Notebook-CPUs, also in etwa der zweiten Centrino-Generation. Zum Vergleich: Aktuell findet sich in Notebooks schon die fünfte Generation, auch wenn Intel sie Centrino 2 nennt. Die Leistung der Atom-CPU reicht damit aus, häufig genutzte Anwendungen auszuführen. Das Schreiben von Texten, surfen im Internet und auch die Verwaltung bzw. die Bearbeitung von Bildern sind damit möglich. Wenngleich letzteres bei der Anwendung komplexer Filter oder Bildänderungen deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als dies bei aktuellen Notebooks der Fall ist.

Testprofil

Fujitsu Siemens Amilo Mini Ui 3520
Fujitsu-Siemens
399 Euro

Netbook

Weitere Details

90 Prozent

Testurteil
gut

Dafür sind die Netbooks unschlagbar günstig. Sie gibt es bereits für 300 Euro zu kaufen und selbst die teuersten Modelle kosten selten mehr als 700 Euro. Die überwiegende Zahl bewegt sich im Preisrahmen zwischen 400 und 500 Euro, also mindestens 100 Euro unter dem Preis für Notebooks. Einen wirklichen Ersatz für ein Thin-& Light-Notebook oder gar einen Allrounder (zu beiden später mehr) bekommt man mit einem Netbook nicht.

Die Geräte sind maximal mit einem 10,2-Zoll-Display bestückt, das üblicherweise eine Auflösung von 1024x600 Bildpunkten aufweist. Bei Notebooks im 16:10-Format hat sich dagegen eine Minimalauflösung von 1280x800 Bildpunkten eingebürgert. Das klingt nicht nach viel mehr, doch wer länger mit einem Netbook und der geringen Auflösung arbeitetet, wird schnell feststellen: Die etwas höhere Auflösung der Notebooks ist Gold wert. Schon beim Surfen macht sich die geringe Pixelzahl der Netbooks bemerkbar. Webseiten werden unten abgeschnitten und man muss permanent das Bild auf und ab bewegen, um alle Inhalte lesen zu können. Bei einfachen Arbeiten, wie dem Schreiben von Mails oder dem Chatten, reicht die geringe Auflösung.

Testprofil

HerculeseCafe EC-800-H20G/S
www.hercules.de
279 Euro

Netbook

Weitere Details

90 Prozent

Testurteil
gut

Besser schneiden die kleinen Begleiter ab, wenn man sich fern ab von Steckdosen und einem stationären Arbeitsplatz bewegt. Die Netbooks erweisen sich dann als universelles und vor allem ausdauerndes Arbeitsgerät, das mit einem Gewicht von ein bis eineinhalb Kilogramm nur wenig belastet. Viele Modelle erreichen Akkulaufzeiten von rund fünf Stunden, was in der Praxis meist für einen kompletten Arbeitstag reicht. Von unseren vier getesteten Modellen schafft das Samsung NC10 sogar neun Stunden und auch das Asus 1000H liegt weit über dem Durchschnitt.

Sind Sie also viel unterwegs und müssen dabei nur einfache Aufgaben, wie E-Mails abarbeiten, Texte tippen, Bilder sichten, Präsentationen korrigieren oder wollen sich online einfach nur informieren, dann finden Sie in Netbooks zuverlässige Begleiter.

Da sich die inneren Werte der verschiedenen Netbooks einander sehr ähnlich sind, versuchen die Hersteller, die Käufergunst mit attraktiven Designs zu gewinnen. Vor allem beim Display, Akku und der Verarbeitung zeigen sich größere Unterschiede. Netbook-Displays stellen meist 1024x600 Bildpunkte dar. Weniger darf es nicht sein, sonst lassen sich selbst einfache Konfigurationsdialoge unter Windows nicht mehr bestätigen. Ob die Bildschirmdiagonale dabei 8, 8,9 oder 10,2 Zoll beträgt, hängt von den persönlichen Vorlieben ab.

Testprofil

SamsungNC10-anyNet N270W
www.samsung.de
399 Euro

Netbook

Weitere Details

90 Prozent

Testurteil
gut

Mit steigender Größe nimmt der Stromverbrauch zu und die Akkulaufzeit ab. Aus ergonomischer Sicht sollten Sie allerdings zu einem Gerät mit 10,2 Zoll greifen, denn selbst bei diesen Geräten ergibt sich eine Pixeldichte von 118 dpi und entsprechend kleine Schriften und Symbole. Ein größeres Display bringt zudem als Nebeneffekt den Vorteil einer größeren Gehäusebauform mit sich, wodurch der Tastenabstand bei 8-bzw. 8,9-Zoll-Geräten von 15,5 Millimeter auf 17,5 Millimeter bei 10-Zoll-Modellen steigt.

Bildergalerie

Galerie
Winzige Preise, riesige Leistung

Asus EeePC 1000H

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