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Testbericht

Teil 2: Vergleichstest: HDTV-Receiver

Inhalt
  1. Vergleichstest: HDTV-Receiver
  2. Teil 2: Vergleichstest: HDTV-Receiver

Der Satellitenspezialist Schwaiger und die mächtige Vertriebsmarke Skyplus liefern sich im Test ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Geräte sind offensichtlich weitestgehend baugleich und unterschieden sich nur leicht in Gehäuseverarbeitung und Bedienung am Gerät. Das Konzept bedient sich einer für Einsteiger erstaunlich umfangreichen Ausstattung, die auch vor gutem Gerätedisplay, Motorsteuerung und der Wiedergabe von JPG-Fotos über einen USB-Stick nicht haltmacht, leider jedoch nicht in HD.

Vergleichstest: HDTV-Receiver

© Archiv

Skyplus 1800 HD

Die Geräte sind herausragend schnell im Umschalten zwischen Sendern -solange man nicht von Normal-TV auf HDTV wechseln will. Mit fünf werksseitig vorprogrammierten Satelliten und schnell reagierenden, wenn auch grafisch nicht ansprechenden Menüs, ist man zügig am Start und auch die weitere Bedienung funktioniert einwandfrei. Allein die Umschaltung des Bildschirmzooms, wenn eine 4:3-Sendung mit Spielfilm-Letterboxbalken übertragen wird, ist über das Setup-Menü umständlich und die Bezeichnungen der Modi sind falsch. Der Sparkurs der beiden Hersteller wird am Lieferumfang sichtbar.Bei allen anderen Geräten liegt netterweise zumindest ein HDMI-Kabel bei. Die Käufer von Skyplus oder Schwaiger müssen sich eins besorgen, das dann jedoch besser sein darf. Aber für den Preis und die gebotene Bildqualität sollte man über die Kabel-Goodies nicht meckern.

Vergleichstest: HDTV-Receiver

Testprofil

\n Skyplus1800 HD
www.skyplus.de
200 Euro

HDTV-Receiver

Weitere Details

77 Prozent

Fazit:Das preiswerteste Gerät im Test überzeugt durch ein gutes Gesamtbild.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
überragend

Strong liefert mit dem SRT 7335 CI ein kompaktes, preiswertes Gerät, das sich nicht vor den teuren Mitbewerbern verstecken muss. Zwar wirkt das vierstellige LED-Display in HDTV-Zeiten etwas antiquiert, doch das macht das Gerät mit einstellbaren Werten für Helligkeit, Kontrast und Farbe wieder wett. Bei vielen TV-Geräten lassen sich nach dem Abgleich noch bessere Resultate in Brillanz oder Farbigkeit erzielen. Bei den Tests zeigte sich ein Fehler im YUV-Ausgang, der zu massivem Schärfeverlust führt. Er könnte durch eine neue Firmware behoben werden, die sich wie üblich direkt über Satellit oder einen Stick im USB-Port einspielen lässt.

Vergleichstest: HDTV-Receiver

© Archiv

Strong SRT 7335 CI

Ein weiteres Manko des Strongs ist sein hoher Standby-Verbrauch. Satte 15 Watt ist sein trauriger Rekord. Da wird das Ausschalten am Netzschalter zur Pflicht, vor allem, weil hier das Gerät schneller hochfährt als die meisten Mitbewerber aus dem Standby. Dafür ist der Strong unser Umschaltmeister, denn wenn es von einem Satelliten auf den anderen oder zwischen SD und HD hin- und hergeht, kann kein anderer mithalten. Die Fernbedienung ist angenehm griffig angerundet und besitzt dicke Tasten. Es sind sogar Drücker vorhanden, die zweifelsohne für Aufnahme, Wiedergabe und Spulen vorgesehen sind. Das Handbuch spricht von "reserviert für zukünftige Funktionen", eine PVR-ready-Aufrüstung wäre jedoch ein Feature-Gewinn, der das Gerät in eine andere Klasse katapultieren würde.

Vergleichstest: HDTV-Receiver

Testprofil

\n StrongSRT 7335 CI
www.strongsat.de
230 Euro

HDTV-Receiver

Weitere Details

79 Prozent

Fazit:Der Strong ist besonders kompakt und bietet gute Empfangswerte.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Bei all den wichtigen Ausstattungsdetails darf man das Wichtigste nicht vergessen: Für den HDTV-Spaß ist entscheidend, was hinten herauskommt. Dazu muss man sagen, dass hier die Technik sowohl sender-, als auch geräteseitig noch einiges offen lässt. Durch die Qualitätsoffensive der ARD werden jetzt die digitalen SD-Sender mit Datenraten gefahren, die einer DVD ebenbürtig sind. Das aktuelle HDTV- Angebot ist qualitativ verglichen mit einer Blu-ray jedoch äußerst mager. Da kann kein genauso gutes Bild herauskommen. Seitens einer Settop-Box wird das HDTV-Material in Originalauflösung sehr gut transportiert, das Hochskalieren von normalem Fernsehen gelingt jedoch nur bedingt. Oft ist die 576er-Ausgabe vorzuziehen, an ein hochwertiges 1080p ist gar nicht zu denken - erst recht nicht bei diesen preiswerten Einstiegsgeräten, mit denen jedermann tolle Bilder in HDTV genießen kann.

Fazit

Die preiswerten HDTV-Receiver liefern nichts wirklich Überraschendes, sondern sie bieten eher gute Bedienbarkeit und ein ordentliches HD-Bild zum überaus interessanten Preis.

Profitipp:

1. Tonübertragung über HDMI Schon seit Version 1.0 der HDMI-Spezifikationen ist es möglich, Ton mit über das Kabel zu schicken. Stereoton in PCM wird von jedem TV-Gerät akzeptiert, es sind jedoch auch alle Streams erlaubt, die der klassische Digitalausgang führt - also auch Dolby Digital und dts in 5.1. Das können nicht alle Settop-Boxen.

2. Pillarbox und 4:3-Zoom HDTV-Receiver werden grundsätzlich an 16:9-TVs angeschlossen. 4:3- Sendungen müssen dann im Format angepasst werden. Entweder es entstehen Balken rechts und links (Pillarbox), oder das Bild wird aufgezoomt, ideal für einen alten Kinofilm (Letterbox, nicht anamorph)

Stärken und Schwächen

Bildqualität: Wieder entscheidet Kathrein den Qualitätstest für sich. Die richtigen Bildformate und die elektrisch hochwertige Ausführung von YU YUV spielen dabei eine Rolle.

Klangqualität: Die analogen Ausgänge von Settop-Boxen sind niemals wirklich gut. Die wichtigsten Unterschiede liegen in der HDMI-Unterstützung.

Ausstattung: Philips besitzt als einziger Premieretauglicher Receiver teure Decryption.

Vorschau: Settop-Box News

Settop-Boxen können durch Firmware-Updates erheblich an Funktionsvielfalt gewinnen. So ist die EZY- Box 8000 von Satplace (Test in [int:article,1348/]) jetzt als erste in der Lage, ihren USB-Port mit einem WLAN-Stick in Funktion zu bringen. Die vielen Netzwerkfunktionen (Streaming, Gerätekontrolle) sind damit ohne Netzwerkkabel über den oft vorhandenen Router verfügbar.

Vergleichstest: HDTV-Receiver

© Archiv

EZY-Box 8000 von Satplace

Da wir für dieses Vergleichsfeld schier mit Testgeräten überrannt wurden, haben wir das Feld aufgeteilt. In der nächsten Print-Ausgabe finden Sie den großen Vergleich der HDTV-Empfänger, die auf eine externe Festplatte aufzeichnen.

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