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Testbericht

Teil 2: Vergleichstest: BenQ W5000, Infocus X10, JVC HD 100

Discount-DLP

Infocus X 10 ist der günstigste FullHD-Beamer der Welt. Ausgerechnet die bisher kostspieligere Projektionstechnologie DLP kommt in dem 1.700 Euro günstigen Gerät zum Einsatz, allerdings in der ersten Generation. Alles nur Resteverwertung?

© Archiv

Der Infocus X 10

Infocus zufolge war die Realisierung des X 10 für 1.700 Euro kein Hexenwerk. Man nahm den bestehenden IN 82 ([int:article,22631/]) für 4.500 Euro und ersetzte - wie schon BenQ - den Dark Chip 3 durch einen Chip der ersten Generation. Zudem verzichtet der X 10 auf die Klavierlackoberfläche und kommt mit einer mattschwarzen Kunststoffoberfläche aus. Schon sinkt der Verkaufspreis des IN 82 um 2.800 Euro, ohne dass der Käufer auf wesentliche Merkmale des High-Enders verzichten muss. Die Ausstattung der Schnittstellen ist dieselbe und sogar das Projektionsobjektiv. Letzteres nervte jedoch schon bei der Installation des IN 82: Der große Offset projiziert das Bild nach oben versetzt, was eine Justage auf die meisten Leinwände nur über eine Deckenmontage erlaubt. Außerdem erfordert der X 10 wie schon BenQs Testkandidat für 2,5 Meter Leinwandbreite einen Abstand von rund fünf Metern. Für die Einsteiger und Unbedarften, an die sich das Schnäppchen richtet, ist dieser Installationswirrwarr ärgerlich. Weniger dürften sich diese am deutlich hörbaren Lüfter stören, der die leuchtstarke 350- Watt-Lampe kühlen muss.

Test Projektoren

InfocusX 10
www.infocus.com
1.700 Euro

1-Chip-DLP

Weitere Details

63 Prozent

Fazit:Infocus X 10 eignet sich wegen seiner Optik nicht für Amateure. Enthusiasten freuen sich über die sehenswerte Bildqualität und die helle Lampe.

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Im Bedienmenü gleicht der X 10 seinem Bruder IN 82 vollständig: keine Voreinstellungen, dafür drei Speicherbänke für den Nutzer plus isf- Kalibrierungsmöglichkeit. Einige Gammavoreinstellungen helfen beim ersten Abgleich (Film: 2,1; CRT: 2,4).

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Schon die Beschriftung der Anschlüsse zeigt, dass der X 10 am besten an der Decke hängt.

Schon die ersten Testbilder zeigen deutlich, dass der Dark Chip 1 nicht mehr mit der Schwarzdarstellung aktueller Projektorengenerationen konkurrieren kann. Den gemessenen Tiefwert von 0,19 Lumen erreicht der X 10 nur bei vollständig geschlossener Blende. Dann bleibt jedoch auch die Helligkeit unter 300 lm, was gerade noch für 1,5 Meter Leinwandbreite reicht. Aber gerade hier liegt die eigentliche Stärke des Infocus: Bei geöffneter Blende leuchten die mehr als 1000 Lumen sogar eine 3,5 Meter Leinwand optimal aus - der Schwarzwert fällt dementsprechend mau aus.

Der gelungene Filmlook und das lebhafte Rauschen des DLP-Chips hat der X 10 mit BenQs W 5000 gemein. Übertrumpfen kann ihn letzterer in den Disziplinen Bildschärfe und Fokussierung. Auch die Farbdarstellung gelingt dem Infocus trotz seiner realitätsnahen Colorierung nicht so gut, da er im Grünbereich noch schwächer spielt. Schade, denn eigentlich brächte der X 10 eine manuelle Umschaltung zwischen fünf verschiedenen Farbräumen mit. Leider unterscheiden sich diese nur marginal und bleiben alle hinter dem Optimum zurück.

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Infocus X 10: Vor allem bei der Helligkeit ist die 350-Watt-Lampe im X 10 kaum zu übertreffen. Schade, dass die Farbraumabstimmung hinter ihren Möglichkeiten bleibt. "Richtige" Gamma- und Farbtemperaturwerte sorgen trotzdem für beeindruckenden Filmlook.

Trotz all der Kritikpunkte verdient sich Infocus ein Lob, denn für 1.700 Euro hat noch kein anderer Projektor die Messlatte so hoch angesetzt. Insgesamt legt der X 10 eine überzeugende Performance aufs Parkett, falls man dessen Bild zerrfrei auf eine Leinwand zentriert bekommt.

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