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Testbericht

Teil 2: Test: Surround-Receiver

Inhalt
  1. Test: Surround-Receiver
  2. Teil 2: Test: Surround-Receiver
  3. Teil 3: Test: Surround-Receiver

Wer gerne schnell zur Sache kommt, dürfte sich für den Mess-Quickie des Sony erwärmen. Er ist ruck, zuck mit der Messung fertig - sofern der Benutzer sich schnell genug mit Fernbedienung und Menüs zurechtfindet, um das Automatik-Setup zu aktivieren. Mit dieser Zeitersparnis dürfte der STR-DG 820 einige Kritiker automatischer Einmess-Systeme, die durchaus auch in der Redaktion nicht auf ungeteilten Beifall stoßen, überzeugen. Ihn von Hand einzustellen ist beileibe eine kleine Geschicklichkeitsübung.

© Archiv

Der Sony STR-DG 820

Nachvollziehbare Gedanken machte sich Yamaha über die Benutzung unterschiedlicher Quellen, die sich in vier Hörszenarien mit Direktwahltasten auf Frontplatte und Fernbedienung abspeichern lassen. Deshalb dauert es am Anfang etwas länger, das Potenzial des RX-V 663 zu erschließen, dafür kommt der Receiver später Euroumso schneller zur Sache, wenn der Benutzer von CD auf DVD wechselt und dafür das Klangsetup verändern möchte. Zudem nahm sich Yamaha ohne laut zu Trommeln die gelegentliche Kritik an der Stereo-Abstimmung zu Herzen, die in der Vergangenheit oft nicht ganz an die tadellose Surround-Tauglichkeit heranreichte.

Test: Surround-Receiver

Die üblichen Verdächtigen

\n SonySTR-DG 820
sony.de
500 Euro

AV-Receiver

Weitere Details

57 Prozent

Fazit:Sony setzt auf Ausgewogenheit unter allen Einsatzbedingungen. Heraus kam ein Receiver, der sich besonders in Stereo tapfer hält.

Testurteil
befriedigend
Preis/Leistung
sehr gut

Viel Kritik mussten die neueren Receiver von Sony ohnehin nicht einstecken, aber die analog geprägte Entwicklungsabteilung in England besaß den Ehrgeiz, die Musikalität des neuen STR-DG 820 innerhalb des Budget-Rahmens auf die Spitze zu treiben. Die smarten Sony-Boys wollen dieses Ziel vor allem durch eine vom Automobilbau inspirierte Profilierung des Chassisblechs erreichen, die für deutlich höhere Steifigkeit und weniger klangbeeinträchtigende Vibrationen sorgen soll.

Und tatsächlich legte der Sony im Stereo-Hörtest eine besondere Spielfreude und Homogenität an den Tag. Er profilierte sich zwar nicht gerade als Enthüllungskünstler und wirkte speziell in komplexen und kraftzehrenden Passagen etwas eingeengt, aber wenn über ihn Paul Weller oder Kate Bush sang, dann ging die Performance schon unter die Haut. Er malte in warmen, kräftigen, erdigen Farbtönen und ließ im eher weichen, aber keinesfalls unkontrollierten Bass ein ansprechendes Taktgefühl erkennen. Damit schob sich der STR-DG 820 sogar am grundsätzlich potenter wirkenden Onkyo vorbei, der sogar mit Alicia Keys nicht richtig auftauen wollte. Der TX-SR 606 ließ bei aller strahlenden Kraft und Herrlichkeit jenes letzte Quäntchen Schmelz vermissen, das einem Wonneschauer über den Rücken jagt.

© Archiv

Der Yamaha RX-V 663

Seine Hörbühne wirkte allerdings etwas weiträumiger als die des Sony. Schwer zu sagen, ob es vornehmlich dem neuen Hörraum der deutschen Yamaha-Dependance in Rellingen zuzuschreiben ist, auf jeden Fall erwies sich der Yamaha als Vermittler zwischen beiden Welten. Er bot mindestens die Auflösung und Präzision des Onkyo, ging aber mit viel Feingefühl und richtig sattem Punch in den unteren Oktaven zur Sache.

Dabei trug er niemals dick auf. Sein Differenzierungsvermögen im gesamten Frequenzbereich begeisterte ebenso wie sein für diese Klasse exzellenter Fokus. Doch im Hörraum war es vorbei mit der Bescheidenheit des Harman. Als wollte er die Binsenweisheit "weniger ist mehr" mit einer spektakulären Demonstration unterstreichen, mischte der Ami mit purer Muskelkraft und ultimativer Coolness die drei Mathe-Streber mit ihren HD-tauglichen Computerhirnen auf wie ein steakgenährter Cowboy, der durch eine blitzsaubere Sushi-Bar reitet.

Test: Surround-Receiver

Die üblichen Verdächtigen

\n YamahaRX-V 663
yamaha-hifi.de
550 Euro

AV-Receiver

Weitere Details

65 Prozent

Fazit:Yamaha-Receiver legen ihre Lustlosigkeit in Stereo ab ohne ihre begeisternden Mehrkanal-Fähigkeiten zu opfern. Der 663 überzeugt rundum.

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Mit ihm klang Musik so entfesselt und beinahe überlebensgroß wie ein Hollywood-Sonnenuntergang, womit wir schon fast beim Thema Filmton wären. Fast, denn der satte, differenzierte, durchhörbare und dabei niemals kühle Klang des AVR 155 verdient noch eine ausführlichere Beschreibung. In der Vergangenheit gelang es bereits seinen großen Brüdern besonders eindrucksvoll, die zarten Obertöne von Instrumenten differenziert zu beleuchten, ohne sie überbelichtet oder fahl erscheinen zu lassen.

Der besonders tiefreichende, satte und keinesfalls vordergründige Bass des AVR 155 deutete auf ein angemessen dimensioniertes Netzteil und stromstarke Endstufen hin. Mit dem teuersten, aber spartanischsten Receiver erschienen Sänger und Instrumente besonders körperhaft und die Hörbühne eine Nummer größer.

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Die üblichen Verdächtigen

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