Testbericht

Teil 2: Test: Notebooks ab 800 Euro

Inhalt
  1. Test: Notebooks ab 800 Euro
  2. Teil 2: Test: Notebooks ab 800 Euro
  3. Teil 3: Test: Notebooks ab 800 Euro

Alle weiteren Grafiklösungen, die ebenfalls häufig in Notebooks dieser Preisklasse zu finden sind, sind die so genannten Mainstream-oder Value-Lösungen. Darunter fallen bei AMD die ATI Mobility Radeon HD 3400 Serie und bei nVidia die GeForce 9300M Grafikchips. Die leistungsstärkste Grafikkarte dieser Klasse ist die ATI Mobility Radeon HD 3470, wie sie Sony einsetzt. Der Chip ist im Vergleich zur HD 3450 höher getaktet und arbeitet mit GDDR3-Speicher anstelle von DDR2-Speicher. Die GeForce 9300M GS liegt in der Leistung in etwa gleich auf bzw. knapp unter der Mobility Radeon HD 3450.

Eine pauschale Aussage über die tatsächliche Leistung der Grafikkarten kann man leider nicht anhand der Typen treffen, denn AMD und nVidia geben zwar die maximalen Taktraten und Busbreite der Speicheranbindung vor, doch die Notebook-Hersteller können die Grafikchips mit niedrigerem Takt betreiben, um die Energieaufnahme zu verringern und damit die Akkulaufzeit zu verlängern. Ein Beispiel hierfür findet sich bei Asus. Im M51Vr kommt zwar eine ATI Mobility Radeon HD 3470 zum Einsatz, doch die erreichte Leistung liegt nur knapp unter der GeForce 9300M GS im Nexoc-Notebook und nur etwas über der integrierten Grafiklösung, die HP im Compaq 6735b verwendet.

Asus M51Vr-AP016C

AsusM51Vr-AP016C
www.asus.de
999 Euro

Notebook

Weitere Details

72 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
gut

Die zum Teil enorme Leistung hat allerdings ihren Preis. Viele Hersteller bewältigen das hohe Wärmeaufkommen, das der Prozessor, Chipsatz und Grafikchip produzieren, nur mit sehr schnell drehenden Lüftern, was zum Teil erhebliche Geräusche mit sich bringt. Vorbildlich ist HP in dieser Disziplin. Unabhängig vom Betriebszustand ist das Notebook immer angenehm leise. Schlecht schneidet das Zignum Butterfly 1504 ab. Hier läuft und lärmt der Lüfter immer, auch wenn das System überhaupt nicht beansprucht wird. Steigen die Anforderungen oder kommen noch anspruchsvolle 3D-Berechnungen in warmen Umgebungen hinzu, ist die Kühlung teilweise überfordert, was das System mit Abstürzen quittiert.

Neben dem Prozessor und der Grafikkarte bestimmt noch der Arbeitsspeicher die Leistung. Dabei ist nicht nur die Größe des Speichers entscheidend, sondern auch die Wahl der Speichermodule.

Acer Aspire 5530G-804G32Mi

AcerAspire 5530G-804G32Mi
www.acer.de
799 Euro

Notebook

Weitere Details

72 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Windows Vista in der 32-Bit-Version kann zwar vier GByte Speicher adressieren, sind jedoch vier GByte vorhanden, lassen sich diese nicht voll verwenden. Das Problem dabei sind Erweiterungen wie PCI-oder PCI-Express-Schnittstellen. Der I/O-Adressraum von zusätzlichen Schnittstellen und Komponenten liegt unterhalb der Grenze von 2³² Byte, also 4 GByte. Der zur Adressierung benötigte Bereich steht dann nicht mehr dem Arbeitsspeicher zur Verfügung, was bedeutet, dass nur weniger als vier GByte vom Betriebssystem angesprochen und somit verwendet werden können. Aus diesem Grund verbauen viele Hersteller nur drei GByte Arbeitsspeicher und dass mit je einem 1-GByte- und einem 2- GByte-Modul. Dadurch arbeitet der Speichercontroller aber nicht im Dualchannel-Betrieb, was den Datendurchsatz und damit auch die Gesamtleistung reduziert.

Das muss sein

Alle Notebooks in diesem Test sind, mit Ausnahme von Sony, mit einem 15,4 Zoll großen Bildschirm versehen; beim Vaio sind es 16,4 Zoll. Die Standardauflösung für die Displays mit 15,4 Zoll beträgt 1280 x 800 Bildpunkte. Höhere Auflösungen stellen in diesem Vergleich nur die beiden Systeme von Dell und HP bereit. Mit Auflösungen von 1440 x 900 und 1680 x 1050 Bildpunkten. Neben der höheren Pixeldichte heben sich die beiden Bildschirme auch im Bereich der Farbtreue, -raum und Blickwinkel von den anderen Kontrahenten ab.

Das Display von Sony weist im Vergleich zu den 15,4-Zoll-Modellen ein anderes Seitenverhältnis auf. Mit 16:9 anstelle von 16:10 benötigt es trotz größerer Diagonale weniger Platz in der Höhe. Dadurch gelingt es Sony, die Tiefe des Notebooks auf 260 Millimeter zu begrenzen, das geringste Maß in diesem Test. Es ist mit 383 Millimeter allerdings breiter als die anderen Testteilnehmer. Praktisch erweist sich die geringe Tiefe, auf Reisen im Flugzeug oder Zug.

Verfügt ein Notebook über ein hochwertiges Display und eine anständige Tastatur, beschränken nur noch die Anschlüsse die Einsatzmöglichkeiten. Bei fast allen Geräten hat sich neben dem klassischen VGA-Ausgang auch ein HDMI-Anschluss durchgesetzt. Lediglich Toshiba und HP verzichten auf die digitale Verbindungsmöglichkeit für externe Bildschirme. Einen selten gewordenen Anschluss bietet HP: die serielle Schnittstelle, die vor allem im industriellen Umfeld noch benötigt wird, um etwa Industriesteuerungen zu programmieren. Zum Standard gehören USB-Anschlüsse. Hier finden sich meist drei oder vier eingebaute Buchsen. Lange Zeit zählte auch Firewire zu den Anschlüssen, die nicht fehlen dürfen. Das hat sich geändert und so verzichten immer mehr Hersteller auf diese Schnittstelle. Bei den Audioanschlüssen gibt es neben dem Kopfhörerausgang und dem Mikrofoneingang häufig noch einen digitalen Audioanschluss, um 5.1 bzw. 7.1 Audiodaten an eine Surroundanlage zu übertragen.

Toshiba Satellite A300-18K

ToshibaSatellite A300-18K
www.toshiba.de
1099 Euro

Notebook

Weitere Details

71 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
befriedigend

Welche Anschlüsse es mittlerweile gibt und was der Strompfeil neben dem USB-Port bedeutet, erfahren Sie auf der nächsten Seite...

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