Testbericht

Teil 2: Test: NavGear GT-43 3D

Inhalt
  1. Test: NavGear GT-43 3D
  2. Teil 2: Test: NavGear GT-43 3D

Navigation: das NavGear GT-43 3D im Praxistest

Licht und Schatten präsentiert das NavGear im Praxistest. Erfreulich ist die übersichtliche Darstellung aller relevanten Daten auf dem Display, der einstellbare Automatik-Zoom, der zwischen weitläufigen Karten-Übersichten und einer detaillierten Straßenführung intelligent rein und raus switcht sowie ein hilfreicher Spurassistent, der einem überraschende Spurwechsel weitgehend erspart. Schade nur, dass dieser Spur-Assistent nur auf Autobahnen und Schnellstraßen zuverlässig auftaucht. In München am Mittleren Ring ploppte er mal auf, mal nicht.

NavGear StreetMate GT-43 3D

© Archiv

Ab 129,90 Euro beim Versandhändler Pearl zu erwerben: das multimediale Navigationssystem NavGear StreetMate GT-43 3D.

Einen Nebenjob scheint Katja Burkhard vom RTL Mittagsmagazin "Punkt 12" gefunden zu haben: sie gibt jetzt Fahranweisungen bei NavGear. Zwar meldet sie sich im Navi als "Katrin v3.1", man meint sie aber recht rasch am Lispeln zu entlarven. Entsprechend motiviert und manchmal schon penetrant moderiert Katrin dann auch das bevorstehende Fahrgeschehen. Bis zu fünf Mal meldet sich Katrin zu Wort, bis man zum Beispiel einen Kreisverkehr erfolgreich hinter sich brachte. Auch auf Geschwindigkeits-Übertretungen weist sie mit einer gewissen Vehemenz hin.

All das ist aber nicht wirklich schlimm und vor allem abstellbar. Gefährlicher wirken die Satzbausteine, die Katrin manchmal in der falschen Reihe von sich gibt. Es macht eben einen gewaltigen Unterschied, ob es heißt [in 200 Meter] [rechts abbiegen] oder Madam mal kurz die Reihenfolge ändert und erzählt [rechts abbiegen] [in 200 Meter]; vor allem wenn sich vor einem eine unmittelbare Abbiege-Möglichkeit auftut - wer in der Fremde nicht schon verunsichert ist, wird es spätestens dann sein.

Noch mehr Verunsicherungen bringen die teils sehr ungenauen GPS-Erfassungen. So wähnte das GT-43 unser Fahrzeug schon hinter einer Kurve und verkündete bereits den nächsten (und falschen) Richtungswechsel, obwohl wir seit zwei Minuten vor der Kurve an der roten Ampel standen. Weiteres Beispiel ist eine Autobahnabfahrt, wo einem das GT-43 gerne recht kulant in Sicherheit wiegt, auf der richtigen Spur zu sein, selbst wenn man sich bereits versehentlich 30 Meter versetzt auf der parallel verlaufenden falschen Ausfahrt befindet.

Akkuleistung: Kaum besser als ein USV-Stromausfallüberbrücker

Vergessen Sie auch manchmal das 12-Volt-Stromadapter-Kabel für Ihr Navi? Dann liegt hoffentlich noch ein ADAC-Straßenatlas irgendwo unterm Beifahrersitz vergraben rum - zumindest wenn das NavGear-System in Ihrer Käufergunst steht. Denn sobald ein Ziel weiter entfernt ist als eine halbe Stunde, lässt einem das GT-43 im Stich. Bei unserem Videodreh hielt es genau 29:17 Minuten durch. Und selbst wer die Stromversorgung permanent im Zigarettenanzünder belässt, muss sich zumindest im Klaren sein, dass ihm das GT-43 als Städteführer im Fußgängermodus oder als Fahrrad-Navigator nur für sehr, sehr kurze Ausflüge den Weg weist.

Fazit: Günstiges Navigationssystem mit etlichen Schönheitsfehlern

Die gute Nachricht zum NavGear StreetMate GT-43 3D: Es bringt einen ans Ziel, mal mehr, mal weniger direkt; so wie die gute alte Ehefrau, die hin und wieder die Karte verkehrt rum hält und vorrangig darauf bedacht ist, dass man ja nicht zu schnell fährt. Diesen Part beherrscht Katrin v3.1 im Navi übrigens auch exzellent. Immerhin lässt sich Katrin diesbezüglich den Mund verbieten.

NavGear StreetMate GT-43 3D

NavGear StreetMate GT-43 3D

Pearl NavGear StreetMate GT-43 3D (D-A-CH + HS-EU)
Pearl Agency
149,90 Euro

www.pearl.de

Weitere Details

65 Prozent

Fazit:Günstiges Navi mit einigen Macken und Eigenarten

3/5
befriedigend
Preis-Leistung
noch befriedigend

Zumeist lässt sich über Katrin aber eher schmunzeln. Was richtig nervt sind die langen GPS-Kalibrierungszeiten nach jedem Einschalten, was die Abfahrt schnell um fünf Minuten verzögert, die oftmals ungenaue GPS-Ortung, die viel zu kurze Akkulaufzeit und das Durcheinanderwürfeln der Textbausteine ([rechts abbiegen] [in 200 Meter]). Außerdem wirkt sich das Fehlen eines TMC-Receivers negativ aufs Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Punkten können die Display-Qualität samt seiner gelungenen Anzeigen-Aufteilung, der Spur-Assistent (soweit präsent), die intelligente Kartenzoom-Funktion sowie seine diversen multimedialen Abspieltalente. Und was wir auch nicht verschweigen wollen: Dem NavGear liegt ein gedrucktes, deutsches und sehr gutes Handbuch bei - ein Extralob dafür!

Kurzum: Der Kunde bekommt mit dem NavGear StreetMate GT-43 3D prinzipiell ein relativ preiswertes Navigationssystem, muss aber lernen, mit den Macken seines elektronischen Beifahrers auszukommen.

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