Testbericht

Teil 2: TEST: Fünf Webradios zwischen 200 und 300 Euro im Vergleich

Funkverbindung bevorzugt

Wer einen Breitbandanschluss mit Flatrate besitzt, bringt in der Regel auch schon die zweite wichtige Voraussetzung mit, um ein Webradio betreiben zu können: den WLANRouter. Dieser stellt über ein integriertes (oder externes) Modem eine Online-Verbindung her und verteilt den Internetzugang auf alle Geräte, die drahtlos oder per Kabel an dem Router angeschlossen sind. So erhält Ihr Webradio überall in Reichweite des WLANs den zum Empfang von Internetradio erforderlichen Online-Zugang. Die Verbindung zu Ihrem WLAN-Router stellen Sie über das Display des Webradios her. In der Regel wählen Sie dabei mithilfe eines Assistenten den Namen Ihres WLANs (SSID) aus und geben dann das WPA-Passwort der WLAN-Verschlüsselung ein. Im folgenden Artikel "Webradio einrichten" ab Seite 126 beschreiben wir anhand unseres Testsiegers, dem Philips NP2900 Stremium, wie Sie ein Webradio drahtlos ins Heimnetz einbinden und dessen wichtigste Funktionen nutzen.

Alle Geräte im Test greifen auf mindestens einen Webradio-Provider wie beispielsweise vTuner zurück. Dieser versorgt das Gerät immer mit den aktuellen Adressen der zahlreichen aktuell verfügbaren Radiostationen. Das umfangreiche Programm der Radio- Provider lässt sich meist den eigenen Wünschen anpassen. Hierzu ist dann jedoch eine Registrierung des eigenen Webradios auf der Homepage des Anbieters erforderlich. Ebenfalls getestet haben wir bei den Geräten die Wiedergabe von Musikdateien verschiedener Formate (MP3, WMA, FLAC, WAV, OGG) aus dem Heimnetz inklusive der Navigation in den vom Media-Server bereitgestellten Verzeichnissen. Als einfacher Media-Server kann dabei jeder Rechner im Heimnetz auftreten, der den Windows Media Player 11 mit aktivierter Medienfreigabe eingerichtet hat. Neben der Wiedergabe von Internetradio und Musik aus dem Heimnetz bieten einige unsere Testgeräte auch Tuner für FM-Radio oder DAB. Sollte der Online-Zugang einmal gestört sein, lassen sich so wenigstens die lokalen Radioprogrammme nutzen.

Quick-Info

Grundig Cosmopolit 7 Web
Internet
www.grundig.de
Preis
249,00 €
Preis/Leistung
befriedigend
Weitere Details

72 Punkte

Fazit:
Der Cosmopolit 7 Web ist ein multifunktionaler, Strom sparender Allrounder. Etwas störend ist allerdings der bei leiser Lautstärke deutlich summende Lautsprecher.

Die Testergebnisse im Einzelnen

Zunächst die Gemeinsamkeiten: Alle fünf Testkandidaten haben einen WLAN-Anschluss integriert, besitzen mindestens einen Lautsprecher und sind alle mit einem unbefristeten Abonnement eines Webradio-Providers ausgestattet, der sich um die Aktualität und Kategorisierung der vielen Tausend Online-Radiostationen kümmert. Immerhin drei Hersteller, nämlich TerraTec, Grundig und dnt liefern ihren Geräten ein ausgedrucktes Handbuch mit, bei Philips ist das PDF-Manual auf CD, bei Pure muss man es von der Homepage herunterladen. Alle Hersteller liefern Ihren Geräten eine Fernbedienung mit, beim Pure Evoke Flow kann diese gegen einen Aufpreis von 36 Euro bestellt werden.

© Archiv

Das Cosmpolit 7 Web von Grundig gibt neben Web- und FM-Radio auch DAB-Radiosender wieder.

Dasselbe gilt übrigens auch für den ChargePAK, einen speziellen Akku, mit dem das Pure Evoke flow ohne Netzteil betrieben werden kann. Hier werden dann nochmal 50 Euro fällig. Nichtsdestotrotz ist das Pure Evoke flow das vom Design und der Verarbeitung her gelungenste Webradio in unserem Testfeld - und Schönheit will eben bezahlt werden. Schade nur, dass die Benutzeroberfläche Englisch ist und der automatische Uhrzeitabgleich keine Sommerzeit unterstützt. Der Klang des integrierten Lautsprechers hingegen kann überzeugen. Auch lässt sich das schicke Radio mit einem externen Lautsprecher auf Stereo aufrüsten - gegen Aufpreis natürlich. Konfiguration und Bedienung Die Einrichtung eines Webradios besteht vor allem darin, das Gerät über WLAN mit dem Heimnetz sprich: WLAN-Router zu verbinden. Bei fast allen Webradios muss hier die WPA-Passphrase des WLANs umständlich über Fernbedienung oder Radiodrehtaste eingegeben werden.

Quick-Info

Pure Evoke flow
Internet
www.pure.com/de
Preis
250,00 €
Preis/Leistung
befriedigend
Weitere Details

70 Punkte

Fazit:
Ein sehr schickes, hochwertig verarbeitetes Webradio mit vollem Klang, bei dem Fernbedienung und auch der Akku für den portablen Betrieb leider extra kosten.

Allein unser Testsieger von Philips stach mit seiner WPS-Unterstützung alle übrigen Kandidaten aus - vorausgesetzt Ihr WLAN-Router unterstützt die Verschlüsselung per Knopfdruck. Auch in Sachen Bedienung und Benutzerführung konnte das Philips NP2900 voll überzeugen, wobei hier auch das großzügig angelegte, farbige Display seinen Teil beiträgt.

Die Navigation in Song- und Radioverzeichnissen ist intuitiv und unserer Meinung nach sehr gelungen. Nur das Noxon iRadio Cube kann dem Philips-Gerät in dieser Disziplin noch das Wasser reichen. Schade allerdings, dass TerraTec in seine Noxon-Reihe nach wie vor dasselbe, inzwischen etwas altmodisch wirkende Display verbaut. Etwas verwundert hat uns hingegen die Bedienung des dnt IPmicro. Trotz großzügiger Fernbedienung war es hier beispielsweise nicht möglich, während des Abspielens eines Radiosenders oder eines Songs vom UPnPServer in eine andere Menü-Ebene zu wechseln - ohne vorher die Musikwiedergabe zu stoppen. Das zeigt sich auch an der Fernbedienung des IPMicro, da hier die Funktionen "Esc" (Verzeichnisebene höher) und "Stop" auf einer gemeinsamen Taste liegen. Probleme in Form von starken Verzögerungen gab es zudem beim UPnP-Zugriff (Windows Media Player) auf größere Musiksammlungen (400 Alben).

Quick-Info

dnt IPmicro
Internet
www.dnt.de
Preis
200,00 €
Preis/Leistung
befriedigend
Weitere Details

65 Punkte

Fazit:
Obwohl das IPmicro viele Sonderfunktionen bietet, weist es einige Bedienungsmängel auf. Auch die Leistungsaufnahme von 10 Watt im Stand-by ist zu hoch.

Den Testsieger, ein Fazit sowie ein Glossar lesen Sie auf der letzten Seite...

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