Testbericht

Teil 2: TEST: Fünf Laser-Multifunktionsgeräte ab 160 Euro im Vergleich

Vorteile der Laserdrucker

Im Gegensatz zu Tintenstrahldruckwerken hat man bei Lasergeräten erheblich weniger Ausfälle. Die Druckdüsen von Tintenstrahlern trocknen insbesondere dann sehr gerne ein, wenn die Geräte vom Stromnetz getrennt werden und ihre zyklischen Reinigungsvorgänge nicht durchführen können. Dass die Tinte zwar auf dem Papier besonders schnell trocknen, aber in den Druckdüsen über Tage und Wochen stets flüssig bleiben soll, ist ein Gegensatz, den noch kein Hersteller vollständig überwinden konnte. Toner ist da deutlich pflegeleichter. Ein Laserdrucker muss auch nicht ständig unter Strom stehen. Den kann man ruhig mal für die Weltreise in die Rumpelkammer stellen und nach einem halben Jahr, wenn man zurück ist, wieder anschließen und sofort Antworten auf überfällige Mahnungen ausdrucken. Gelegentlich mag es vorkommen, dass ein Toner, der in feuchten Räumen gelagert wird, etwas Feuchtigkeit anzieht und verklumpt. Im Keller eines Altbaus könnte die Lagerung deshalb ein paar Probleme aufwerfen.

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Scanaufträge kann der HP nur vom PC aus starten. Eine "Scantaste" gibt es nicht.

Aber in solchen Räumen sollte man generell keine elektronischen Geräte aufbewahren. Natürlich werden auch weiterhin Tintenstrahlmultifunktionsgeräte gekauft. Besonders deren Fotodruckqualität ist hier meist ein entscheidender Grund. Die Fotoqualität eines 60-Euro-Tintenstrahlers übertrifft bei Weitem die eines 2000-Euro-Farblaser-Gerätes. Auch wenn es eigentlich kostengünstiger wäre, seine Bilder bei einem Online-Dienst entwickeln zu lassen, schätzen doch viele Fotofreunde die heimische Produktion ihrer Bilder.

Kosten

Für große Unternehmen lohnt es sich, die so genannte TCO, die Total Cost of Ownership, für ein Gerät zu ermitteln. Das ist ziemlich aufwändig. Wir ermitteln den Anschaffungspreis, die Kosten für eine Druckseite ohne Papier und die Stromkosten für ein Jahr. Dabei gehen wir davon aus, dass das Gerät ständig am Stromnetz verbleibt und insgesamt 7200 Dokumente gedruckt werden. Den Löwenanteil an den Stromkosten stellt die Standby-Zeit. Die geringsten Kosten verursacht der Canon. Geht man davon aus, dass eine kWh 15 Cent kostet, so belaufen sich die Stromkosten für den Canon auf 14,69 Euro für den Standby-Anteil für ein Jahr und 2,12 Euro für den Druckanteil für 7200 Ausdrucke.

Der Xerox verbraucht am meisten Strom und verursacht nach gleichem Szenario 112,94 Euro für den Standby und 5,23 Euro für die Ausdrucke. Der Unterschied ist erheblich und keineswegs zu vernachlässigen. Wir stellen bei diesem Test alle Geräte auf die kürzeste "Nachheiz-Zeit" ein, die meist 5 Minuten nicht überschreitet. Allerdings liefern viele Hersteller ihre Lasergeräte mit deutlich längeren Heizperioden aus, um eine schnelle Druckbereitschaft für eine längere Zeit zu gewährleisten. Wer Strom sparen möchte, sollte dies unbedingt korrigieren.

Nicht ganz so deutlich sind die Kostenunterschiede bei den Seitenkosten der einzelnen Testkandidaten. Zwei Geräte im Test, der Konica Minolta und der Xerox, gestatten die Auswahl zwischen stark und weniger stark befüllten Tonern. Wir gehen davon aus, dass auch Sie zu den großen, wirtschaftlicheren Tonern greifen und haben unsere Berechnungen daraufhin durchgeführt. Insgesamt reichen die Tonerpreise für eine Druckseite von 2 bis 3,25 Cent.

Welche Unterschiede die Geräte aufweise, erfahren Sie auf der dritten Seite...

Gesamtpunktzahl (100) Druckqualität (25) Geschwindigkeit (25) Ausstattung (20) Instal. Bedien. & Stromverbr. (15) Druckkosten (15)
Canon i-Sensys MF4010 (83) 21 21 18 12 11
Lexmark X203n (69) 19 14 15 11 10
HP LaserJet M1120n (67) 16 22 13 7 9
Konica Minolta PagePro 1380 MF (66) 15 14 13 9 15
Xerox Phaser 3100 MFP (65) 15 13 18 9 10

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