Testbericht

Teil 2: Test: Externe Raid-1-Festplatten

Western Digital My Book Studio Edition II

Selbst wenn man einrechnet, dass im Gehäuse des My Book zwei Festplatten untergebracht sind, ist das silberne Gehäuse mit 10 Zentimetern relativ breit. Das hat den Vorteil, dass die sehr leicht und ohne Werkzeug entnehmbaren Festplatten nicht zu nah beieinander liegen. Die zahlreichen Öffnungen im Gehäuse sorgen zudem dafür, dass das My Book ohne einen eventuell störenden Lüfter auskommt.Neben der obligatorischen USB-2.0-Schnittstelle finden sich an der Gehäuserückseite zwei Firewire- und ein eSATA-Anschluss. Für Kompatibilität ist also gesorgt und theoretisch auch für eine hohe Geschwindigkeit. Theoretisch deshalb, weil Western Digital es, wie leider viele Anbieter externer Laufwerke, versäumt, ein eSATA-Kabel beizulegen. Warum sich auch der einzige Einschaltknopf an der Gehäuserückseite befindet, wissen wohl nur die Entwickler.Vorkonfiguriert kommt das Laufwerk mit einem RAID-0-Verband der beiden Platten. Das verspricht höhere Geschwindigkeiten und die Nutzung der Platten als ein logisches Laufwerk. Während letzteres als bequem erachtet werden mag, ist ein Geschwindigkeitsvorteil allenfalls mit eSATA als Verbindung merkbar. Außerdem sind RAID-0-Verbünde anfällig gegen Datenverluste. Beim Ausfall eines Laufwerks sind im Gegensatz zum Spanning die Daten beider Festplatten dahin.

© Archiv

Das Gehäuse des My Book ist ein echter Hingucker. Muss wohl auch so sein, da sich das Produkt auch an Design-verwöhnte Apple-User richtet. Als einziges Laufwerk ist es mit USB, Firewire und eSATA ausgestattet und kommt ohne Lüfter aus.

Über USB angeschlossen, bringt es das My Book an unserem Testsystem lesend und schreibend auf bis zu 31,4 MByte/s, was etwas unter der Leistungsfähigkeit des Mainboard-Controllers liegt. Mit eSATA kamen wir auf Geschwindigkeiten von bis zu 109 MByte/s (RAID 0) und 91 MByte/s (RAID 1). Als Software legt WD unter anderem Memeo AutoSync und WD Anywhere Backup bei. Die Verschlüsselung erfolgt bei AutoSync mittels des freien TrueCrypt.Ärgerlich ist, dass man sich für die Backup-Software registrieren muss und das Programm AutoSync nur als Testversion beiliegt. Die ebenfalls enthaltenen Google-Tools dürften auch nur wenige Käufer zu Beifallsstürmen hinreißen. Immerhin wird man bei der Installation der Software deutlich darauf hingewiesen, welche Komponenten installiert werden und hat dort die Möglichkeit, die einzelnen Pakete abzuwählen.

Testprofil

Western DigitalMy Book Studio Edition II
www.wdc.com
349 Euro

Externe Festplatte

Weitere Details

82 Prozent

Fazit:Ohne Lüfter und mit dem schnellen eSATA als Schnittstelle kann das My Book rundweg überzeugen. Nur beim Software-Angebot könnte Western Digital besser noch nachbessern.

Testurteil
gut

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