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Testbericht

Teil 2: TEST: Blu-ray-Heimkino-Systeme von Sony und LG im Vergleich - Boxen und Player

Beide Sets schmücken sich mit der Wiedergabemöglichkeit für die hochauflösenden HD-Tonformate von Dolby und DTS. Der separate Sony-Player kann allerdings nur LPCM-Signale mit maximal 7.1 Kanälen ausgeben und der Decoder der Steuerzentrale ist nicht für die Verarbeitung von nativem HD-Ton ausgelegt. Der LG-Einteiler macht auf dem Weg von der Blu-ray-Disc zu den Lautsprechern aus den hochauflösenden 7.1-Kanal-HD-Tonspuren 5.1-Kanalinformationen, ohne sich dabei in die Karten schauen zu lassen.

© Archiv

Sony HTP-BD 3 SF

Das zweiteilige Sony-Set bietet etwas mehr Flexibilität. Dafür müssen Sony-Besitzer einige Umstände in Kauf nehmen. Gemeinsam mit einem Knopfdruck einschalten ließen sich beide Teile nicht, trotz HDMI-Verbindung. Zumindest in der Grundeinstellung wie sie aus der Kiste kommen. Lediglich wenn die beiden einen Bravia-Fernseher von Sony erkennen, sollen sich ihre HDMI-Steuerungen automatisch aktivieren. Auch an anderer Stelle lohnt es sich, sich mit dem Sony Blu-ray-Player länger zu befassen. Wer nach dem Auspacken neidisch auf die kurzen Ansprechzeiten des reaktionsschnellen LG-Laufwerks schielt, braucht nicht gleich entnervt die Flinte ins Korn zu werfen. Der BDP-S 350 lässt sich in den Tiefen der Menüs auf Schnellstart umschalten und zeigt dann gleich nach dem Aufwachen aus dem Standby deutlich mehr Einsatzfreude.

Äpfel gern gesehen

Mit der ausklappbaren Dockingstation integriert LG den iPod und sogar das iPhone. Neben Musik lassen sich damit auch Videos vom Apple-Player wiedergeben. Das HB 954 PB bietet zudem das sogenannte USB- Direct-Ripping von eingelegten CDs auf ein angedocktes USB-Speichermedium.

Ebenfalls auf diese Zielgruppe zielt der MP3-Upscaling-Klangmodus, der komprimierte Musik klanglich aufwerten soll. Damit nicht genug: Das HB 954 PB streamt sogar DivX-Dateien via USB von Speichersticks und Festplatten, was Film-Rippern große Programmvielfalt eröffnet. Sony hält mit dem Digital Media Port eigenen PCs, Handys oder MP3-Playern eine direkte Hintertür offen. Beide Systeme halten via Ethernet-Buchsen Anschluss zum Internet, um etwa Bonusfunktionen von BD-ROM-Discs mit BD-Live-Funktion zu nutzen.

© Archiv

Der Blu-ray-Player bietet zahlreiche Ausgänge, darunter HDMI, Digital-Audio, Komponente undS- VHS. Der Receiver hat einen Digital-Media- Port zum Anschluss von Sony-Handys und PCs sowie verwechslungssichere, aber einschränkende Lautsprecher- Anschlüsse.

Bild mit Verwöhnfaktor

Auf der Video-Seite verwöhnen beide Systeme mit integrierten Scalern, die DVDs auf 1080p hochrechnen und damit auf großformatigen Bildschirmen den Abstand zur hochauflösenden Blu-ray-Disc etwas verkürzen sollen. Zudem unterstützen beide x.v. Colour für größeren Farbumfang und können Bilder via HDMI mit 1080p und 24 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Damit sind beide Systeme in Sachen Bild auf der Höhe der Zeit.

Im ersten Hörtestdurchgang hatte das Bild allerdings noch informellen Charakter. Auf dem Fernsehschirm zeigte LG die besseren CD-Menüs. Auch die Klangdarbietung brauchte sich nicht zu verstecken. Die Musik löste sich sehr gut von den schlanken Säulen, die Bühne mit Tori Amos und ihrer Begleitband "Live At Montreux - 1991 & 1992" (Montreux Sounds SA) schien frei im Raum zu stehen.

Sehr lebendig kam auch das Geburtstagskonzert von Thomas Dolby "40" (Lost Toy People). Der Subwoofer zeigte sich allerdings im Titel "One of Our Submarines" eher von der brummigen, denn präzisen Seite. Was die Verfärbungsarmut von Stimmen betrifft, ließ es sich mit dem LGSet ganz gut leben, obwohl die Neutralität nicht ganz an HiFi-Spezialisten heranreicht und HiFi-Spezialisten in dieser Klasse auch gemeinhin höhere Lautstärken problemlos abkönnen.

Testprofil

SonyHTTP-BD 3 SF
www.sony.de
800 Euro

5.1 Blu-ray-System mit separatem Player

Weitere Details

72 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

In der maximalen Lautstärke wirkte das Sony noch begrenzter als das LG. Immerhin produzierten die beiden Heimkino-Ensembles auf Abwegen im CD-Betrieb keine übertrieben hohen Verzerrungen, wenn der Anschlag der Lautstärkeregelungen erreicht war. Obwohl das HTP-BD 3 SF dynamisch nicht ganz an den koreanischen Rivalen heranreichte, sammelte es Punkte. Es klang eine Spur verfärbungsfreier, was vor allem Stimmen natürlicher und ausdrucksvoller wirken ließ. Der Sony-Sub erzeugte außerdem einen konturierteren, knackigeren Bass. Auch beim HTP-BD 3 SF löste sich die Musik recht gut von den Boxen. Unterm Strich eignet sich das Sony-Set etwas besser für Musikwiedergabe als das LG-System.

Weitere Details sowie ein Fazit finden Sie auf der letzten Seite...

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