Testbericht

Teil 2: Test Aldi-PC: Medion Akoya P7700 D für 699 Euro mit Blu-ray und Quad-Core-CPU

27.5.2009 von Redaktion pcmagazin und Andy Ilmberger

ca. 3:45 Min
Testbericht
  1. Test Aldi-PC: Medion Akoya P7700 D für 699 Euro mit Blu-ray und Quad-Core-CPU
  2. Teil 2: Test Aldi-PC: Medion Akoya P7700 D für 699 Euro mit Blu-ray und Quad-Core-CPU

Ausstattung: Laufwerke und Features des Aldi-PC Medion Akoya P7700 D

Zum Ablegen von Daten, Videos, Bildern und Musik dreht eine sehr schnelle SATA-Festplatte von Hitachi (HDT721010SLA) mit 1-TB Speicher-Kapazität und 7.200 Umdrehungen pro Minute ihre Runden. Mit unserem Benchmark HD-Tach kommt die Hitachi-Platte auf eine Datenübertragungsrate von superben 93,1 MB/s - ein Top-Wert für eine einzelne Platte. Wem 1.000 GB immer noch in Platzängste treibt, kann auf der an der Oberseite befindlichen Festplatten-Docking-Station Medion Datenhafen2 für HDDrive2go-Laufwerke noch Speicherkapazität nachrüsten. Eine entsprechende externe Festplatte muss der Kunde aber optional nachrüsten. Darüber hinaus steckt ein Blu-ray-Kombo-Laufwerk von LG (CH08) im System, welches CDs und DVDs brennen (16x) und BD-Disks (8x) lesen kann. Damit Blu-ray-Filme ihren Weg auch auf den Fernseher finden, ließ Medion neben einem DVI-I- und VGA-Anschluss zusätzlich einen ein HDMI-Ausgang auf die Grafikkarte integrieren, womit sich Bilder und der 7.1-Sound problemlos ausgeben lies.

Aldi: Quad-Core-PC mit Blu-ray-Laufwerk - Medion Akoya P7700 D für 699 Euro
Der Multimedia-PC Medion Akoya P7700 D für 699 Euro.
© Archiv

Als Netzwerkchip nutzt Medion Intels 82562V, der allerdings nur Fast-Ethernet unterstützt. Wer lieber ohne Kabel surft, kommt über WLAN mit den Standards IEEE 802.11 b/g/n ins Internet. Alle weiteren Anschlüsse finden Sie bereits auf Seite 1 aufgelistet. An Software-Programmen liegen die bei Aldi beziehungsweise Medion die üblichen mehr oder weniger sinnvollen Anwendungen mit im Paket. Im Einzelnen wären dies: - Microsoft Windows Vista Home Premium 32 Bit inkl. Service Pack 1 (64 Bit Recovery DVD zusätzlich im Lieferumfang enthalten) - MEDION Home Cinema Suite - Power DVD 9 ultra, Power Producer 5, Power Director 7, Media Show - Microsoft Office Home and Student 2007 Trial Edition 60 Tage Testversion - Microsoft Works 9.0 - Corel Draw Essentials 3 - Corel Media One - BullGuard Internet Security Paket Inkl. 90 Tage Update aus dem Internet - Cyberlink Power2Go 6 - Symantec System Recovery

Qualität: Verarbeitung und Lautstärke beim Aldi-PC Medion Akoya P7700 D

Grundsätzlich kann man über die Verarbeitung nicht viel meckern. Gelernte Elektriker haben zwar mit Sicherheit schon elegantere Kabelbäume gebunden als den Kabelknäuel im Inneren des Aldi-PCs. Gehäuselüfter sparte sich der PC-Hersteller Medion beim Akoya P7700 D. Die dicke Luft im Rechner-Gehäuse entsorgt allein der 12-cm-Lüfter an der Unterseite des Netzteiles. Der CPU-Lüfter pustet die am Prozessor entstehende Hitze über einen trichter direkt aus der Seite des Gehäuses nach außen. Zudem erfreut sich die Grafikkarte einer aktiven und dennoch moderaten Luftkühlung. Im Idealfall hätte Medion unten vorne noch einen leisen Lüfter hinter die Front geschraubt, um zusammen mit dem Netzteillüfter einen frischen Luftzug herzustellen. Ob die hier vorgestellte Lösung ausreicht, zeigt sich meistens erst nach der dreijährigen Garantiezeit, weil durch erhöhte Hitze die PC-Komponenten im besten Falle einfach schneller altern. Nur im schlimmsten Falle kommt es vor allem in der kommenden Hitze zu sporadischen Abstürzen. Etwaiges lästiges Verhalten legte der Medion Akoya P7700 D aber trotz des bislang heißesten Tages dieses Jahres nicht an den Tag.

Test: Aldi-PC Medion Akoya P7700 D für 699 Euro mit Blu-ray und Quad-Core-CPU
Der oben rechts am Netzteil erkennbare Netzteillüfter sorgt allein für die Frischluft im Medion Akoya P7700 D, dafür pumpt der CPU-Lüfter die Abwärme direkt über einen Trichter aus dem Gehäuse.
© Archiv

Warum sich Medion jeden Lüfter nur allzu gerne spart, liegt auf der Hand. Erstens spart das pro Rechner ein paar Euro Materialkosten und zweitens erhöht jeder noch so leise Lüfter das Grundrauschen, was spätestens bei der Verwendung als Wohnzimmer-PC unangenehm auffällt. Und tatsächlich gibt sich Aldis Multimedia-Rechner richtig leise. Zwar ist er nicht unhörbar, aber ab rund ein bis zwei Meter Abstand nimmt man das leise Rauschen der Lüfter nicht mehr wahr.

Punkten kann der Medion Akoya P7700 D auch in Sachen Energie-Sparsamkeit. Läuft der Rechner im Idle-Mode - also ohne Aufgabe einfach so vor sich hin - hält er sich mit moderaten 74 Watt Stromverbrauch bei Laune. Verlangt man dem Rechner und insbesondere der CPU oder der Grafikkarte Höchstleistungen ab, steigt die Verlustleistung auf ebenfalls sparsame 110 bis 115 Watt an. Andere Rechner von der Stange verbraten da schon mal 150 bis sogar 200 Watt aus der Steckdose.

Durchdacht hat Medion auch die Vielfalt und Platzierung der Anschlüsse. Hinter der Frontklappe findet der Nutzer alle Schnittstellen, die man für einen schnellen Datenaustausch via USB-Stick, USB-/Firewire-Festplatte oder Speicherkarte benötigen könnte. Die restlichen Ports (Auflistung siehe Seite 1) befinden sich entsprechend auf der Rückseite.

Fazit zum Medion Akoya P7700 D: Sparsam, leise und schnell, solange man kein Zocker ist

Zwar gibt es trotz des Hochglanz-Looks sicherlich schönere Geräte, die man sich zu Hause neben den Fernseher stellen könnte, als den Medion Akoya P7700 D. Wer sich an PC-Gehäusen aber nicht stört oder der Schreibtisch ohnehin in Fernsehnähe steht, ergattert mit dem neuen Aldi-PC durchaus eine potente, leise und sparsame Multimedia-Maschine. Das DVD-/Blu-ray-Laufwerk füttert den Flachbildschirm mit Filmen bis hin zur HD-Qualität, die 1-TB-Festplatte beherbergt locker jedes MP3-Musik-, JPG-Bild- und DivX-Video-Archiv und der Prozessor mit vier Kernen encodiert einen Spielfilm (je nach Qualität) schnell mal während dem Abendessen um, um den Kinoabend zu retten. Nur das Spielerlebnis fällt recht mau aus, erst recht wenn man einen großen HD-Bildschirm damit speisen möchte. Aktuelle Spiele mit hoher Detailtiefe sind mit der verbauten Nvidia Geforce GT 230 kaum zu spielen. Leute ohne Spieltrieb bekommen aber einen kostengünstigen und soliden Unterhaltungs- und Arbeits-Rechner und können bedenkenlos zugreifen.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links

Marvel-Filme- und -Serien: Das ist die richtige Reihenfolge

Neuerscheinungen in der Übersicht

Netflix: Neue Filme und Serien

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Video: Neuheiten

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Battlefield Hardline zeigt viel Potenzial. Kann es das auch nutzen?

Ego-Shooter

Battlefield Hardline im Test - Shooter mit großem Potenzial

Wir haben Battlefield: Hardline im Test. Ob der aktuelle Teil der Serie mit dem Polizisten-Szenario frischen Wind ins angestaubte Ego-Shooter-Genre…

The Witcher 3: Wild Hunt Screenshot

Story, Gameplay, Spielzeit & Co.

The Witcher 3 Wild Hunt im Test - Grandioser Abschluss der…

Wir haben The Witcher 3: Wild Hunt im Test. Mit dem Ende der Saga um den Hexer Geralt von Riva will CD Projekt Red ein krönendes Finale schaffen. Ob…

Netgear Nighthawk X6 (R8000)

Router

Netgear Nighthawk X6 (R8000) im Test

86,0%

Statt Wave-2-AC-WLAN bietet der Netgear Nighthawk X6 zwei separate 1.300-MBit-Funkmodule im 5-GHz-Band. Wir haben den Router im Test.

F1 2015: Screenshot

PS4-Release

F1 2015 im Test

F1 2015 muss sich unserem Test unterziehen. Und was wir beim neuesten Rennspiel von Codemasters feststellen, erfreut uns nicht auf ganzer Linie.

Rory McIlroy PGA Tour, Test, review, ps4, release

Golf-Spiel für PS4

Rory McIlroy PGA Tour im Test - Abschlag in ein neues…

Im Test zu Rory McIlroy PGA Tour zeigen wir, dass sich für das Golf-Spiel von EA nicht nur der Name geändert hat.