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Testbericht

Teil 2: TEST: 20.000 Euro-Anlage von Burmester mit Boxen, Receiver, CD

Inhalt
  1. TEST: 20.000 Euro-Anlage von Burmester mit Boxen, Receiver, CD
  2. Teil 2: TEST: 20.000 Euro-Anlage von Burmester mit Boxen, Receiver, CD

Weg und Wille

Doch war der Wille eher eine sehr homogene Schallabstrahlung und einen tonal perfekten Übergang zwischen Mitteltöner und Tweeter zu erreichen. Das klappte, wie die Messungen im Video-HomeVision-Labor dokumentieren. Um den sensiblen Mittenbereich nicht durch Wechselwirkungen über eingeschlossene Luftvolumen zu gefährden, spendierte Stark dem Nobelchassis mit Kohlefasermembran ein eigenes asymmetrisch geformtes Gehäuse im Korpus der B 20.

© Archiv

Burmester 082

Strippen mit stattlichem Querschnitt übertragen die Signale von der prächtig bestückten Weiche bis zu den Tönern. Der Bass residiert in der Seite der Boxen, das ermöglicht die ansprechend schlanke Frontpartie. Technisch ist der Tieftöner nicht alltäglich, denn er besitzt eine oval geformte Pappmembran und eine gefaltete Sicke, die ihm einen respektablen Hub gestattet.Die Anbindung an Grundton und Mitten gelang absolut stimmig. Außer einer sanften Mittenbetonung verläuft der Frequenzschrieb der B 20 bis über 20 Kilohertz tadellos. Messtechnisch stehen damit alle Signale auf Grün.

Laune und Lust

Klanglich allerdings, frisch nach dem Auspacken, war etwas Geduld gefragt, denn die Speaker gaben sich ein wenig launisch, spielten bedeckt und spröde. Nach einem Tag des Einspielens mutierten die B 20 aber vom Schoßtierchen zur Raubkatze: geschmeidig, athletisch und stets sprungbereit.Ob Top-Sopran Elly Ameling oder die mal leicht quietschig, mal heiser tönende Stimme von Paul Heaton ("Beautiful South"), die Boxen zeichneten jede noch so kleine Schwebung nach, ohne sich auch den Hauch eines analytischen Anstrichs zu geben. Interpreten kamen mit genau dem richtigen Maß an Korpus daher und in korrekter tonaler Balance. Die Lautsprecher richteten das Gesamtgeschehen stets nach vorne auf die Hörposition hin.

Testprofil

Burmester082 Verstärker
www.burmester.de
8.000 Euro

Verstärker

Weitere Details

93 Prozent

Testurteil
überragend
Preis/Leistung
befriedigend

Bässe schmetterten sie zwar nicht ultratief, dafür mit selten gehörter Genauigkeit; sie konnten aber auch ganz anders. Wenn beispielsweise das Fell einer großen Kesselpauke gefühlvoll geschlagen wurde, breiteten sich die Basswogen fast unmerklich doch ungemein nachhaltig aus. Stark gelang das Kunststück, den Modellen eine herausragende Auflösung anzuerziehen ohne diese Tugend mit einem Mangel an Natürlichkeit zu erkaufen.Das gilt ebenso für den CD-Player 061, der in den Disziplinen Feindynamik und Präzision die Grenzen des Machbaren erreicht und mit gutem Grund den Referenztitel trägt. Die Leistungen des Verstärkers sind schnell auf den Punkt gebracht: Sie werden die Musik würdigen, das Werk, die Inhalte, die ein Komponist oder Interpret vermitteln will.Sie werden nicht an Technik denken. Wenn ein Amp, eine ganze Kette, wie im vorliegenden Fall so agiert, sich nicht selbst, sondern die Musik in den Fokus rückt, dann hat das Ausnahmestatus und macht einfach Lust auf Musik.

© Archiv

Aus einem Guss: Obwohl jede Komponente einen eigenständigen Stil besitzt, gelingt optisch ein vollendetes Zusammenspiel. Klanglich gilt das ohnehin. Ganz konsequente Gemüter nutzen die hauseigenen Boxenkabel "Blu" und die NF-Verbinder "Silver".

Tipp: Aufstellung

Dank der verschließbaren Reflexöffnungen spielen die B 20 auch wandnah ohne aufgedickten Bass. Ideal ist eine freie Aufstellung mit einer Basisbreite von etwa zwei Metern und parallel ausgerichteten Boxen. Bei höherer Basisbreite die Speaker leicht anwinkeln. Der Hörabstand sollte nicht deutlich über drei Meter ausfallen.

Fazit

Gewiss gibt es ähnlich viel Klang bereits für weniger Geld. Doch sind Burmester-Produkte "mehr" als nur technische Geräte, sie stehen für Beständigkeit, für Ingenieurskunst, schlicht für Klasse. Das ist Luxus ohne Beigeschmack. Wer hier investiert, kann sich zurücklegen und das Thema HiFi getrost für ein Jahrzehnt ad acta legen. Wahre Werte haben ihren Preis.

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