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Testbericht

Teil 2: Superflache 42"-LCDs im Vergleichstest

42 LG 6100

LG hat es geschafft, ein schön schlankes Gerät zu entwickeln, in dem die Elektronik (Netzteil, Eingänge, Videoverarbeitung, Display-Treiber), die üblicherweise huckepack hinter dem LCD-Display sitzt, unter die Bildeinheit verschoben wurde. Das Gerät wird dadurch deutlich höher als andere, doch gerade im modernen Ambiente einer Wohnwand mit Low-Board ist das eher als Vorteil zu sehen, da hier Fernseher sonst eher zu tief stehen. In der unteren Mitte des 42 LG 6100 war wohl etwas Platz, den LG mit Mut zur Lücke gefüllt hat: mit einem Loch. Man kann durch die "scarlet"-rot beleuchtet umrandete Aussparung die Wand hinter dem Gerät sehen. Berührt man ihren chromglänzenden Rand, schaltet sich der Fernseher ein oder aus.

© Archiv

Der 42 LG 6100.

Insgesamt wirkt der Fernseher poppig gepimpt. Angefangen vom voll verspiegelten Standfuß mit Zierstreifen über die knallrot schimmernde Rückwand bis zur schwarzen Hochglanzfront wirkt der Fernseher eher aufdringlich als dezent, aber irgendwie einzigartig. Design ist ja Geschmackssache, anders als die Bildqualität. Hier setzt LG zur Untermauerung der normgerechten Bildaufbereitung sogar auf einen ISF-Modus zur professionellen Kalibration durch Fachpersonal.

Auch ohne diese Hilfe konnten wir die Farbwiedergabe des 42 LG 6100 im Labor perfekt abgleichen, die Einstellungsoptionen hierzu sind umfassend, jedoch ohne Messgeräte nicht anwendbar. Der Farbraum, also die maximale Farbigkeit der Grundfarben, liegt dann exakt auf den Sollwerten. Die Farbtemperatur, also mit welcher Intensität sich diese Grundfarben zu Graustufen zusammensetzen, ist sehr homogen.Für Menschen, die kein Messequipment für mehrere Zehntausend Euro nutzen können, empfiehlt sich das magische Auge des LG, genannt "Intelligent Sensor". Er misst das Außenlicht erstmalig nicht nur auf Intensität, sondern auch auf seine Farbzusammensetzung. Normalerweise sind Lichtsensoren toll, weil sie die Hintergrundbeleuchtung der LCD-Panels regeln können.

© Archiv

Die komplette Rückwand ist knallrot-metallic.

Tagsüber wird mit voller Lichtstärke gespielt, um im sonnendurchfluteten Wohnzimmer hohe Kontraste zu erzielen, abends wird die Beleuchtung automatisch heruntergefahren, was das Auge schont, Strom spart und erheblich bessere Schwarzwerte erzielt. Was aber, wenn das Sonnenlicht farblich anders aussieht als die Raumbeleuchtung (was immer der Fall ist)? Dann wirken TV-Bilder durch den automatischen Weißabgleich des menschlichen Auges tagsüber eher rötlich und abends zu kalt.

Mit dem "Intelligent Sensor" von LG wird das TV-Bild an die Umgebungsbeleuchtung angepasst und wirkt homogener. Leider werden bei dieser Vollautomatik alle Einflussnahmen durch Bildeinstellungen übernommen und manuell geht gar nichts mehr. Für Einsteiger ist dieser Modus jedoch äußerst praktisch, für TV-Normbegeisterte ein Fluch, denn was angenehm aussehen kann, entfernt sich immer weiter von den Standards.LG nennt seine Bildelektronik "Dual XD-Engine FullHD 2008 mit TruMotion und Real Cinema". Es werden 10 Bit verarbeitet und alle wichtigen Eingangsvarianten und Bildformate (z.B. 1080p24 mit Pixel-to- Pixel) sind an Bord. Was dabei am Ende herauskommt, kann nicht ganz mit den Vorgaben mithalten, die Philips und Samsung in diesem Testfeld aufgestellt haben.

Testprofil

LG42 LG 6100
www.lge.de
800 Euro

42-Zoll-LCD-TV

Weitere Details

73 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Philips besitzt eine klar überlegene Bewegungswiedergabe und Quantisierung, Samsung besticht durch etwas mehr Grundschärfe, Durchzeichnung und Brillanz. Aber alles auf höchstem Niveau, so lässt LG beim Blickwinkel den Philips klar hinter sich.

Alle getesteten Geräte besitzen einen USB-Fronteingang. LG akzeptiert hier Fotos und Musik, bietet Multimedialität also immerhin im guten Mittelmaß. Soundtechnisch verspricht die Zusammenarbeit mit High-End-Guru Mark Levinson eine Klangoffenbarung, doch ohne Volumen kann auch er nicht zaubern. Die eigentlich unsichtbaren kleinen Lautsprecher arbeiten für dieses Ziel mehr als ordentlich. Empfohlener Mindest-Sehabstand: TV:3,5m Pal-DVD: 3m HD: 2,5m Eigenschaften: HDMI - 7.1-OUT - SCART

Loewes Art 42 SL im Test - auf Seite 3...

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