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Testbericht

Teil 2: Sanyos billiger FullHD-Beamer im Test

Inhalt
  1. Sanyos billiger FullHD-Beamer im Test
  2. Teil 2: Sanyos billiger FullHD-Beamer im Test

Technik

Der neue kleine Sanyo unterscheidet sich von seinem hoch dekorierten Letztjahresbruder PLV-Z 2000 (2.800 Euro) erst auf den zweiten Blick. Das Gehäuse nebst Objektiveigenschaften ist identisch, das FullHD-Bild hell und scharf. Dass für eine Preishalbierung nicht mehr abgespeckt wurde, ist als sensationell zu bezeichnen. Einsteiger werden begrüßen, dass das Bild in den Werkseinstellungen schon sehr ordentlich abgestimmt ist. Durch Farbraumkorrektor und feinfühlig professionelle Gamma- Anpassung in den Grundfarben lässt sich eine sehr normnahe Bildwiedergabe erzielen. Diese wirkt dann nicht ganz so frisch und etwas flauer als der Werksmodus.Einzig die Grundfarbe Grün lässt sich wie so oft kritisieren. Hier wurde auf ein Filter gesetzt, das mehr Licht durchlässt, jedoch leicht ins Gelbliche abdriftet. Einsteiger werden das nicht bemerken, zumal sie dadurch 10% mehr Helligkeitsausbeute bekommen, als der Konkurrent Mitsubishi liefert. Im Dynamikmodus wirft Sanyo sogar alle Farbvorstellungen über den Haufen und bringt es tatsächlich auf eine gemessene Lichtleistung von 1050 Ansi-Lumen. Kombiniert mit Iris- und Lampenautomatik, die den Schwarzwert auf 0,1 lm senken, wird sogar der in der Werbung angegebene Kontrast von 10.000:1 erreicht - wie gesagt bei absurd falschen Farben, aber durchaus akzeptabel für PowerPoint- Präsentationen.

© Archiv

Sanyo hatte als erster eine Lensshift-Funktion im Portfolio. Sie macht die Aufstellung horizontal wie vertikal variabel, sodass der weiße Beamer sich fast unbemerkt ins Ambiente integriert. Ungemein praktisch im Alltagseinsatz: der Schieber (Bild oben), der sich im Standby motorisch über die Optik bewegt und sie vor Staub und Nikotin schützt.

Setzt man die dynamische Auto-Iris nebst Anpassung der Lampenstärke mäßig ein, entstehen keine negativen Auswirkungen auf die Bildqualität und der Schwarzwert dunkler Szenen senkt sich um gut die Hälfte. Ein In-Bild-Kontrast von knapp 200:1 ist dann ohne diese Tricks auch durchaus lobenswert. Im Wohnzimmer, wo Wand- und Deckenreflexionen heller Bildpartien dunkle Stellen leicht bestrahlen, wäre ein viel dunklerer Schwarzwert sowieso kaum umsetzbar. Die vielen Bildverbesserungsschaltungen wie Rauschfilter und adaptive Schwarz-, Weiß-, und Gammawerte konnten wir deaktiviert lassen, um ein kinonahes Filmerlebnis zu erzielen. Insgesamt bietet dieser Einstiegsbeamer an Ausstattung und Bildfaszination erheblich mehr als erwartet und eignet sich optimal für die Aufrüstung des Wohnzimmers.

Testprofil

SanyoPLV-Z700
www.sanyo.de
1.500 Euro

3-Chip LCD

Weitere Details

71 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Standpunkt Roland Seibt

Ich zähle mich persönlich zu den eingangs erwähnten spinnerten Sonderlingen, die seit über 10 Jahren Heimkinoprojektion betreiben und jedem erzählen, wie sensationell toll das ist. Wenn ich mich jedoch daran erinnere, wie mäßig die Qualität der ersten Geräte, damals immerhin am Laserdisc-Spieler betrieben, war, kann ich meine damaligen Kritiker fast verstehen. PAL-Auflösung hat nie für riesig große Bilder getaugt, Lichtstärke und Schwarzwert der Consumer-Beamer waren nicht annähernd Kinoniveau. Was man heute inklusive Motorleinwand für 2.000 Euro bekommt, hätte damals gut 50.000 DM gekostet, nur unschärfer. Mit Blu-ray und den neuen Beamern kann man FullHD jetzt so richtig genießen. Nur so sieht man wirklich jedes Detail und kann sich entspannt zurücklehnen - mit einer Qualität besser als in vielen Kinosälen.

Bildergalerie

Galerie
Beamer für alle

Sanyos preiswerter FullHD-Beamer PLV-Z 700.

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