Testbericht

Teil 2: Ratgeber für alte Rechner

Inhalt
  1. Ratgeber für alte Rechner
  2. Teil 2: Ratgeber für alte Rechner
  3. Teil 3: Ratgeber für alte Rechner

Wer sich sein Upgrade-Kit dagegen selbst zusammenstellt, hat die freie Auswahl. Will man nicht auf "Live-Updates" des BIOS verzichten, so kann man beispielsweise ein Mainboard von ASUS, MSI oder Gigabyte auswählen. Sollte das Mainboard unbedingt bestimmte Features, wie etwa Firewire oder Gigabit-LAN, haben, so können Preisvergleicher helfen, entsprechende Kandidaten zu finden.

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Intel Pentium 4 @3000 MHz

Bei Geizhals.at gibt es beispielsweise eine wunderbare Hilfe, die einem die Suche nach einem günstigen Mainboard mit ganz bestimmten Features erheblich erleichtert. Das überwältigende Angebot an Hauptplatinen, beispielsweise für den 775-Sockel, kann durch eine "Feature-Liste" erheblich eingeschränkt werden. So kann man den Hersteller, den Formfaktor, den Chipsatz, eine bestimmte Anzahl von USB-, SATA- undoder eSATA-Anschlüssen vorgeben oder auch, welchen onboard-Grafikchip man bevorzugt.

Anschließend sortiert man nur die eingeschränkte Auswahlliste nach dem Preis und das günstigste Board mit den Wunsch-Features erscheint oben in der Liste - sehr komfortabel. Diese Auswahl-Hilfe gibt es natürlich auch für andere Produkte. Bei CPUs lässt sich beispielsweise einschränken, wie viel Watt der Prozesser maximal verbrauchen soll - ein wichtiger Punkt beim Zusammenbasteln eines Office-PCs.

Bastelorgie oder Bestellarie?

Altes Pentium-4-System

Intel Pentium 4 @ 3000 MHz

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Ein weiterer Aspekt, der für das Upgrade-Kit spricht, ist die Schonung von Ressourcen. Für so alte Staubfänger wie unseren Athlon 2000+ wird man kaum mehr als ein paar Euros bekommen - wenn überhaupt. Einzelne Komponenten könnten aber noch Jahre lang problemlos ihren Dienst leisten. Gehäuse und Netzteil sind u. U. noch brauchbar; der DVD-Brenner muss nicht unbedingt ausgewechselt werden und wer noch PATA-Festplatten in vernünftiger Größe hat, will diese vielleicht auch nicht unbedingt wegschmeißen. Als Backup-Laufwerke oder zusätzliche Speicher könnten diese ja noch im Einsatz bleiben.

Die älteren Chipsätze haben einen PATA-Anschluss für entsprechende Festplatten integriert. Neuere und zukünftige Chipsätze unterstützen diesen Standard nicht mehr und setzen voll auf SATA. Wenn Sie also noch warten wollen mit dem "Rausschmiss" des Altsystems, dann könnte es gut sein, dass Sie ohne einen SATA-IDE-Adapter nicht auskommen. Diese werden rückseitig auf die PATA- Festplatte aufgesteckt, benötigen aber einen Floppy-Stromanschluss. Ist dieser nicht frei, muss dafür wieder ein Adapter her. Solche Konverter gibt es beispielsweise bei reichelt.de ab rund fünf Euro. Ein paar weitere Stolperfallen gilt es noch zu beachten, damit einem der Upgrade- undSpaß nicht verdorben wird.

Bitte beachten: Upgrade-Fallen

Mit dem Sprung von ATX 1.0 auf ATX 2.0 erhielten die Netzteile neue Stecker. Aus 20 Anschlüssen wurden 24. Der Stromhunger der Prozessoren, der Grafikkarten und anderer Komponenten zeichnet hierfür verantwortlich. Die zusätzlichen vier Pole beherbergen einen +12V, +5V, +3,3V und Masse- Anschluss. Diese Veränderung muss aber nicht zwingend bedeuten, dass Sie ein neues Netzteil brauchen. Viele Boards funktionieren auch noch mit dem zwanzigpoligen Stecker der ATX-1.0- Spezifikation. Der Stecker wird bündig angeschlossen, so dass die letzten vier Pins einfach frei bleiben. Im Elektronikfachhandel gibt es aber auch Adapter (24poliger Stecker auf 20polige Buchse), die nicht mehr als zwei Euro kosten sollten.

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Upgrade-Kit (Pentium)

Halten Sie sich grob an die Vorgaben unserer Upgrade- Empfehlungen, dann wird ein vorhandenes ATX-Netzteil auf jeden Fall den Leistungsanforderungen genügen, da der Strombedarf des neuen Systems insgesamt deutlich geringer ausfallen sollte. Kritisch könnte die Sache werden, wenn Sie das System zusätzlich mit einer modernen Grafikkarte aufrüsten. In diesem Fall benötigen Sie eventuell doch ein neues Netzteil.

Die neuen Dual-Core-Prozessoren benötigen zwar weniger Strom, aber dennoch haben alle Mainboards einen zusätzlichen 12-Volt-Anschluss, der die CPU mit Strom versorgt. Dieser muss auf jeden Fall bedient werden. Hat das Netzteil einen solchen vierpoligen, quadratischen Stecker nicht, können Sie die 12 Volt über einen Adapter von einem der Laufwerks-Stecker beziehen. Einen 4poligen Molex zu einem 4poligen CPU-Adapter bekommt man beispielsweise bei reichelt.de für weniger als drei Euro.

Bastelorgie oder Bestellarie?

Upgrade-KitPentium "Boxed"-Lüfter
für "Altes Pentium-4-System"
131 Euro
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