Testbericht

Teil 2: Optimierte Systeme im Vergleich

Inhalt
  1. Optimierte Systeme im Vergleich
  2. Teil 2: Optimierte Systeme im Vergleich
  3. Teil 3: Optimierte Systeme im Vergleich

Der Test

Wofür man ein begrenztes Budget im Zweifel besser ausgibt, wollten wir zum einen von Vertretern der Firmen Intel und nVidia wissen (siehe Kommentare am Ende dieser und der nächsten Seite) und zum anderen selbst herausfinden. Als Fachredakteure für Prozessoren und Grafikkarten entschlossen wir uns daher, die Positionen von Intel und nVidia ins Extreme zu rücken und jeweils drei Maschinen mit einem bestimmten Budget für CPU, Mainboard und Grafikkarte zu bauen. Bei drei Systemen stand die CPU im Vordergrund, bei den anderen die Grafikkarte. Was der jeweils andere an Komponenten für seine Systeme auswählte, wurde nicht verraten - schließlich ging es ja für uns auch darum, die Ehre "unserer" Produktgruppe zu verteidigen.

Wir beschränkten uns dabei auf Produkte von Intel und nVidia, da es die beiden Firmen sind, die gerade im Clinch liegen. Mit AMD-CPUs und ATI-Karten sollte das Bild ähnlich sein. Am weitesten voneinander entfernt waren die preisgünstigen Systeme. Am dichtesten beieinander die Rechner, für die ein mittleres Budget zur Verfügung stand.

System 1: 300-Euro-Budget (mit Gewicht auf dem Prozessor)

CPU: Core 2 Quad Q6700 Grafik: on Board Chipsatz: iG33

IT Professional: Grafikkarten- und CPU-Optimierte Systeme im Vergleich

© Archiv

Das sehr begrenzte Budget von 300 Euro lässt sich nur schwierig auf die Grafikkarte und den Prozessor verteilen. Um ein System zu verhindern, das zwar eine gute, für anspruchsvolle Spiele dennoch nicht ausreichende Grafik beinhaltet, fiel die Wahl auf ein Mainboard mit G33-Chipsatz. Im direkten Vergleich mit dem Grafikkarten-System muss man allerdings eingestehen, dass eine stärkere Gewichtung auf die Grafikkarte sinnvoller ist. Der Vorsprung im PC Mark und im Cinebench ist zwar bisweilen deutlich, dafür ist das CPU-lastige System für Anwendungen, in denen Grafik eine Rolle spielt, nicht zu gebrauchen. Der Sieg geht in dieser Disziplin an die GPU.

System 2: 500-Euro-Budget (mit Gewicht auf dem Prozessor)

CPU: Core 2 Duo E8500 Grafik: GF9800GTX+ Chipsatz: iP45

IT Professional: Grafikkarten- und CPU-Optimierte Systeme im Vergleich

© Archiv

Im Mittelklasse-Bereich standen nur zwei verschiedene Prozessoren ernsthaft zur Wahl. Der Core 2 Quad Q9300 oder der Core 2 Duo E8500. Nicht wissend, was sich der Grafikkarten-Kollege würde einfallen lassen, fiel die Wahl auf den Core 2 Duo. Beide CPUs haben einen gleich großen Cache und einen 1333er FSB. Die höhere Frequenz sollte vor allem bei Spielen, die nicht mit der Anzahl der Kerne skalieren, den Ausschlag geben. Im Nachhinein stellte sich die Wahl als ungünstig heraus. Bei Call of Duty ist die 9800GTX+ am Anschlag, Crysis hat mit High Details zu hohe Anforderungen. In den übrigen Tests wäre das System mit dem Q9300 schneller gewesen.

System 3: 800-Euro-Budget (mit Gewicht auf dem Prozessor)

CPU: Core 2 Quad E9550 Grafik: GF9800GTX+ Chipsatz: iP45

IT Professional: Grafikkarten- und CPU-Optimierte Systeme im Vergleich

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Mit einem Budget von 800 Euro für Grafikkarte, Prozessor und Mainboard wird die Luft schon dünn. Für Spitzenmodelle aus beiden Kategorien reicht das Geld nicht, also mussten wir uns für ein Top-Modell und ein High-End-Modell entscheiden. Für unseren Prozessor-PC wählten wir mit dem Core 2 Quad 9550 einen der schnellsten Prozessoren, die überhaupt in das Budget passen. Die Extreme-CPUs kommen schon alleine auf über 800 Euro. Nach Abzug des Mainboards blieb genug Geld für eine 9800GTX+, die ebenfalls zum Besten zählt, was zu haben ist. Nur die GTX-Karten und SLI ist schneller. Mit 4:3 konnte das System einen knappen Sieg verbuchen.

Kommentar: Martin Strobel

Die breite Software-Verfügbarkeit, die hohe Effizienz der x86-Architektur und die Fähigkeit, unregelmäßige Datenstrukturen schnell verarbeiten zu können, machen die CPU zum Rückgrat der Computer. Die PC-Nutzung ist sehr unterschiedlich und erstreckt sich von der einfachen Textverarbeitung über Bildbearbeitung bis hin zu leistungsintensiven Aufgaben wie dem Umwandeln von Videoformaten für den tragbaren Mediaplayer oder den Upload ins Internet. Auch Computerspiele sind leistungshungrig und deren Nutzung steigt vor allem durch die wachsende Beliebtheit von Online- Spielen. Die Anforderungen der Anwender sind also sehr unterschiedlich und Anwender sollten den PC demnach ihren jeweiligen Bedürfnissen anpassen. Um das zu erreichen, ist eine ausgewogene Plattform notwendig die entsprechende Speicherkapazitäten, Arbeitsspeicher, CPU- und Grafikleistung hat.

IT Professional: Grafikkarten- und CPU-Optimierte Systeme im Vergleich

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Martin Strobel,Pressereferent Fachpresse Intel

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