Testbericht

Teil 2: Midrange-Grafikkarten im Test

ATI 4870

Die AMD/ATI 4870 wird wie nVidias GTX260 für zirka 250 Euro angeboten und ist daher nur für Gamer interessant. Etwas kürzer als die GTX260 ist die 4870 25 cm lang und blockiert zwei Slots auf dem Mainboard. In der Regel macht die Karte beim Einbau keine Probleme, dennoch sollte man erst einen Blick ins Häuschen werfen und prüfen, ob nicht vielleicht ein Laufwerkskäfig (inklusive Anschlusskabel) den Einbau verhindert.

Hardware Midrange-Grafikkarten -Obere Midrange Grafikkarten im Test

© Archiv

Advanced Indirect Lighting wird bei Far Cry 2 eingesetzt. Dadurch geben alle Objekte Licht ab und sorgen somit für Reflexionen auf Oberflächen.

Die maximale Leistungsaufnahme der 4870 setzt ATi bei 157 Watt an. Im Alltagsspielebetrieb soll die normale Leistungsaufnahme etwa 40 Watt darunter liegen. Um den Strom liefern zu können, verfügt die Karte über zwei sechspolige Stromanschlüsse.

Das Gewicht schlägt mit satten 800 g zu Buche. Ausgestattet ist die 4870 mit 512 oder 1024 MByte GDDR5-Grafikspeicher, der mit 900 MHz (1800 MHz DDR) getaktet wird. Dieser Speicher wird wie auch bei der 9800GTX über ein 256-Bit-Interface angebunden. Dadurch ergibt sich eine theoretische Speicherbandbreite von zweimal 115,2 GByte/s. Der Chip und die "800" Streamprozessoren laufen mit 750 MHz.

nVidia GeForce 9800GTX+

Viel hat sich im Vergleich zur Vorgängerversion nicht getan: In Vordergrund steht die Verkleinerung des Fertigungsverfahrens von 65 nm auf 55 nm, wodurch eine geringere Stromaufnahme, weniger Hitzeentwicklung und eine größere Transistordichte ermöglicht wird. Das hat kaum Auswirkungen auf die Leistung. Lediglich im 3DMark ist ein Unterschied zur 9800GTX festzustellen. In Call of Duty 4 liegen beide weitgehend gleich auf. Nur in den höheren Auflösungen ist die 9800GTX+ dank der höheren Taktrate etwas schneller.

Die GeForce 9800GTX+ verfügt über 128 Shader-Prozessoren im Unified Shader Architecture Design, angetrieben durch einen Takt von 1836 MHz. Die Frequenz des eigentlichen Chips beträgt 738 MHz und liegt damit 63 MHz über dem der 9800GTX. Das 256 Bit breite Interface und er Takt von 1,1 GHz sorgen bei den 512 MByte GDDR3-Speicher für einen Durchsatz von bis zu 70,4 Gigabyte pro Sekunde. Für die nötige Stromversorgung müssen zwei 6-Pin-PCI-Express-Anschlüsse vorhanden sein.

Fazit

Die GTX260 und die ATI 4870 sind inzwischen gleich teuer. Auch eine nahezu identische Performance macht die Entscheidung schwer, auf welche Karte man setzen soll. Allgemein ist die GTX260 etwas schneller und die Lautstärke bei Volllast geringfügig niedriger als bei der 4870.

Die 1-GByte-Version der 4870 ist dafür teilweise schneller als die GTX260. Was für die ATI-Karten spricht, ist die Unterstützung von Direct X 10.1 und Shader Model 4.1. Günstig sind beide Modelle nicht. Deutlich billiger ist die 9800GTX+ von nVidia. Sie kostet "nur" 160 Euro und bietet ebenfalls eine sehr gute Leistung.

Testverfahren

Die Leistungstests stützen sich bei magnus.de auf zwei Säulen. Synthetische Benchmarks liefern einen Ausblick auf kommende Anforderungen. Dazu nutzen wir eine Serie von Tests, allen voran die weit verbreiteten 3DMarks. Die praxisnahen Spiele-Benchmarks ergeben einen guten Überblick, wie sich Grafikkarten gegenüber älteren und aktuellen Spielen verhalten. Als Praxistests dienen verschiedene Spiele, um einen realen Schnitt zu erhalten.

In den Tests finden sich Titel wie Unreal Tournament 3 genauso wie Crysis und Call of Duty 4. Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 und 1600x1200 sowie 2560x1600 entschieden. Damit negieren wir den High-End-Grafikkarten Tribut, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen.

Auf den folgenden elf Seiten finden Sie die Einzeltests der Grafikkarten. Seite 3 beginnt mit der Asus EAH 4870/ HTDI...

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