Testbericht

Teil 2: Leistungsvergleich: Core 2 Duo E8500 gegen Core 2 Quad Q8300

Inhalt
  1. Leistungsvergleich: Core 2 Duo E8500 gegen Core 2 Quad Q8300
  2. Teil 2: Leistungsvergleich: Core 2 Duo E8500 gegen Core 2 Quad Q8300

Der direkte Vergleich

Als Kandidaten wählten wir den Core 2 Duo E8500 und den Core 2 Quad Q8300. Die Wahl erfolgte nicht zufällig, sondern nach dem Preis. Die beiden CPUs kosten mit rund 160 Euro Straßenpreis etwa gleich viel, Intel selbst listet beide Produkte mit 183 Dollar in tausender Stückzahlen. Die beiden Kerne des E8500 laufen mit 3,16 GHz, insgesamt stehen ihnen sechs Megabyte Cache-Speicher zur Verfügung. Der Q8300 bietet zwei Kerne mehr, die sich aber nur 4 MByte Cache teilen müssen und mit 2,5 GHz deutlich langsamer arbeiten.

© Archiv

Mit einer Maximaltemperatur von 81 Grad während der Benchmarks liegt der übertaktete E8500 durchaus im grünen Bereich.

Als Test haben wir neben dem äußerst CPU-lastigen Cinebench und dem Spielebench Devil May Cry 4 den PCMark- und 3DMark Vantage ausgewählt.Als Grafikkarte entschieden wir uns für eine GeForce GTX 295 - schließlich soll nichts die Prozessoren ausbremsen. Als Speicher kamen 4 GByte PC3-8500 zum Einsatz, die Tests liefen unter Windows Vista 32 Bit.

Schon im 3DMark ließ der Core 2 Duo den Vierkerner knapp, aber deutlich außerhalb der Messtoleranz hinter sich und auch im PCMark konnte sich der Zweikerner mit 200 Punkten mehr leicht absetzen. Im Spieletest Devil May Cry lag der E8500 ebenso vorne. Mit der GeForce kommt er auf 159 Frames pro Sekunde, während das gleiche System mit dem Vierkern-Prozessor 143 FPS erreicht.

Lediglich im Cinebench, der auf die Berechnung durch mehrere Kerne optimiert ist, kann der Core 2 Quad seine Stärken ausspielen, kommt aber mit 8600 zu 6308 Punkten aufgrund der niedrigeren Frequenz bei weitem nicht auf die doppelte Geschwindigkeit.

An der Leistungsgrenze

Auch wenn es sich bei keinem der Prozessoren um ein Extreme-Modell handelt, lassen sich beide recht gut übertakten. Von einer Wasserkühlung daran gehindert, sich selbst zu drosseln, konnten wir den Core 2 Quad von 2,5 auf 3,37 GHz anheben, unser Core 2 Duo lief sogar mit 4 GHz anstandslos durch alle Tests. Derart übertaktet, ergibt sich schon ein anderes Bild. Im 3DMark Vantage (Extreme) konnte der Quad zum übertakteten Duo aufschließen und auch in der Performance-Einstellung schrumpfte der Abstand zum Core E8500.

Im PC Mark konnte sich der Core 2 Quad sogar deutlich an die Spitze setzen. Gleiches gilt für den Cinebench. Hier kratzte der übertaktete Core 2 Quad sogar an der Leistung eines Core i7 920. Lediglich bei Devil May Cry bleibt Hopfen und Malz verloren. Zwar stieg die Framerate auf 166 FPS, allerdings kam der E8500 mit 4 GHz auf 177 Bilder pro Sekunde.

Um zu sehen, ob der E8500 mit seinen zwei Kernen von störenden Einflüssen stärker betroffen sein würde als der Quad, installierten wir auf dem Testsystem anschließend den Virenscanner Antivir von Avira. Das Resultat fiel eindeutig aus. Lässt man Antivir seine Arbeit im Hintergrund tun, stört es nicht wesentlich. Dass der 3DMark von 20 601 auf 20 528 Punkte und der Cinebench von 8348 auf 8295 Punkte fielen, ist nicht nur verschmerzbar, sondern liegt im Bereich der Messtoleranz. Wie gesagt - einen Festplattenscan sollte man dennoch nicht initiieren, wenn man gerade Rechenleistung braucht.

Fazit

Wer mit Übertakten nichts am Hut hat, fährt mit Zweikern-Prozessoren bei den meisten Anwendungen besser. Nur wer Programme benutzen will, von denen bekannt ist, dass sie sich gut parallelisieren lassen und entsprechend ausgelegt sind, hat schon jetzt mit einem Quad-Core-Prozessor bessere Karten.

Ist man dagegen bereit, an diversen Schräubchen zu drehen, können Vierkerner auch generell interessant werden. Zumindest in unserem Test konnte der Quad-Core auch in Standardbenchmarks zum schnellen E8500 aufschließen und in Multicore-Anwendungen noch weiter davonziehen.

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