Testbericht

Teil 2: Laserdrucker bis 100 Euro

Inhalt
  1. Laserdrucker bis 100 Euro
  2. Teil 2: Laserdrucker bis 100 Euro

Brother HL-2030

Der HL-2030 von Brother ist laut Preisvorgabe des Herstellers mit 129 Euro der teuerste Drucker in diesem Testfeld, aber im Handel auch schon ab ca. 80 Euro zu haben. Herausragendes Merkmal gegenüber der Konkurrenz in dieser Modellklasse ist die integrierte Papierkassette. Hier ist das Papier auch bei längeren Stillstandszeiten vor Staub und Licht geschützt.

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Einziger Drucker im Test mit integrierter Papierkassette ist der HL-2030 von Brother.

Ein weiteres Novum und sehr praktisch ist die Toner-Bildtrommeleinheit. Die beiden Einheiten lassen sich getrennt voneinander oder auch gemeinsam tauschen. Mit einem kurzen Klick auf den entsprechenden Hebel lässt sich die Tonerkartusche von der Bildtrommel trennen. Wenn man mit dem günstigsten Verbrauch und Verschleiß rechnet, beträgt der Preis pro gedruckter Standardseite mit 5% Deckung etwa 3 Cent. Das wurde im Testfeld nur vom Testsieger Samsung (2 Cent/Seite) unterboten. Mit 16 Seiten pro Minute belegte der Brother in dieser Kategorie den zweiten Platz im Testfeld.

Nach Auswertung unserer Testcharts können wir dem Brother ein sehr gutes Textbild bescheinigen. Die Textzeichen sind gut geschwärzt und randscharf. Was sich beim Textbild noch positiv auswirkt, ist aber bei Bildern und Grafiken zu bemängeln - der Brother liefert eine schlechte Grauabstufung. Weil einige Graustufen fehlen, produziert der Brother zu dunkle, zu kontrastreiche Bilder.

Gut gefallen hat uns hingegen die flache Bauart des HL-2030, er benötigt in der Höhe nur etwa 17 Zentimeter, dafür ist allerdings die Stellfläche mit 37 x 36 cm gegenüber den anderen Testkandidaten recht groß. Nach Registrierung des Druckers bei Brother, gewährt der Hersteller eine Garantie von 3 Jahren. Weiterhin überraschte uns das beiliegende USB-Druckerkabel, denn ein Druckerkabel sucht man nicht nur in dieser Modelklasse meist vergeblich.

Fazit

Der Brother HL-2030 ist ein guter und flotter Textdrucker, auf den es 3 Jahre Garantie gibt und dem ein Druckerkabel beiliegt. Für Bilder und Grafiken ist der Drucker weniger geeignet.

Canon i-SENSYS LBP2900

Gleich vorangestellt sei: Trotz neuem Vista- Treiber auf der Canon-Support-Seite im Internet raten wir vom Gebrauch des Druckers unter dem neuen Microsoft-Betriebssystem ab. Der Druckvorgang wird von der Vista- Firewall massiv ausgebremst, es dauert manchmal einige Minuten, bis der Druckvorgang startet. Schaltet man die Firewall ab, was natürlich nicht sinnvoll ist, läuft der LBP2900 wie geschmiert. Und das ist nicht übertrieben. Aus dem Standby heraus liegt die erste Seite nach nur 10 Sekunden in der Ablage. Und das Beste daran ist, der Canon kehrt bis zum nächsten Druckauftrag sofort in den Stromsparmodus bei nur ca. 2,5 Watt Verbrauch zurück.

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Die zugeklappte Papierablage des LBP2900 von Canon schützt den Auswurfschlitz vor Staub.

Doch nicht nur im Standby, auch im Betriebsmodus benötigt der Canon den wenigsten Strom von allen Kandidaten. Wir haben im Durchschnitt 260 Watt gemessen. Schaltet man den Drucker aus, ist, wie bei allen anderen Druckern im Test, kein Verbrauch messbar. Das Testergebnis der Folgekosten schmälert allerdings der höchste Seitenpreis im Test mit etwa 3,5 Cent pro Standardbrief.

Das Druckwerk ist auf 12 Seiten pro Minute ausgelegt, was unser Test auch bestätigen konnte. Zwar bringen es die anderen Drucker auf etwas mehr Seitendurchsatz, aber gerade im privaten Bereich zählt eher die schnelle Verfügbarkeit der ersten Seite als der Schnelldurchlauf großer Druckaufträge. Und hier hat der Canon knapp hinter dem HP-Drucker mit dem bereits oben aufgeführten Wert sehr gut abgeschnitten.

Beim Konzept des Druckers hat uns der klappbare Papierfang an der Oberseite des Druckers gefallen. Er schützt in Stillstandszeiten das Innere des Druckers vor Staubbefall über den Papierauswurfschlitz. Die Papiervorlage ist zwar auch klappbar, liegt aber Papier vor, ist es ohne Schutz.

Fazit

Bis auf die Unverträglichkeit mit dem Vista-Firewall hat uns der i-SENSYS LBP2900 sehr gut gefallen. Die Druckqualität ist nicht zu bemängeln, der Stromverbrauch sehr niedrig. Ein empfehlenswerter Laserdrucker für das Vista-freie Home-Office.

HP Laserjet P1005

Der HP Laserjet P1005, Nachfolger des Laserjets 1018, ist mit den Abmessungen von ca. 35 x 22 x 19 cm sowie dem Gewicht von nur 4,7 kg der kleinste und leichteste Drucker im Testfeld. Die Stellfläche ist mit eingeklappter Papiervorlage etwa so groß wie ein A4-Blatt. Im Betrieb ist die Papiervorlage ungeschützt offen. Bei längeren Stillstandszeiten sollte man das Papier entfernen und die Vorlage schließen. Es lassen sich alle im Office üblichen Papiermedien vorlegen, ein Einzelblatteinzug ist nicht vorhanden.

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Der P1005 von HP ist klein und leicht - er arbeitet sehr leise und liefert ein schönes Druckbild.

Der P1005 schafft, wie vom Hersteller angegeben, 15 Standardseiten in der Minute. Sehr gefallen hat uns die schnelle erste Seite aus dem Standby nach nur knapp 8 Sekunden. Dabei arbeiten das Druckwerk und die Papierführung jedoch etwas laut, im Standby ist der P1005 allerdings nahezu stumm.

Bei der Druckqualität konnten wir eine sehr gute Grauabstufung honorieren, was besonders bei Bildern und Grafiken einen guten Kontrast bewirkt. Lediglich die etwas pixelige Oberfläche störte bei großen Flächen mit etwa gleicher Graustufe ein wenig den guten Gesamteindruck. Beim Textdruck könnte der Tonerauftrag etwas kräftiger sein, die Textzeichen sind auch unter dem Mikroskop randscharf. Bei der Beurteilung der Deckkraft des Toners können wir dem P1005 eine homogene Auftragsdichte bescheinigen.

Zu bemängeln haben wir am Gesamtkonzept das Fehlen einer Druckabbruchtaste, man kann den Druckvorgang nur über den Druckertreiber unterbrechen. Beim Stromverbrauch liegt der HP mit 3 Watt im Standby sowie 315 Watt während des Druckbetriebes knapp über dem Ergebnis des Klassenbesten in dieser Kategorie, dem Canon-Drucker. Der Seitenpreis von ca. 3 Cent bei 5% Deckung was in etwa einem Standardbrief entspricht, ist durchaus noch mit gut zu beurteilen.

Fazit

Der neue HP Laserjet P1005 schlug sich im prominenten Testfeld sehr beachtlich. Sein Zeitbedarf für die erste Seite war nicht zu toppen. Der HP ist als Arbeitsplatzdrucker eine gute Wahl.

Samsung ML-2010R

Mit 20 Seiten pro Minute im laufenden Betrieb bot der ML-2010R den höchsten Seitendurchsatz im Testfeld. Allerdings muss man aus dem Standby auf die erste Seite knapp 30 Sekunden warten. Wenn man den Drucker für längere Zeit nicht nutzt, lässt sich die Papiervorlage für 150 Blatt Normalpapier zuklappen. Ansonsten ist die Vorlage durch eine durchsichtigen Abdeckhaube geschützt.

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Testsieger im Vergleichstest der SW-Laserdrucker bis 100 Euro.

Die Oberseite der Plastikhaube dient gleichzeitig als Unterlage für den zusätzlichen Einzelblatteinzug. Hier lassen sich beispielsweise dickere Papiere, Briefumschläge oder für den Laserdruck geeignete Folien vorlegen. Ein LED-Licht in der Oberseite des Druckers zeigt an, ob der Tonersparmodus über den Treiber aktiviert ist oder nicht. Mit dieser Sparfunktion lässt sich beispielsweise bei Probe- oder Entwurfsseiten bis zu 40% Toner sparen.

Das Druckbild wird dabei zwar recht blass, die Einzelheiten sind aber immer noch gut zu erkennen. Über einen Druckabbruchknopf lassen sich laufende Aufträge anhalten und bei Bedarf wieder fortsetzen. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, die Ausgabequalität anhand der ersten Seiten zu kontrollieren und kann bei Bedarf die Einstellungen im Druckertreiber ändern.

Im Standardbetrieb liefert der Samsung ein gutes Druckbild, sowohl bei Text- als auch bei Bild- oder Grafikdokumenten. Das ist nicht zuletzt ein Ergebnis der guten Grauabstufung, die auch unser Testblatt bestätigen konnte.

Wir können dem ML-2010R auch eine gute Randschärfe bescheinigen - die subjektive Betrachtung eines Gesamtdokuments unterstreicht dieses Ergebnis. Bei einer Tonerkapazität für ca. 3.000 Standardbriefe kommt man bei den Verbrauchskosten auf etwa 2 Cent pro Ausdruck, in diesem Testfeld das beste Ergebnis.

Fazit

Wer für seinen Arbeitsplatz einen Laserdrucker sucht, ist mit unserem Testsieger gut beraten. Der ML-2010R bietet im laufenden Betrieb einen guten Seitendurchsatz. Er liefert eine sehr gute Druckqualität und ist sparsam im Umgang mit dem Toner.

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