Digitale Fotografie - Test & Praxis
Testbericht

Teil 2: Im Test: Canon EOS 5D Mark II

Inhalt
  1. Im Test: Canon EOS 5D Mark II
  2. Teil 2: Im Test: Canon EOS 5D Mark II

Bewährtes Bedienkonzept der gehobenen EOS-Modelle

Bei der Bedienung folgt die 5D Mark II dem Beispiel aller gehobenen Canon-Modelle: Das große Daumenrad an der Rückseite macht das Navigieren in den Menüs und den Bildwechsel im Wiedergabemenü zum Vergnügen. Ergänzend findet sich ein kleiner Joystick, der den sonst üblichen 4-Wege-Schalter ersetzt. Das Moduswahlrad für die Belichtungsprogramme, links oben am Gehäuse, weist neben dem Üblichen drei Einstellpositionen (C1-C3) für zuvor erstellte Kameraprofile aus, die sich auf diese Weise unbürokratisch anwählen lassen. CA steht dagegen für eine modifizierte Vollautomatik mit einsteigergerechten Eingriffsmöglichkeiten, etwa für mehr oder weniger Schärfentiefe im Bild.

Rechts vom Sucherprisma findet sich das für die Modellreihe typische LC-Display zur Anzeige von Aufnahmedaten. Dem Display zugeordnet sind vier Tasten, über die man Zugriff auf folgende Parameter hat: ISO-Einstellung und Belichtungskorrektur, AF-Modus und Drive (Einzel-/Serienbild, Selbstauslöser), Weißabgleich und Belichtungsmessmethode. Neben der Matrixmessung mit 35 Sektoren erlaubt die EOS 50D die Varianten mittenbetont-integral, selektiv (ca. 9 % des Sucherfeldes) und Spot (3,8 % des Sucherfelds). Wie bei der EOS 50D hat Canon bei der 5D Mark II eine zusätzliche Bedienebene eingezogen: Ein Druck auf den Joystick öffnet ein Anzeigefeld am Monitor, in dem Kamera-Einstellungen nicht nur zu sehen sind, sondern direkt verändert werden können. Dazu navigiert man mittels Joystick auf das betreffende Feld, um dort mit einem der beiden Einstellräder tätig zu werden ("Quick Control Screen").

© Archiv

Canon 5D Mark II mit 24-105 mm Objektiv.

Beim Auslösen nicht ganz so schnell wie die Vorgängerin

Zur automatischen Fokussierung verwendet die EOS 5D Mark II das AF-System ihrer Vorgängerin mit 9 Punkten inklusive einem Kreuzsensor und nicht das aufwändigere Sys- tem des Profimodells (45 AF-Punkte, 19 Kreuzsensoren). Eine AF-Feinkorrektur zum Kompensieren von Front- oder Backfocus-Problemen ist aber bei beiden an Bord. Bei der Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit erreicht die Kamera mit 0,28/0,33 s bei 3000/30 Lux gute Werte, die allerdings bei der Vorgängerin noch besser waren (0,18/ 0,24 s).

Eine wichtige Neuerung ist bei der 5D Mark II die Vignettierungskorrektur. Mit Hilfe der zur Kamera gelieferten Software (EOS Utility) lassen sich die dazugehörigen Objektivdaten von bis zu 40 unterschiedlichen Canon-Objektiven registrieren. Die Vignettierungskorrektur wirkt, wenn zugeschaltet, beim Aufnehmen von JPEGs in der Kamera. Für RAWs ist die Funktion dagegen in den externen RAW-Konverter verlagert und wird bei der Nachbearbeitung am Computer aktiviert.

Bildqualität

Bei der Grenzauflösung schafft die EOS 5D Mark II maximal 1681 LP/BH und damit rund 70 LP/BH weniger als die 1Ds Mark III, ist aber beim Texturverlust besser, ohne in diesem Punkt die Nikon-Modelle zu erreichen. Beim Rauschen werden sehr gute Werte zwischen VN 0,5 und 0,9 erreicht - das sind die bisherigen Referenzwerte der Nikon D3, die allerdings eine deutlich geringere Nennauflösung bei gleicher Sensorgröße hat.

Testergebnisse

Canon EOS 5D Mark II
Canon
2400 Euro

www.canon.de

Weitere Details

78 Prozent

Fazit:Canons EOS 5D Mark II ist die bestausgestatteste DSRL-Kamera am Markt. Mit Live-View, Vignettierungskorrektur und Full-HD-Movie-Funktion lässt sie kaum Wünsche offen.

4/5
gut
Preis-/Leistung
gut

Erfreuliches auch bei der Dynamik: Mit 10 Blenden bei ISO 100 beginnend, fällt die EOS bis ISO 1600 nicht weiter als auf 9,5 Blenden ab. Unterm Strich setzt die EOS 5D Mark II eine neue Bestmarke bei der Bildqualität, die über den im Testlabor gemessenen Bereich bemerkenswert konstant bleibt. In Punkten: 60,5 bei ISO 100 und 58,5 bei ISO 1600. Zum Vergleich: Die 1Ds Mark III erreicht 61 Punkte bei ISO 100, aber nur noch 51,5 bei ISO 1600.

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