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Testbericht

Teil 2: High-End: Thorens TD 2010

Inhalt
  1. High-End: Thorens TD 2010
  2. Teil 2: High-End: Thorens TD 2010

Opern-Glas für die Ohren

Der Tonarm auch. Der 2010 kommt standardmäßig mit einem geraden TP-250-Arm mit festem Headshell, der sich bis auf die fummelige Tonabnehmermontage praxisgerecht erweist, aber eigentlich eher zu einem jener preiswerten audiophilen Underdog-Analog-Laufwerke passt. Doch hier zu meckern, wäre kleinkariert, der Preis der Gesamtpackung ist viel niedriger als Ihre Besucher glauben werden und die Inbetriebnahme des ganzen Nostalgiegespanns geht einfacher vonstatten als bei einem ganz gewöhnlichen Surround-Receiver.

High-End: Thorens

© Archiv

Der einteilige Plattenteller wiegt 4,5 Kilogramm.

Und im Gegenteil zu deren meist nervtötendem Setup beginnt der Spaß bereits beim Auspacken. Es erinnert unweigerlich an die gehobene Küche, wo es ebenfalls bereits beim Einkauf frischer Zutaten beginnt und sich von der Zubereitung in der Küche bis zum lustvollen Verspeisen mit einem Partner Ihrer Wahl zuspitzt. Gerade AV-Receiver haben in der Aufbauphase ihren Durchhänger, der nicht selten zu Trennungswünschen führt. Den Thorens schließt man schon ins Herz, bevor er den ersten Laut von sich gibt.

Da war er nun, in Szene gesetzt vom Clearaudio Talismann, einem feinen MC-System, das ebenfalls aus deutscher Fertigung stammt. Schon die ersten Takte der lediglich zum Funktions-Check aus dem Regal gezogenen Phil-Collins-Scheibe offenbaren einen sehr konturierten, strukturierten und tiefreichenden, "ehrlichen" Bass. Dazu kommt eine gute Spritzigkeit und Feinzeichnung. Vor allem aber begeistert neben der hervorragenden Breitbandigkeit der exzellente Fokus, der mit einer großen Abbildungsstabilität einhergeht. Spontan bekomme ich Lust, es mit Herbie Hancocks "Rockit" richtig krachen zu lassen. Mr. Glasrein enttäuscht nicht: Wunderbar, das groovt, klingt total sauber, aber nicht steril.

High-End: Thorens

© Archiv

Das repräsentative Kästchen beherrbergt nur die Geschwindigkeitsregelung. Das eigentliche Netzteil sitzt in einem weniger schmucken Kunststoffgehäuse.

Ach, was haben wir denn da? Al Jarreau. Ewig nicht mehr gehört. Her damit. Herrlich! Mehr davon! Das geht in die Füße, so locker, feinzeichnend mit filigranen, niemals aufdringlichen Höhen. Und dann diese Stimme. Schade, dass ich allein höre, damit schmilzt jede Frau in Sekunden. Jetzt muss ich den Rest einfach mit Vinyl fertig schreiben, auch wenn das Plattenumdrehen einen immer unterbricht. Für meinen Schlussakkord, darf Charly Antolini noch mal seine Drums versohlen.

Das Equipment:

Die Testkandidaten: Thorens TD 2010 (2.080 Euro) Clearaudio Talismann (650 Euro) Verstärker: Krell EVO O 222/402, Phonosophie Bi-Amp/Bi-Stage 2-4 Twin Lautsprecher: Audio Physic Avanti, Naim SBL aktiv Quellen: Naim CDS, Phonosophie Impuls 2, Phonosophie P 3 / Naim P 3 PS / Denon AU-S1 Testmusik: Herbie Hancock - Future Shock (CBS) -Anspieltipp: Tracks 1 u. 2 Al Jarreau - This Time (Warner) -Anspieltipp: Tracks 3 u. 5 Charly Antolini - Knock Out (Jeton) - Anspieltipp: Track 1

High-End: Thorens

Opern-Glas für die Ohren

\n Thorens TD 2010/Talismann
www.thorens.com
2.080 Euro

Plattenspieler

Weitere Details

71 Prozent

Fazit:Schön und gut: Der aus der Art geschlagene Thorens überzeugt mit trockenem, konturiertem und tiefem Bass plus stabiler Abbildung.

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Fazit:

Am besten probieren Sie selbst die stimulierende Wirkung von Vinyl auf Acryl. Ganz besonders in der Kombination mit dem fantastisch swingenden Clearaudio Talismann Pickup geht der Thorens TD 2010 eine Liason ein, die dem optischen transparenten Auftritt des Laufwerks in nichts nachsteht.

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