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Testbericht

Teil 2: High-End-Navis im Check

Quer durch Europa

TomTom spendiert seinem "GO 940 Live" beim Kauf zusätzlich zu 43 europäischen Ländern sogar Kartenmaterial von USA und Kanada. Die Zieleingabe über eine virtuelle Tastatur und Touchscreen ist bei allen Geräten ähnlich. So wird abhängig von den bereits eingetippten Zeichen eine Liste der möglichen Ziele vorgegeben, was Tipparbeit spart. Allerdings unterstützen dabei nicht alle Geräte die Funktion, Zeichen auszublenden, die zur weiteren Eingabe keine Relevanz haben. Zuvor eingegebene Daten merken sich die Geräte und können für die Zielwahl übernommen werden. Auch die Zielübernahme direkt aus der Karte oder eines "Point of Interest" (POI) funktioniert bei allen Geräten problemlos.Jedes der von uns getesteten Navis ist außerdem in der Lage, Routenprofile festzulegen und bestimmt daraus, welche Straßen und Wege für die Routenplanung verwendet werden. So kann man angeben, ob man mit dem PKW, mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß die Strecke zurücklegen möchte. Festlegen kann man außerdem, ob man Autobahnen, Mautstraßen oder Fähren nutzen oder beliebige Streckenabschnitte komplett meiden möchte.

Verständigungsprobleme

Interessant erscheint darüber hinaus die Zielwahl per Spracheingabe. Außer dem "Merian Scout P_Navigator" waren alle Geräte im Test mit dieser Funktion ausgestattet. Das Ergebnis war jedoch enttäuschend, denn die Spracherkennung ließ im praktischen Betrieb bei allen Geräten zu wünschen übrig. Auch wenn Nebengeräusche vom laufenden Motor und vom Radio ausgeschlossen wurden, war die Rate der fehlerhaft erkannten und damit unzutreffenden Eingaben zu hoch. Die Zieleingabe per Sprache entwickelte sich jedes Mal zum Geduldsspiel und so erwies sich die herkömmliche Eingabe per Touchscreen immer als nervenschonender.

Wesentlich besser klappt die Verständigung beim Telefonieren mithilfe der Freisprecheinrichtung, die außer Merians Navigator alle anderen getesteten Geräte besitzen. Die Verbindung zum Mobiltelefon erfolgt per Bluetooth und muss für jedes Handy einmalig eingerichtet werden. Anschließend erkennen sich Navi und Handy bei aktiviertem Bluetooth selbstständig. Wer möchte, kann das Telefonbuch vom Handy ins Navi übertragen und so sein Handy komfortabel bedienen. Das "Falk F10" ist darüber hinaus in der Lage, Outlook-Kontakte mit dem PC zu synchronisieren. Während der Fahrt ist es wichtig, dass die Anweisungen vom Navigationsgerät deutlich zu verstehen sind.

Diese Disziplin meisterten alle Geräte mit Bravour. Dafür sorgt nicht zuletzt die dynamische Lautstärkereglung, die bei hohem Tempo die Lautstärke anpasst. Bei der Qualität der Anweisungen fiel beim Navigon 8110 auf, dass fast jeder Befehl mit "Bitte..." beginnt. Das nervte vor allem, wenn mehrere Anweisungen kurz hintereinanderkamen. Beim TomTom GO 940 Live beispielsweise gab es vor Einfahrt in einen Kreisverkehr die verwirrende Anweisung "Fahren Sie in den Kreisverkehr, zweite Ausfahrt erste Ausfahrt...", was immer wieder auftrat. Die Lautsprecherausgabe lässt sich bei Bedarf kabellos auf das Autoradio umleiten. Alle Geräte außer dem Scout P_Navigator haben dafür einen sogenannten FM-Transmitter eingebaut. Das ist ein Sender mit sehr geringer Leistung. Allerdings sind hierbei keine Wunder zu erwarten. Denn die Reichweite ist nur sehr gering. Es kann durchaus passieren, dass die Außenantenne des Autoradios die Aussendungen des FM-Transmitters nicht empfängt. Der Grund: Die Blechkarosse des PKWs dämpft das Signal zu stark. Eine Scheibenantenne liefert hier meist bessere Ergebnisse.

Zusatznutzen und das Fazit finden Sie auf Seite 3...

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Handy & Navigation:Navigation

Sind mittlerweile in vielen PKW zu finden: Navis.

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