Testbericht

Teil 2: Grafikkarten im Test

Geforce GTX280

Die GTX280 ist mit einem Gigabyte GDDR3-Speicher ausgestattet. Der Preis der Karte liegt bei ca. 300 Euro und damit weit unter dem, was AMD/ATI für sein Spitzenmodell verlangt. Der Speicher ist bei den GTX280-Karten mit 512 Bit angebunden. Die Taktraten liegen bei 602 Megahertz für den Grafikprozessor und 2214 Megahertz für den GDDR3-Speicher. Dadurch ergibt sich ein maximaler Speicherdurchsatz von 142 GByte/s. Verbesserungen wurden gegenüber den Vorgängern im Bereich der Stream-Prozessoren vorgenommen. Anstatt 128 wie bei der 9800GTX kommen bei der GTX280 240 Prozessoren zum Einsatz, deren Takt bei 1296 Megahertz liegt.Mit der Einführung von CUDA (ComputeUnified Device Architecture - Shader können damit in C programmiert werden) wurde die GTX200-Serie mit zwei verschiedenen Betriebsmodi ausgestattet. Je nachdem, was auf der Grafikkarte ausgeführt werden soll, wird einer der beiden Modi verwendet. So gibt es den Graphics Processing Mode (GPM), der in einer herkömmlichen 3D-Anwendung wie zum Beispiel bei Spielen zum Einsatz kommt und einen Parallel Compute Mode (PCM) für GPU-Computing-Berechnungen mittels CUDA. Letzterer ist für das Abarbeiten gut parallelisierbarer Aufgaben geeignet, wie etwa Transcoding, HDTV-Videoschnitt oder Bildbearbeitung. Verglichen mit herkömmlichen CPUs verspricht nVidia, die Rechenleistung um ein Mehrfaches zu beschleunigen. Ein Konzept, das aufzugehen scheint, denn immer mehr Software-Firmen nehmen diese Option wahr.Auch was das Strom sparen angeht, kennt die 200er-Serie mehrere Modi. Im Gegensatz zur 4000er Serie von AMD verfügt die GT200-Serie über drei Stromsparzustände. Wird der Karte maximale Rechenpower abverlangt, schaltet sie alle Reserven zu. In diesem Fall verbraten die Karten bis zu 241 Watt. Da der Maximalwert nur selten erreicht wird, liegt der Stromverbrauch - zum Beispiel beim 3DMark Vantage - in diesem Modus aber "nur" bei zirka 135 Watt. Wer gerne Blu-ray schaut, wird sich auf den zweiten Modus freuen.Im Blu-ray-DVD-Playback-Mode soll die Karte laut nVidia nur 35 Watt verbrauchen. Im 2D-Modus, sprich, wenn Windows betrieben wird, soll die Leistungsaufnahme sogar auf 25 Watt sinken. Werte, die wir im Labortest im Großen und Ganzen bestätigen können. Der geringe Stromverbrauch wird durch die Abschaltung einzelner, nicht verwendeter Shader ermöglicht. Zudem werden Kerntakt und - spannung gesenkt. Um den Maximalstrom liefern zu können, verfügt die Karte über einen sechs- und einen achtpoligen Stromanschluss.

Hardware Test Grafikkarten: High-End-Grafikkarten im Test

© Archiv

Far Cry 2 von Ubisoft nutzt moderne Shader- und DirectX10-Effekte, um Wetter und Tageszeiten darzustellen.

Fazit:

Will man bei künftigen Spielehits, wie Far Cry 2, ausreichende Leistungsreserve haben und zudem erstklassige Beleuchtung, höchste Auflösung, Kantenglättung und Tiefen-Texturglättung auf der höchsten Qualitätsstufe, führt kein Weg an Grafikkarten der Oberklasse vorbei. Die Dual-GPU-Karten, seien sie von ATI oder nVidia, haben zwei große Mankos und zwar die Skalierung und Mikroruckler. Unterstützen Spiele keine Multi-GPUs, laufen die Karten auf dem Niveau einer Midrange-Grafikkarte. Die meisten Spiele unterstützen aber zum Glück die neuen Flaggschiffe und es kommen ständig neue hinzu. Die Mikroruckler sind zwar für die meisten nicht störend, doch wer auf Feinheiten achtet, wird diese sehr lästig finden.

Geht es rein nach der Leistung und darum, "was hinten rauskommt" (Helmut Kohl), ist die ATI4800x2 derzeit das Maß aller Dinge. Dass sich die 4800x2 problemlos gegen die GTX280 durchsetzen kann, war klar, aber dass sie um soviel schneller ist, hätten wir nicht gedacht. Teilweise ist die Karte bis zu dreimal schneller als die GTX280. Um auf der nächsten LAN- Party "King of the hill" zu sein, zahlt man aber auch einen königlichen Preis. Deutlich billiger ist hier die Spitzenkarte von nVidia. Den Preis-Leistungs-Sieg erringt aber auch sie nicht. Hier ist die GeForce 9800GTX+ die erste Wahl. Sie kostet "nur" 160 Euro und bietet eine gute Leistung.

Auf Seite 3: ASUS ENGTX280 TOP im Test...

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