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Testbericht

Teil 2: FullHD-Beamer für 1.500 Euro

Inhalt
  1. FullHD-Beamer für 1.500 Euro
  2. Teil 2: FullHD-Beamer für 1.500 Euro

Die Bildqualität

Wer vom billigsten FullHD-Beamer auch das schlechteste Heimkinobild erwartet, wird enttäuscht und massiv positiv überrascht. Die Neuerungen HQV-Chip, schnelle, dunkle Iris und bessere Polarisation arbeiten gut zusammen. Wenn auch bei ausgeschalteter Iris der Schwarzwert nicht gerade begeistert, ist er besser als der des Vorgängers und mit aktivierter Blende klappt die Wiedergabe von hellen wie dunklen Szenen exzellent. Bei letzteren schließt die Iris kontinuierlich, bis beispielsweise bei der Messung des dynamischen Kontrasts (schwarzes Bild) weniger als 20 Prozent des Lichts durchgelassen werden.

© Archiv

Der Einstiegsbeamer besitzt professionelle Steueroptionen. Über RS 232 und einen Trigger lässt er sich in Systemsteuerungen einbinden bzw. bringt Motorleinwände in Bewegung.

Beim Filmschauen klappt das so gut, dass der Sprung von Nachtszenen in eine Tag-Einstellung das Auge fast schmerzt. Unsere Sehorgane bringen dann widerum ihre menschliche Iris zum Einsatz, um den Lichteinfall zu kompensieren. Der Farbraum und die Farbneutralität bleiben gegenüber den Vorjahresmodellen unverändert. Zwar ist die Reinheit der Grundfarben eigentlich messtechnisch etwas zu hoch, doch das relativiert sich im Alltagseinsatz, wenn auch nur wenige Prozent Streulicht auf die Leinwand fallen. Dann werden reinfarbige Bereiche verunreinigt und man darf froh sein, wenn beispielsweise das ursprüngliche Rot etwas roter war.Der Schärfeeindruck des neuen Mitsubishi ist gewaltig, was den HQV-Bearbeitungen und der wenig variablen Optik zuzuschreiben ist. Leider sorgt letztere für einen ausgeprägteren Hotspot als der Vorgänger. Rauschen und Artefakte fallen nicht auf, die Quantisierung, also weiche Feinzeichnung von fließenden Farbübergängen gelingt durch die 10-Bit-Verarbeitungstiefe sehr gut. Insgesamt eine mehr als beachtliche Gesamtleistung und ein absoluter Hammer für diesen Anschaffungspreis.

Drumherum

Mitsubishi spart noch an anderer Stelle: bei den Druckkosten sowie der Umweltbelastung für ein dickes Manual. Das liegt als PDF auf CD-Rom bei, neben erstaunlich vielen Kabeln und einem Austausch-Luftfilter - sehr praktisch. Gehäuselook und Verarbeitung erfreuen ebenfalls, lediglich beim recht hohen Standby-Verbrauch von 6,3 Watt sieht das anders aus.

Fazit

Beamer sind den abgedrehten Kellerklischees entwachsen und werden zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz in Wohnzimmer und Kinoraum. Eine Motorleinwand trägt tagsüber deutlich weniger auf als ein 46-Zoll-TV, wie flach dieser auch immer sein mag. Und abends gibt es ein Blu-ray- und HDTV-Bild, das den Atem stocken lässt - jetzt dank Mitsubishi zu einem Preis, der absolut mit TV-Geräten konkurrieren kann.

Testprofil

MitsubishiHC 5500
mitsubishi-eva.de
1.500 Euro

3-Chip LCD

Weitere Details

69 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Bildergalerie

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