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Testbericht

Teil 2: Drei LCD-Fernseher im Test

Aber kommen wir zu der drängenden Frage: Was bringt LED-Backlight? So viel vorweg: Die Technologie hält, was sie verspricht. Durch die geschickte Ansteuerung der Leuchtdioden bringen es alle drei Fernseher zu sensationellen Kontrastwerten zwischen 1400:1 und 8800:1. Werte in dieser Größenklasse kannte man bisher nur von Oberklasse-Plasmas.Die Energiebilanz spricht inzwischen jedoch eine klare Sprache: Sonys 55-Zoll-Gigant kommt mit gerade mal 170 Watt aus - ein Plasma dieser Größenklasse verbraucht mehr als das Dreifache.Trotz der ähnlichen und hervorragenden Messwerte unterscheidet sich die Charakteristik der drei LED- Konstruktionen im Dimmverhalten: Philips geht beherzt zu Werke. Die Cinemascope-Balken ober- und unterhalb des Spielfilmbildes sind pechschwarz. Sony dürfte sich hier eine Scheibe abschneiden.

© Archiv

Sony KDL-55 X 4500: Die Mischung der Farbtemperatur gelingt sowohl Sony als auch Samsung hervorragend, da sie deren Zusammensetzung über die LEDs der Hintergrundbeleuchtung steuern.

Im Menü wünscht man sich für die Einstellung "Dynamische LED-Steuerung" die Option "Stark", doch "Standard" beschreibt die höchste Stufe. Allerdings vermeidet man so die Fehler, die Philips LED- Lux-Fernseher in bestimmten Szenen machen. Dann überstrahlen helle Partien wie mit einer Art Heiligenschein die benachbarten, dunkel gedimmten Bildpartien.Als erfahrenster Anbieter im LED- Business hat Samsung mit der Integration in seine dritte Generation alles richtig gemacht: Das Gerät dimmt nicht ganz so aggressiv wie der Philips und zeigt deshalb auch nicht ganz dessen Schwarzwerte, bleibt aber in seinem Wirken wie der Sony frei von überstrahlten Bildteilen.

Testprofil

SamsungLE 46 A 956 D
www.samsung.de
3.600 Euro

46-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

85 Prozent

Fazit

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Besonderes Augenmerk sollten Käufer auf die optimale Einstellung der Bildparameter legen. Eine zu hoch eingestellte "Helligkeit" kann die Arbeit des "Local Dimming" negativ beeinflussen.Welches Potenzial neben Stromersparnis und Kontrastgewinn in der LED-Backlight-Technik steckt, zeigt der Sony. Er schaltet die LED-Zeilen sequenziell ab (Scanning Backlight) und minimiert so Filmruckeln und Bewegungsunschärfe (siehe Kasten links).Auch die Farbtemperatur lässt sich durch Leuchtdioden steuern: Samsungs und Sonys Modelle verwenden Dioden in den Grundfarben Rot, Grün und Blau und erzeugen durch die Mischung entsprechender Anteile neutral temperiertes Licht.

© Archiv

Sony KDL-55 X 4500

Philips setzt auf weiße LEDs und nutzt deren spektrale Eigenschaften für einen über die Norm ragenden Farbraum. Das wirkt gerne übertrieben bunt - Puristen rümpfen da die Nase. Sie greifen besser zum gut abgestimmten Sony. Noch besser zum Samsung, dessen realistische und neutrale Farbgebung uns begeisterte.Vor allem Hauttöne sieht man auf LCD-Fernsehern äußerst selten so natürlich. Zusammen mit den hervorragenden Kontrastwerten und der guten Basisabstimmung zeigt der Koreaner eine atemberaubende Bildperformance.

© Archiv

Sony KDL-55 X 4500: Die Mischung der Farbtemperatur gelingt sowohl Sony als auch Samsung hervorragend, da sie deren Zusammensetzung über die LEDs der Hintergrundbeleuchtung steuern.

Der Sony zeigt Schwächen mit PAL-Signalen. Sowohl Halbbildwandler als auch die Skalierung sind den beiden Konkurrenten unterlegen. Gelegentliches Bildrauschen belebt das Bild hingegen positiv. Gerade analog zugespielte Signale wirken dadurch nicht so glatt und gekünstelt wie bei Philips oder Samsung.Für Versöhnug sorgen Blu-rays mit düsteren Actionkrachern wie "Batman Begins" oder Stanley Kubricks bildgewaltiges All-Abenteuer "2001: Odysee im Weltraum". Hier spielen die drei Testkandidaten und die Leuchtdioden ihre Vorzüge voll aus. Nach diesen Bildern ist eines bei allen drei Kandidaten gewiss: Kaltkathodenröhren in LCD-Fernsehern sind ein Auslaufmodell.

Testprofil

SonyKDL-55 X 4500
www.sony.de
6.300 Euro

55-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

81 Prozent

Fazit

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
gut

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