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Testbericht

Teil 2: Der Teufel-Pioneer-Pakt

DVD-HDD-Recorder DVR-LX 61

Dass Pioneer die DVD-Recorder mit der besten Bild"-Tonqualität baut, hat sich inzwischen herumgesprochen. Während andere Firmen sich auf die breite Konsumentenmasse konzentrierten, setzte Pioneer auf beste Elektronik, innovative Features und ein ausgereiftes Bedienkonzept.Die Recorder sind niemals die abgespeckten Resultate der Featureschlachten der letzten Jahre, und wer sich durch die 164-seitige deutsche Anleitung kämpft, entdeckt ohne Ende unerwartete Funktionen - vom Fotodruck über PictBridge bis hin zur Duplizierung bereits aufgezeichneter DVD-Rs.

© Archiv

Wer hat den Längsten? Klarer Fall, die Steuerzentrale hat auch das größte Zepter mit einem Schieber, der selten benötigte Tasten verbirgt. Allen gemeinsam ist Übersichtlichkeit und Wertigkeit.

Dass Camcorderaufnahmen von DV- und HDD-Geräten importiert und verarbeitet werden können, Schnittlisten oder Foto-DVDs erstellt und schnelle Backups produziert werden, alles vom Aufnahme-EPG und Hunderten hübscher Bildschirmmenüs gesteuert wird, Audio-CDs gerippt, Multimedia auf der Festplatte verwaltet wird und man zeitversetzt fernsehen kann, ist mittlerweile normal.Pioneer schaltet jetzt alle Features frei und treibt die Recorder-Entwicklung auf die Spitze durch eine Netzwerkbuchse, die nicht nur die CD-Datenbank auffrischt, sondern auch noch Multimedia-Inhalte vom Vista-PC auf die Platte des Recorders kopiert.

Testprofil

PioneerDVR-LX 61
www.pioneer.de
600 Euro

DVD-Recorder

Weitere Details

88 Prozent

Besonderheiten
Disk-Backup, Anschluss von PictBridge-Drucker, LAN-Anschlus an Vista-PC, Kopieren von HDD-Camcorder-Aufnahmen (SD, MPEG2) über USB

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

AV-Receiver Pioneer SC-LX 71

Mit der B & O-Tochter ICE Power entwickelte Pioneer die Class-D-Endstufen des AV-Receivers SC-LX 71, der sich damit ein Scheibchen von der überragenden Video-HomeVision-Referenz abschneidet. Wie das große Vorbild verarbeitet er DTS-HD Master Audio, Dolby TrueHD und Dolby Digital Plus. Das 1700 Euro teure Gerät sieht besonders hochwertig aus und lässt sich von einer edel wirkenden Fernbedienung steuern. Spätestens hier unterscheidet es sich von der Konkurrenz, deren Kontroll-Organe meist nicht nur verhältnismäßig billig, sondern auch unübersichtlich wirken.

© Archiv

Schon wieder Erster! Der DVR-LX 61 kann Multimedia-Dateien vom PC auf seine 250-GByte-Festplatte kopieren. Mit der Netzwerkschnittstelle fragt der DVD-Recorder Internet auch die Titelnamen eingelegter CDs ab. Dafür muss der Blu-ray-Player BDP-LX 71 (Mitte) ohne Ethernet und damit ohne BD-Live-Funktion auskommen. Der Surround-Receiver SC-LX 71 unterstützt mit seinem DLNA-konformen Netzwerkanschluss die Verbindung mit Windows-PCs und spielt sogar DRM geschützte Songs.

Doch die wahren Werte des 7.1-Kanal-Receivers liegen ganz im Verborgenen. Seine PQLS-Technologie (Precision Quart Lock System) arbeitet mit der KURO-Link-Funktion via HDMI, kommt also nur mit einem kompatiblen Player wie dem BDP-LX 71 zum Tragen. Die Idee dahinter: In Digital-Audio-Systemen kommt es nicht nur auf die Vollständigkeit der Daten, sondern aufs korrekte Timing an, das in Ketten aus mehreren Komponenten normalerweise Kompromissen geopfert wird. Mit PQLS gibt wie in einteiligen Komponenten der Wandler den Takt an, mit dem die Daten geliefert werden und nicht das Laufwerk, wie es sonst zwischen Mehrteilern üblich ist. Der Effekt: Endlich überzeugte die Übertragung von PCM- Audio-Daten via HDMI auch die kritischen Ohren von Video-HomeVision.

Sie konnte es dank PQLS mit der bisher von der Redaktion favorisierten Digital-Koaxial-Verbindung aufnehmen, klang sehr differenziert mit scharfem Fokus und guter Attacke. Sie wirkt obendrein noch eine Spur weniger hart, ohne dass dabei Details verschliffen werden. Überhaupt präsentierte sich der Pioneer als Paradepferd im Receiver-Stall. Er trat für diese Preisklasse extrem frisch und dynamisch, sehr differenziert mit natürlichem Timbre auf. Musik ließ sich förmlich fühlen, denn sie ging nicht nur symbolisch unter die Haut, sondern dank verblüffend tiefreichendem, druckvollem und konturiertem Bass direkt in die Magengrube.

Testprofil

PioneerSC-LX 71
www.pioneer.de
1.700 Euro

7.1 Surround-Verstärker

Weitere Details

80 Prozent

Besonderheiten
12-V-Triger, PQLS (Precision Quartz Lock System), sehr professionelle PC-Software für die Einmessautomatik MCACC

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Wo selbst mancher teurere Konkurrent am alleruntersten Ende des Hörspektrums nur noch unkontrolliert grummelt, schiebt der SC-LX 71 mit Macht und Bedacht. Ganz gleich, ob Blu-ray-Filme wie "Indiana Jones" (Paramount), Konzert-Blu-ray-Discs wie Toto Live in Amsterdam (Edel Records) oder einfach nur CDs vom Schlage der Pink Floyd "Division Bell" auf dem Programm standen, der Pioneer vermochte es, zu fesseln und zu faszinieren. Dazu bindet er sich perfekt ins HDMI-Steuernetz ein und veranlasst beim Einschalten das TV-Gerät dazu, interne Lautsprecher zu deaktivieren. Die Lautstärke des Verstärkers wird danach sofort über die Fernbedienung des TVs geregelt. Vollautomatische Quellenwahl und Auto-Power klappen perfekt.

Was Teufels System 9 THX Ultra 2 leistet und welcher Pioneer-Fernseher für scharfe Bilder sorgt, erfahren Sie auf Seite 3...

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