Testbericht

Teil 2: 2.1-PC-Boxen im Vergleichstest

Inhalt
  1. 2.1-PC-Boxen im Vergleichstest
  2. Teil 2: 2.1-PC-Boxen im Vergleichstest
  3. Teil 3: 2.1-PC-Boxen im Vergleichstest

Auf den Punkt

Kaum größer als die Bose-Satelliten und ähnlich in der Formgebung, vertraut Canton auf zwei hochglänzende Plastik-Satelliten mit passendem Mini-Tischständer, der natürlich in die akustische Abstimmung miteinbezogen wurde. In den neun Zentimeter breiten Würfeln brachten die Entwickler ein vollwertiges Zweiwege-System aus Konus-Mitteltöner und Ring-Hochtöner unter. Um die im Nahfeld abbildungsgünstige punktförmige Abstrahlung des Breitbänders zu erhalten, wurden beide Töner koaxial zueinander angeordnet. Die Verbindung zum Woofer erfolgt mit offenen Kabelenden.

© Archiv

Canton Plus Media 2.1, Um 350 Euro.Größentechnisch markieren die Canton-Würfel wie der Downfire-Woofer das Mittelfeld im Test. Die Satelliten glänzen mit koaxialer Punktstrahlertechnik.

Der Sub arbeitet mit seinem 17-Zentimeter-Chassis nebst Bassreflexrohr nach dem Downfire-Prinzip und lässt sich mit einem Regler leicht in der Intensität regulieren. Soll der Tiefstapler beispielsweise in einer Raumecke stehen, muss der Regler zurückgenommen werden. Wird er etwas weiter weg vom Hörer platziert, sollte die Präsenz verstärkt werden. Auch Canton liefert einen Bedien-Pod für den Schreibtisch mit Bose-ähnlicher Funktionalität: Stille auf Knopfdruck, Lautstärke, optionaler Klinkeneingang und Kopfhörerausgang. Dabei leuchtet der Pod mattblau, wenn das Set aktiv ist.

Im Hörtest sorgte das hessische Trio für zwiespältige Ergebnisse. Der spielfreudige wie detailreiche Charakter sorgte bei "Home" von Friend'n Fellow (AUDIO-CD "Great Music Vol. 4") in Kombination mit der superben Abbildung für wahre Begeisterungsstürme. Weniger überzeugend spielten die Canton-Koaxe klassische Musik: Etwas hell, bei Zischlauten zuweilen sogar aufdringlich, brachte es den Chor bei Händels "Messias" (Katschner) ziemlich unwirsch an den Schreibtisch.Auf der Habenseite steht dafür die Dynamik: Mit einem Sinn fürs Grobe wie fürs Feine folgte der Canton den subtilen Lautstärkesprüngen bei Yuri Honings "Star Tracks", verpasste allerdings mit dem etwas gemütlichen Bass leicht den Anschluss an die Satelliten.

Testprofil

BoseCompanion 3 S2
www.bose.de
300 Euro

2.1-System

Weitere Details

81 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
gut

Logische Lösung

Der XXL-Vertreter im Feld kommt vom PC-Zubehör-Spezialisten Logitech und markiert im Portfolio des Herstellers die Spitzenposition im Stereobereich. Wobei das Z Cinema auch noch mehr kann: Dank USB- Eingang fungiert es, entsprechende Treiber vorausgesetzt, gleich als Soundkarte und kann damit auch Surround-Signale von DVDs verarbeiten. Diese werden mit einem eingebauten Algorithmus in eine virtuelle Surround-Simulation umgerechnet, was bei genauer Einhaltung des Stereodreiecks verblüffende Effekte ermöglicht. Für homogene Musikklänge sorgt eine vollverwertige Drei-Wege- Bestückung: Jeder Satellit beherbergt Mittelton-Konus und Gewebe-Hochtöner, der Bass protzt mit einem massiven Achtzöller nebst riesigem seitlichen Bassreflexrohr.

© Archiv

Creative Gigaworks T3, um 200 EuroÄußerst kompakt präsentiert sich dieses Set. Der Woofer bietet mit zwei Passiv-Membranen schon High-Tech. In den Satelliten schimmern die recht kleinen Alu-Breitbänder durch.

Beide Satelliten docken mit unterschiedlichen und nicht verwechselbaren Steckern am Basswürfel an. Mittel- und Hochtöner werden dabei von eigenen Endstufen angetrieben. Diese als vollaktiv bezeichnete Technik kennt man sonst nur von deutlich teureren Studio- und HiFi-Boxen. Dafür muss der basshungrige PC-Nutzer allerdings genügend Platz haben - auf und unter dem Schreibtisch. Doch das durchdachte Bedienkonzept des Logitech macht vieles wett: Die große Fernbedienung, die ungefähr auf den rechten Satelliten zielen sollte, übernimmt umfangreiche Steuerungsfunktionen für iTunes, Winamp und Co.

Zumindest, wenn das Set per USB an einen PC mit Vista oder XP andockt; unter Mac OS oder älteren Windows-Versionen ist der Komfort eingeschränkt. Wer mal schnell einen iPod oder ein Musikhandy anschließen will, findet an der rechten Box eine dezent versteckte Klinken-Eingangsbuchse. Und selbstverständlich einen Kopfhöreranschluss, bei dessen Benutzung das große Set augenblicklich schweigt.

Testprofil

CantonPlus Media 2.1
www.canton.de
350 Euro

2.1-System

Weitere Details

80 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
gut

Wer befürchtet, ein Spezialist für PC-Zubehör könne keine Boxen abstimmen, wird schnell eines Besseren belehrt: Dank seiner großen, ebenso präsenten wie durchhörbaren Tongebung zog es glatt an den HiFi-Platzhirschen von Canton und Bose vorbei. Dass bei klassischen Aufnahmen die Stimmen etwas schmäler klangen, lässt sich leicht verschmerzen, wenn man den weiten Raum, den klaren Ton und die gute Auflösung des Logitech-Angebots ins Kalkül zieht. Bei Pop- und Rockmusik wuchs es sogar über sich hinaus und kam dem Sieger von Teufel bedrohlich nahe. Dass der Bass dabei filmreife Tiefe und Ballerspiel-geeignete Dynamikwerte erreichte, versteht sich angesichts der maskulinen Abmessungen des Sets eigentlich fast von selbst.

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