360°-Display für Office und Multimedia

Teclast F6 Pro im Praxistest: Convertible für 400 Euro

Im Vergleich zu anderen Convertible-Notebooks ist das F6 Pro ein echtes Schnäppchen. Aber lohnt sich der Import aus China? Wir haben das Notebook im Praxistest unter die Lupe genommen.

Inhalt
  1. Teclast F6 Pro im Praxistest: Convertible für 400 Euro
  2. Teclast F6 Pro im Praxistest: Laufzeit, Benchmarks und Fazit
Teclast F6 Pro Titelbild

© Teclast Electronics Co., Ltd.

Das Convertible-Notebook F6 Pro im Praxistest.

Pro

  • 360° frei drehbares Display
  • sensible Touchbedienung
  • Design und Verarbeitung
  • leiser Betrieb

Contra

  • QWERTY-Tastatur
  • hohes Gewicht für die Größe
  • spiegelndes Display
  • schwer aufzuklappen und zu verstellen
  • keine Tastaturbeleuchtung

Fazit

Relativ preiswertes und solide verarbeitetes Convertible-Notebook, dass sich sowohl als Arbeits-Laptop, als auch als Unterhaltungs-Tablet eignet.
Gut

Mit dem F6 Pro bietet der chinesische Anbieter Teclast eine echte Alternative auf dem Markt der Convertible-Notebooks  - insbesondere dank des Preises des Notebooks. Denn je nach Anbieter ist das Modell bereits für ca. 370 Euro bis 500 Euro zu haben.

Da das Teclast F6 Pro hierzulande bisher nicht direkt vertrieben wird, müssen potentielle Kunden das F6 Pro über Seiten wie Gearbest oder Geekbuying aus China importieren. Für unseren Praxistest wurde uns das Notebook von Gearbest​ zur Verfügung gestellt.

F6 Pro: Die Hardware im Überblick

Die Hardware des Teclast F6 Pro ist für alle vorgesehenen Aufgabenfelder mehr als ausreichend. Der Intel-Core-m3-7Y30-Prozessor gehört mittlerweile nicht mehr zur neuesten Prozessorgeneration von Intel, findet aber immernoch regelmäßige Anwendung in Geräten außerhalb der Notebook-Oberklasse. Auch die 8 GB Arbeitsspeicher können sich für den Preis des Notebooks sehen lassen und sind für Office-Arbeiten absolut ausreichend. 

Dass ein Arbeits- und Unterhaltungs-Notebook wie das F6 Pro über keine dedizierte Grafikkarte verfügt, überrascht nicht. Dennoch kann das Gerät bei besonders GPU-lastigen Aufgaben an seine Grenzen stoßen. Gaming oder Videobearbeitung sollten also nicht im Aufgabenfeld des F6 Pro liegen.

Technische Daten

Kategorie Modell
Prozessor Intel Core m3-7Y30 Dual Core (1.0 GHz bis 26 GHz)
Grafikkarte Intel HD Grafik 615 (Prozessorgrafik)
Arbeitsspeicher 8 GB DDR3 RAM
Bildschirm 13.3-Zoll-IPS-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 x 1080
Interner Speicher 128 GB SSD

Der interne Speicher des F6 Pro fällt mit nur 128 GB nicht allzu groß aus. Da das Gerät nur über den einen Speicherslot verfügt, kann es hier evtl. notwendig sein, eine eigene SSD mit größerem Speicherplatz zu erwerben und dann den Standartspeicher auszutauschen.

Das 13,3-Zoll-Display des Teclast F6 Pro überzeugt mit einem guten Bild, auch aus steileren Blickwinkeln. Für die Benutzung im Sonnenlicht eignet sich das Notebook jedoch allenfalls bedingt. Bereits bei geringerem Lichteinfall spiegelt das IPS-Display und stört so die eigentlich hochwertige Bildqualität.

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F6 Pro: Design und Anschlüsse

Das Teclast F6 Pro kommt in einem einteiligen Case aus Aluminium, welches einen schicken und soliden Eindruck macht. Durch das das silberne Design des F6 Pro fühlten wir uns an Geräte von Apple erinnert und das Gesamtkonzept wirkte recht ähnlich wie die Yoga-Serie von Lenovo. Mit einem Gewicht von 1,36 Kilogramm ist das F6 Pro für seine Maße (31,50 x 20,85 x 1,50 cm) recht schwer. Zum schnell in die Tasche stecken eignet sich das F6 Pro also nur bedingt.

Auf der Unterseite des Notebooks befinden sich gegen Abrutschen auf glatteren Oberflächen vier kleine Gummifüße. Diese sind vergleichsweise niedrig. Das spart Platz, könnte sich aber nachteilig bei der Bildung von Hitzestau auswirken.

Lesetipp: Notebook, Convertible oder Tablet: Was kaufen?

Das Kern-Verkaufsargument des Teclast F6 Pro ist natürlich die Convertible-Funktion. Obwohl die Scharniere gerade beim Öffnen des Notebooks schwerfällig reagieren und so einen gehörigen Kraftaufwand notwendig machen, funktioniert die Einstellung des Displays problemlos. Wechselt man vom Laptop- in den Tablet-Modus, kommt es weder zu Komplikationen, noch hat man das Gefühl, dass etwas zu locker verbaut oder billig produziert sei. Einizges echtes Manko ist der fehlende automatische Wechsel in den Tablet-Modus. Dieser muss stets händisch ein- und ausgestellt werden.

Teclast F6 Pro Tablet Modus

© Teclast Electronics Co., Ltd.

Im Tablet-Modus eignet sich das F6 Pro hervorragend zum Streamen von Serien und Filmen.

Die Anschlüsse des Notebooks bieten alles, was im Alltag benötigt wird. Weit darüber hinaus gehen sie aber nicht. Auf der linken Seite finden sich ein Micro-HDMI-Port, ein USB-A-3.0-Slot und ein USB-C-3.1-Anschluss, welcher auch zum Laden des Geräts geeignet ist. Leider wird hierfür weder ein passenden Ladegerät, noch ein Adapter mitgeliefert. Diese müssten also, falls gewünscht, nachgekauft werden. Rechts finden sich neben dem regulären Ladeanschluss ein Klinkeneingang, ein weiterer USB-A-3.0-Slot und ein microSD-Slot. Außerdem lässt sich das Gerät hier über den An- und Aus-Schalter starten, bzw. herunterfahren.

Tastatur, Touchpad und Bedienung im Tabletmodus

Die verbaute Tastatur des F6 Pro überzeugt. Die Tasten verfügen über einen soliden Druckpunkt und sind beim Tippen überraschend leise. Auch längere Texte lassen sich so angenehm eintippen. Für deutsche Kunden nachteilig ist, dass die Modelle nur mit dem US-Amerikanischen QWERTY-Layout ausgeliefert werden. Das lässt sich zwar in den Einstellungen des Betriebssystems umstellen, auf dem Keyboard sind die Tasten dann allerdings immer noch falsch bezeichnet. Auch eine Tastaturbeleuchtung zum Schreiben in dunklerer Umgebung fehlt leider.

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Das Touchpanel des Teclast F6 Pro funktioniert gut und genau. Bei festerem Aufdrücken gibt es zwar ein leises Klicken von sich, dieses störte aber bei der Benutzung kaum bis gar nicht und fiel somit nicht weiter ins Gewicht. Der ins Touchpad integrierte Fingerabdruckscanner war am Anfang gewöhnungsbedürftig, durch die Platzierung am oberen Rand des Pads war der Scanner bei der Benutzung aber kein Störfaktor. Der Fingerabdruckscanner selbst funktionierte schnell und problemlos. Wer das Feature also nutzen möchte, dem steht nichts im Wege.

Die Bedienung im Tabletmodus haben wir nur per Fingersteuerung getestet. Dem F6 Pro liegt leider kein Stylus bei, bei Bedarf kann dieser aber zugekauft werden. Die Bedienung lief in unserem Fall reibungslos ab, auch kleinere Objekte konnten mit hoher Genauigkeit ausgewählt werden.

Weiterlesen: Auf Seite 2 widmen wir uns in unserem Teclast F6 Pro Test den Themen Sound, Hitzeentwicklung, Performance und Fazit.

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