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Smarthome-Zentrale

Technisat DigiPal Smart Home im Test

Der Digipal Smart Home von Technisat kontrolliert Kameras, Heizkörper, Steckdosen und andere Geräte per Funk – bequem vom Sofa aus. Wir haben den Test.

Technisat Digipal Smart Home Fernseher

© Technisat

Die "Smart Home"-Lösung von Technisat lässt sich bequem über den Fernseher und das Smartphone steuern.

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EUR 162,85

Pro

  • Zugriff per App auch von unterwegs
  • Simple Bedienung

Contra

  • Schnittstellen mit anderen Herstellern

Fazit

Testurteil: sehr gut; Preis/Leistung: sehr gut

Fast jeder moderne Fernseher ist ein Smart-TV, Produkte für das Smart Home sind im Kommen. Beide Gerätekategorien hängen im heimischen LAN oder WLAN – und haben in der Regel doch nichts miteinander zu tun. Ein Hersteller bietet jedoch Lösungen an, die den Fernseher mit der Haussteuerung verbinden: Technisat DigiPal Smart Home packt die Funkzentrale zum Schalten von Steckdosen, Heizkörpern und mehr in einen DVB-T2-Receiver. 

Andere Produkte lassen sich per USB-Stick nachrüsten. Vorteil: Die Kontrolle über das Smart Home liegt nicht allein in der Hand einer App. Der Fernseher gewährt als sogenanntes Master Display ebenfalls Zugriff auf die vernetzten Geräte. So lässt sich bequem mit der TV-Fernbedienung nach dem Rechten schauen, ohne ein Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. 

Doch wie gut funktioniert die Steuerung am Bildschirm – und wie einfach geht die Installation? video hat es mit dem Digipal Smart Home ausprobiert. Der Receiver für digitales Antennenfernsehen unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von seinen Technisat-Kollegen ohne Smart-Home-Funktion. Wie diese zeigt er je nach Region bis zu 23 unverschlüsselte Programme und gegen Abo-Gebühr noch einmal so viele Pay-TV-Sender.

Digipal Smarthome

© TechniSat

Ein kleiner DVB-T2-Receiver macht die Haussteuerung am Fernseher möglich.

Kanäle wie RTL, Pro- Sieben oder Sat.1 sind drei Monate lang gratis, danach werden 5,75 Euro pro Monat oder 69 Euro im Jahr fällig. Außerdem empfängt der Technisat rund 40 Kanäle, die per Internet übertragen werden. 

Mit einer angeschlossenen USB-Festplatte oder einer SD-Karte lassen sich TV-Programme aufzeichnen, der hauseigene EPG "Sieh Fern Info" (SFI) hilft bei der Programmierung. Hinzu kommen Sender-Mediatheken, Youtube und die Online-Videothek Maxdome. So weit, so gut.

Integrierter Z-Wave-Funk

Ein Z-Wave-Logo auf der Front deutet auf die Besonderheiten hin. Neben WLAN für die Internet-Verbindung hat der Digipal Smart Home noch eine zweite Funktechnik eingebaut. Der internationale Z-Wave-Standard ist in Smart-Home-Kreisen weit verbreitet. Auch Anbieter wie Devolo, Fibaro, Homee oder Zipato verwenden ihn. 

Sein geringer Energieverbrauch ermöglicht batteriebetriebene Sensoren und Regler, die monatelang durchhalten. Rein technisch erlaubt er auch den Mix von Marken. An einer Z-Wave-Funkzentrale lassen sich alle Geräte anmelden, die für den Standard zertifiziert sind. Allerdings ist nicht gesagt, dass jede Kombination ohne Einschränkung funktioniert. 

Lesetipp: Smart-Home einrichten - Der große Einsteiger-Guide

Im video-Praxistest gab es mit Heizkörperthermostaten von Devolo kleinere Probleme, der Zwischenstecker Wall Plug von Fibaro verhielt sich dagegen wie erwartet. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt am besten Produkte von Technisat. Die funktionieren garantiert. 

Digipal Smarthome  iPhone App

© TechniSat / Apple

Außer der TV-Fernbedienung hat auch eine Smartphone-App das Haus unter Kontrolle.

Einrichten per App 

Auch wenn später der Fernseher die Hauptrolle spielen soll, ganz ohne Smartphone oder Tablet geht es nicht. Ein Programm für Android oder iOS ist Voraussetzung für den Betrieb von Technisat Smart Home. Die App heißt Technisat Connect und dient quasi als Universal-Fernbedienung für alle Netzwerk-Dienste des Herstellers.

Sie kontrolliert Smart-TVs und Receiver genauso wie das hauseigene Multiroom- Audiosystem, den elektronischen Programmführer SFI und eben die Haussteuerung. Am Digipal Smart Home richtet sie die sogenannten Sensoren und Aktoren ein. 

Als Sensor bezeichnet der Fachmann alle Geräte, die etwas messen, also Bewegungsmelder, Türkontakte oder Temperaturfühler. Aktoren sind das Gegenstück dazu. Sie schalten zum Beispiel auf Befehl den Strom ein und aus, öffnen per Motor das Heizkörperventil oder schlagen als Sirene lautstark Alarm. 

Lesetipp: Smart-Home - So sichern Sie IP-Kameras, WLAN-Lampen und Co.

Manche Produkte kombinieren beide Funktionen in einem Gerät. So ermittelt etwa der Heizkörperregler von Technisat (75 Euro) gleichzeitig die Temperatur und Messsteckdosen informieren über den Energieverbrauch angeschlossener Geräte. 

Bevor die Einrichtung beginnen kann, muss der Smart-Home-Novize allerdings eine Hürde nehmen: Sein Digipal wird mit deaktivierter Haussteuerung geliefert. Der bewährte Installationsassistent von Technisat überspringt diesen Punkt. 

Erst nach manuellem Einschalten im Menü unter Sonderfunktionen erscheint die Smart-Home-Zentrale in der App. Außerdem ist noch ein Nutzerkonto mit E-Mail-Adresse und Passwort nötig. Das muss man erst einmal wissen.

Digipal Smarthome rueckseite

© TechniSat

Neben HDMI und digitalem Tonausgang(SPDIF) besitzt der Digipal eine USB-Buchse für TV-Aufnahmen auf Festplatte oder Speicherstick.

Geräte hinzufügen 

Danach geht es selbsterklärend weiter. Über ein Werkzeug-Symbol in der Connect-App kann der angehende Heimvernetzer Räume anlegen und Geräte hinzufügen. "Einlernen" heißt diese Prozedur im Z-Wave-Jargon. Entsprechend gibt es auch den Menüpunkt "Auslernen", um Sensoren und Aktoren wieder aus dem Smart Home zu entfernen. 

Die App begleitet mit Bildschirmtexten jeden Vorgang. Die Texte sind teilweise recht umfangreich, weil Tasten an den Geräten unterschiedlich oft gedrückt werden müssen. Mal versteckt sich der Knopf im Batteriefach, mal ist er außenam Gehäuse angebracht. Wer sich an die Anleitung hält, kommt aber sicher ans Ziel. 

Szenen programmieren

Schon jetzt klappt die Steuerung am Fernseher: Über die Optionstaste (OPT) auf der Fernbedienung das Smart-Home-Menü öffnen und ein Gerät aus der Liste wählen. Je nach Produkt lässt sich direkt die Temperatur der Heizung ändern, ein Zwischenstecker schalten oder künftig sogar das Bild von Kameras zoomen und schwenken.

Lesetipp: Router, NAS & Co. fürs Smart-Home - Das müssen Sie wissen

Zusätzlichen Komfort bieten sogenannte Szenen. Sie fassen Geräte zusammen und kontrollieren etwa mehrere Steckdosen auf einmal. Von hier aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zur Automatisierung. Sie macht das Gebäude erst richtig smart, denn automatisierte Szenen laufen von alleine ab. Der Nutzer muss nur Auslöser wie Bewegung, Helligkeit, die Uhrzeit oder einen bestimmten Messwert definieren. 

Technik Extrem: HDR

Quelle: video
Der Testchef und stellvertretende Chefredakteur der video, Roland Seibt, erklärt, was es mit HDR und Dolby Vision auf sich hat.

Die Regel-Programmierung ist den Technisat-Entwicklern besonders gut gelungen. Wo andere Smarthome-Systeme den Einsteiger schnell überfordern, sind Wenn-dann-Verknüpfungen in der Connect-App schnell hergestellt. Ein übersichtlicher Spaltenaufbau mit Kacheln für die Aufgaben macht es möglich.

Standpunkt vom video-Tester Frank Oliver Grün

Der Funktionsumfang von Technisat Smart Home ist überschaubar. Komplexe Regeln und eine Verbindung zu anderen Systemen wie Philips Hue oder Sonos gibt es nicht. Aber das macht gerade den Reiz dieser Lösung aus. Mit dem Digipal Smart Home haben Heimkino-Fans ihr Zuhause ohne viel Aufwand im Griff.

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