PS5-SSD

Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series für PS5 im Test

30.11.2021 von The-Khoa Nguyen

Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series ist die neueste PS5-SSD auf dem Markt. Sie überzeugt mit Top-Leistung und vergleichsweise gutem Preis.

ca. 3:20 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series für PS5 kommt mit einem Graphen-Heatspreader.
Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series für PS5 kommt mit einem Graphen-Heatspreader.
© pc-magazin.de

Pro

  • Performance
  • Transferraten
  • optionaler Heatspreader

Contra

  • keine Heatsink

Fazit

Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series ist erschwinglich und hält locker, was sie verspricht.


Hervorragend

Nach der schon länger erhältlichen Cardea A440 mit nachträglich verpasstem PS5-SSD-Siegel und Verkaufsstart in Europa kommt die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series. Speziell für die PS5 vermarktet, verspricht sie Specs, die dem ähnlich ausgestattetem Leistungs-Flaggschiff Seagate Firecuda 530 das Wasser reichen soll – jedoch ohne den deftigen Preisaufschlag.

Ein Phison-E18-Controller, 2-TB-Fassungsgermögen bei unserem Testmuster und damit Lese- und Schreibraten rund um 7.400 und 7.000 MB/s stehen auf dem Prüfstand. Wie äußern sich die technischen Daten in unserem PS5-SSD-Test?

Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series kommt im einfachen Karton, mit der SSD und einem Grafen-Heatspreader. Anders als beim eingangs genannten Quasi-Vorgänger gibt es keine zusätzliche (ohnehin zu große) Heatsink. Der Unterschied zur A440 findet sich vorrangig in gesteigerten IOPS-Raten auch für die 1-TB-Variante (1 Million gegenüber 650.000 – 700.000). Zudem ist die Schreibrate minimal höher.

Am PC lassen sich die Raten je nach Benchmark problemlos erzielen. Da die Special Series im Gegensatz zur separat verkauften A440 Pro (inkl. 19Mm-Heatsink) für die PS5 konzipiert ist, konzentrieren wir uns auf unsere gängigen Tests mit der Sony-Konsole.

Lesetipp: PS5-SSD einbauen - so geht's

Mit Heatspreader oder einer passenden SSD-Heatsink bauen wir die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series erwartungsgemäß einfach und problemlos in die PS5. Nach dem Formatieren gibt es den obligatorischen Benchmark, bei dem die Special Series mit 6.558,3 MB/s die Firecuda (2TB) um einen Megabyte schlägt.

Mit 6.558,327 MB/s im Konsolen-Benchmark nach der Formatierung reiht sich die Pro-Version der Cardea A440 für PS5 unter den Spitzen-SSDs ein.
Mit 6.558,327 MB/s im Konsolen-Benchmark nach der Formatierung reiht sich die Pro-Version der Cardea A440 für PS5 unter den Spitzen-SSDs ein.
© pc-magazin.de

Zur Erinnerung: Die bereits getestete Cardea A440 war als 1TB-Variante nur ein Megabyte langsamer als Seagate. Die Erkennung an der Konsole samt der passenden Größe verlief ebenso ohne große Überraschungen.

Die Erkennung der Teamgroup-SSD samt richtigen Größe verläuft erwartungsgemäß.
Die Erkennung der Teamgroup-SSD samt richtigen Größe verläuft erwartungsgemäß.
© pc-magazin.de

Nun unterziehen wir die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series den gleichen Benchmarks wie bei allen anderen bisher getesteten PS5-SSDs. Mit teilweise gestiegenen Datenvolumina verschiedener Spiele sind vor allem die Übertragungsraten einen Blick wert. Bei den Ladezeiten gibt es die üblichen, minimalen Schwankungen, bei denen die Special Series kein einziges Mal negativ auffiel und sich problemlos in die Riege der Spitzen-SSDs für die PS5 einreiht. Die Benchmark-Werte zur PS5-SSD finden Sie hier in der Gegenüberstellung mit allen anderen Kontrahenten.

PS5-SSD: Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series im Test

Vollbildansicht
Test Ergebnis (Sekunden)
Ratchet and Clank: Rift Apart (Start) 26 / 25 / 26 (mit Entwickler-Logos)
Ratchet and Clank: Rift Apart (Spiel) 2 / 2 / 2
Ratchet and Clank: Rift Apart verschieben (1 / 2) 34.44GB – 30 (1.148 MB/s) // 154 (224 MB/s)
Final Fantasy VII PS5 (Start) 7 / 7 / 7
Final Fantasy VII PS5 (Spiel) 2 / 2 / 2
Final Fantasy VII PS5 verschieben (84.9 GB - 1 / 2) 94.86GB – 71 (1.336 MB/s) // 412 (230 MB/s)
Final Fantasy VII PS4 (Start) 17 / 17 / 17
Final Fantasy VII PS4 (Spiel) 22 / 22 / 22
Final Fantasy VII PS4 verschieben (90.87 GB - 1 / 2) 59 (1.540 MB/s) // 388 (234 MB/s)
Dirt 5 PS5 (Start) 14 / 14 / 14
Dirt 5 PS5 (Arcade-Event starten) 11 / 11 / 11
Dirt 5 PS5 verschieben (1 / 2) 52.44GB – 41 (1.279 MB/s) // 226 (232 MB/s)
Shadow of the Tomb Raider PS5-Patch (Start) 16 / 15 / 15
Shadow of the Tomb Raider PS5-Patch (Spiel) 23 / 23 / 23
Shadow of the Tomb Raider PS5-Patch verschieben (26.19 GB - 1 / 2) 20 (1.310 MB/s) // 115 (228 MB/s)
The Witcher 3 PS4 Disc (Start) 29 / 28 / 28
The Witcher 3 PS4 Disc (Spiel) 11 / 11 / 11
The Witcher 3 PS4 Disc verschieben (42.49 GB - 1 / 2) 30 (1.416 MB/s) // 184 (230 MB/s)
GTA 5 PS4 (Start in Story-Modus) 52 / 52 / 52
GTA 5 PS4 verschieben (88.64 GB - 1 / 2) 57 (1.555 MB/s) // 357 (248 MB/s)
Assetto Corsa Competizione PS4 (Start) 37 / 36 / 37
Assetto Corsa Competizione PS4 (Spiel) 11 / 11 / 11
Assetto Corsa Competizione PS4 verschieben (19.87 GB - 1 / 2) 19.86GB – 15 (1.324 MB/s) // 87 (228 MB/s)
No Man‘s Sky Disc PS5 (Start) 16 / 16 / 16
No Man‘s Sky Disc PS5 (Spiel) 16 / 16 / 16
No Man‘s Sky Disc PS5 verschieben (1 / 2) 12.97GB -12 (1.080 MB/s) // 57 (228 MB/s)

Wie mittlerweile bekannt und belegt ist, nutzt die PS5 nicht die volle Bandbreite von PCI-Express-4.0-SSDs - bzw. noch nicht. Es ergeben sich messbare, aber kaum spürbare Schwankungen vor allem bei der Übertragungsrate. Die Ladezeiten sind quasi zu vernachlässigen. Bei Final Fantasy VII Remake etwa sorgt ein mittlerweile installierter DLC ("Intermission") für rund 10 mehr zu übertragene Gigabyte für die PS5-Version. Hier konnte die schnelle Special Series gegenüber vorherigen SSD-Testwerten ihre Muskeln spielen lassen.

Lesetipp: Die besten SSD-Heatsinks für PC und PS5

Dass die Werte trotz fortgeschrittenem Patch-Stand von Spielen und der PS5-Firmware weiterhin vergleichbar bleiben, haben wir mit Nachmessungen für die Crucial P5 Plus sowie der Samsung 980 Pro gesichert. Hier gab es jeweils keine klaren Verbesserungen oder Verschlechterungen.

Der Controller
Der Controller "Phison E18" werkelt auch in der Cardea A440 Pro Special Series für PS5 und erzielt zu erwartende Topwerte.
© pc-magazin.de

Mit Preisen von aktuell 188,90 Euro für 1TB und 356 Euro für 2TB (jeweils Alternate) reiht sich die Special Series im bezahlbaren Rahmen ein. Abgesehen von Black Friday und Cyber Monday sind dies auch mehr oder weniger die Preise der Konkurrenten Western Digital oder Gigabyte (gewesen). Bei Seagate legen Sie für die Leistung noch einmal drauf - wohlgemerkt schon für Versionen ohne Kühler. Teamgroup bietet immerhin einen Heatspreader. Der alleine bringt die PS5 derzeit noch nicht in Bedrängnis: sofern Sie es nicht mit einer suboptimalen Platzierung der Konsole - beispielsweise im engen Schrank - erzwingen.

Der SSD-Einbau in die PS5 ist nicht schwer. Wir verraten im Test, ob sich eine kostspielige Erweiterung lohnt.

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Alternate ist aktuell der einzige Anbieter von Teamgroup-Special-Series-SSDs für die PS5. Die Preise waren zu den Schnäppchen-Tagen nicht sonderlich reduziert. Immerhin kommen PS5-SSDs der Firma aus Taiwan mittlerweile ohne Importgebühren und erlauben so eine faire Platzierung auf dem hiesigen Markt. Wer also die SSDs der hierzulande etablierten Hersteller nicht zum Schnäppchenpreis bekommt, findet auch in der Pro-Version der A440 eine Top-SSD für seine Konsole.

Fazit:

Mit der Cardea A440 Special Series liefert Teamgroup eine gut bepreiste PS5-SSD, die den bisherigen Spitzenprodukten in Sachen Performance nicht nachsteht. Eine zusätzliche Heatsink wird sich mit einer hohen Nutzungsfrequenz und mutmaßlich steigenden Anforderungen von PS5-Spielen vermutlich lohnen. Bis dahin kann der Heatspreader gute Arbeit leisten.

Technische Daten:

  • Interface: PCI e Gen4x4 mit NVMe 1.4
  • Kapazität: 1TB / 2TB / (4TB noch nicht in Deutschland)
  • TBW:
    • 1TB: <700TB
    • 2TB: <1.400TB
    • (4TB: < 3.000TB)
  • Performance (R/W):
    • 1TB: 7.200 / 6.000 MB/s
    • 2TB: 7.400 / 7.000 MB/s
    • (4TB: 7.400 / 7.000 MB/s)
    • IOPS (1TB, 2TB, 4TB): 1.000.000 / 1.000.000
  • Größe: 80 x 22 x 3,7mm
  • MTBF: 3.000.000 Stunden
  • Herstellergarantie: 5 Jahre
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