2-Bay-NAS

Synology DiskStation DS220j im Test

25.5.2020 von Michael Seemann

Synologys neue 2-Bay-NAS der J-Serie sieht sich als relativ günstiger, sicherer und stromsparender Multimediaspeicher für den anspruchsvollen Einsteiger. Lesen Sie unseren Test hierzu.

ca. 2:00 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Synology DiskStation DS220j im Test
Synology DiskStation DS220j im Test
© Synology
EUR 255,8
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Pro

  • smarte Bilderverwaltung Moments
  • stromsparend

Contra

  • kein Btrfs

Fazit

Testurteil: gut; Preis/Leistung: gut


81,0%

Die Diskstation DS220j ist die erste 2-Bay-NAS von Synologys J-Serie, die mit einem 64-Bit-Quad-Core-Prozessor ausgestattet ist. Damit erreicht die neue Synology-NAS auch mit AES-256 verschlüsselten Ordnern ähnlich schnelle Schreib- und Leseraten, wie innerhalb von nicht verschlüsselten Ordnern. 

Bei den Vorgängermodellen mit 32-Bit-CPUs fielen die Schreibtransfers in verschlüsselte Ordner auf deutlich unter 50 Prozent ab. Schade nur, dass Synology trotz der 64-Bit-CPU als Dateisystem weiterhin Ext4 in seine NAS integriert hat, und nicht das mit zusätzlichen Sicherheitsfeatures ausgestattete Btrfs.

Wer nicht auf ordnerbasierte Snapshots und den Schutz vor schleichender Datenkorruption verzichten möchte, muss bei Synology zu Modellen der deutlich teureren Plus-Serie greifen.

Immerhin profitiert auch die spürbar flottere Medienindizierung der auf der Synology-NAS verwalteten Multimediadateien von der schnelleren CPU; dabei im Besonderen die bereits 2018 mit dem Disk Station Manager (DSM) 6.3.1 eingeführte smarte Bilderverwaltung Moments.

Hier kommt moderne KI zum Einsatz, die Personen in Bildersammlungen erkennen und zuordnen kann. Außerdem ist Moments auch beim Aussortieren mehrfach vorhandener Fotos behilflich.

Synology DiskStation DS220j im Test - Anschlüsse
Zwei USB-3.0- Schnittstellen für externen Speicher befinden sich neben der LAN-Buchse in der Gehäuserückseite.
© Synology

Photo, Moments – oder beides? 

Wer seine Fotos auf der NAS mit der Moments-Intelligenz sortieren, die Fotos aber gleichzeitig auch über DLNA im Heimnetz streamen möchte, benötigt etwas Fingerspitzengefühl. 

Aktuell funktioniert das nämlich nur, wenn man seine Fotos weiterhin im Photo-Ordner der NAS ablegt und diesen dann für die Bearbeitung mit Moments (Freigegebene Foto-Bibliothek) freigibt.

Für den automatischen Upload seiner Fotos vom Smartphone auf die NAS empfehlen sich anstelle der Moments-App dann eher die Synology-Apps DS photo oder DS file. 

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Was die Speichersynchronisierung anbelangt, geht Synology in der DS220j keine Kompromisse mehr ein und hat den Dienst Cloudstation nun komplett durch das modernere Synology Drive ersetzt, das zudem mit einer integrierten, teamfähigen Office-Variante punktet.

Sehr gut gefallen hat uns die neue Synology-NAS auch bezüglich ihres sehr zurückhaltenden Energieverbrauchs. Im Leerlauf mit zwei 3,5-Zoll-WD-Red-HDDs voll bestückt, nimmt die NAS weniger als 13 Watt auf, um im Ruhemodus mit „schlafengelegten“ HDDs dann auf sensationell sparsame 3,5 Watt herunterzuschalten.

In diesem Zustand ist die NAS noch aktiv im LAN eingebunden und muss nicht per WoL (Wake on LAN) aktiviert werden.

Synology DiskStation DS220j im Test - Screenshot Moments
Bedacht eingesetzt, bringt das smarte Moments mit Gesichtserkennung Laune in die Bildverwaltung.
© Screenshot & Montage: PC Magazin

Benchmarks: Synology DiskStation DS220j

  • Lesen (SMB): 113 MByte/s 
  • Schreiben (SMB): 112 MByte/s 
  • Leistungsaufnahme Leerlauf: 12,8 Watt 
  • Leistungsaufnahme Schreiben: 16,2 Watt 
  • Leistungsaufnahme Ruhemodus: 3,5 Watt

Details: Synology DiskStation DS220j

  • Preis/Leistung: gut 
  • System: Realtek RTD1296 Quad-Core 1,4 GHz, 512 MByte RAM 
  • Speicher: 2-Bay-NAS (3,5 Zoll, 2,5 Zoll mit Plattenhalter), max. 32 TByte (2x 16 TByte) 
  • Schnittstellen: 1x GbE, 2x USB 3.0 (hinten)

Fazit:

Wer auf das Linux-Dateisystem Btrfs verzichten kann, findet in der DS218j eine flotte, funktionale und besonders stromsparende Multimedia-NAS fürs Heimnetz – samt umfassender Bildverwaltung.

[Testsiegel] PC Magazin Note Gut
PC Magazin Testnote: gut
© PC Magazin / Weka Media Publishing GmbH

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