Ultrakompakter Subwoofer

SVS SB-3000 Micro im Test

8.6.2021 von Stefan Schickedanz

Es gibt kleine, giftige Sportwägelchen, mit denen man auf einer Kurvenstrecke Chaussee-Carreras ärgern kann. Und es gibt den SB-3000 Micro, mit dem SVS Subwoofer-Schwergewichten einheizen will. Ob das dem Zauberwürfel gelingt, lesen Sie in unserem Test.

ca. 2:35 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
SVS SB-3000 Micro im Test
Die beiden 8-Zoll-Bässe arbeiten Rücken an Rücken in unterschiedliche Richtungen, um das kleine in Schwarz oder Weiß erhältliche Hochglanz-Gehäuse vor exzessiven Schwingungen zu schützen.
© SVS

Pro

  • kann Bass wie ein Großer
  • sehr schnell und trocken
  • praktische App

Contra

  • Wireless-Konnektivität nur gegen Aufpreis

Fazit

video-Testurteil: sehr gut; video-"Designtipp"


82,0%

Vollmundige Versprechungen machen viele. Und obwohl SVS bei der Ankündigung neuer Produkte regelmäßig in die Vollen geht, liefern die Amerikaner erfahrungsgemäß auch. Mit dem neuen SB-3000 Micro haben sie sich selbst die Messlatte noch einmal höher gelegt. Oder, präziser ausgedrückt, sie auf dem, von SVS bekannten, Level belassen, aber das Gehäuse gegenüber dem normalen SB-3000 deutlich tiefer gelegt.

Das ist eine ambitionierte Zielsetzung, die CEO Gary Yacoubian zur Präsentation des kompakten Würfels verkündete. Schließlich holte das große Vorbild schon ein Maximum an Performance aus seinem Gehäuse – und das ist nicht nur ein ganzes Stück höher, sondern überragt den Micro auch in den restlichen Abmessungen um Längen. So schrumpfte das Gehäusevolumen von rund 168 auf nur circa 21 Liter.

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Mit der Miniaturisierung wuchs der Druck auf die Entwickler, sich etwas Neues einfallen zu lassen. Bei dem Würfel mit einer Kantenlänge von 27,7 cm war an den Einsatz des 13-Zöllers aus dem SB-3000 nicht zu denken. Doch wenn man sauberen Tiefbass erzeugen mag und noch Wert auf einen stattlichen Pegel legt, dann braucht man Membranfläche.

Also griffen die Amerikaner zu einem zweiten 8-Zoll-Treiber, den sie genau gegenüber positionierten. SVS spricht von Dual-Opposing-Treiber-Anordnung. Damit arbeiten die Treiber Rücken an Rücken in entgegengesetzte Richtungen und sorgen dafür, dass sich die auf das Gehäuse einwirkenden Schwingungen gegenseitig auslöschen.

Schließlich soll der kleine Subwoofer mit seinem durch interne Verstrebungen versteiften Gehäuse selbst bei höchsten Pegeln nicht im Eifer des Gefechts auf der Leinwand durch die Gegend wandern. Es kommen wieder selbstentwickelte Chassis zum Einsatz, die auf leistungsstarke Dual-Ferrit-Magnet-Antriebe vertrauen.

Die Membranen bestehen aus Aluminium mit einer Verbundfaser-Staubschutzkappe. Für große Auslenkungen nutzt SVS die bewährte Parabolsicke. Um den nötigen Schub für lange Hübe bereitzustellen, fährt der Sledge STA-800D2 Amp 800 Watt Sinus und beeindruckende 2500 Watt Impulsleistung auf.

SVS SB-3000 Micro im Test - App Screenshots
(li.) Man kann etwa die Übergangsfrequenz verschieben und die Flankensteilheit des Tiefpassfilters verändern. (Mitte) Die übersichtliche App nutzt eine Bluetooth-Verbindung zum Subwoofer. (re.) Die Justage-Möglichkeiten sind umfangreich, darunter Room Gain Compensation und parametrischer EQ.
© Screenshots / Montage: video

SVS SB-3000 Micro - Klein & stark

Um solche Werte zu erreichen, nutzt SVS Class-D-Technik, die mit 25 Ampere starken 600-Volt-MOSFETs aufgebaut wurde. Der SB-3000 Micro wird von einem 50-MHz-DSP von Analog Devices kontrolliert. Wie schon bei den ausgewachsenen 3000er-Subwoofern wurde die Steuereinheit abgespeckt.

Statt einem Front-Display wie bei den größeren Serien müssen LEDs direkt am Elektronik-Einschub an der Rückseite als Feedback ausreichen. Statt Drehpotentiometern gibt es nur ein paar Drucktasten mit Mehrfachfunktionen. Nicht sehr praktisch, aber es funktioniert.

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Im Normalfall dürfte davon aber kaum jemand Gebrauch machen. Schließlich gibt es ja die Bluetooth-App für Apple- und Android-Geräte, mit der man den SB-3000 Micro nicht nur bequem, sondern auch penibel feintunen kann.

Zwar verzichtet SVS auf eine automatische Einmessung. Aber der versierte User findet in der SVS App nützliche Tools wie den 3-Band-Equalizer für präzise Einstellungen von Boost, Cut oder Q-Faktor, um den Micro-Sub perfekt an den Raum anzupassen.

Der rückseitige USB-Anschluss versorgt den separat erhältlichen SVS SoundPath Wireless Audio Adapter mit Spannung. Ein nützliches Add-on für alle, die den Subwoofer ohne Kabel betreiben wollen. Das zweiteilige Set kostet 140 Euro Aufpreis.

[Testsiegel] video Magazin Testurteil sehr gut
video Magazin Testurteil: sehr gut
© video Magazin / WEKA Media Publishing GmbH

Wir nahmen den SB-3000 Micro an die Leine. Nein, es müsste eher heißen, wir ließen die kleine, bissige Bulldogge von der Leine. Kaum zu glauben, wie erwachsen der Kraftzwerg performte.

Er kam nicht nur verblüffend tief in die untersten Bassfrequenzen. Er blieb dabei auch noch äußerst kontrolliert und sauber. Sein extrem schnelles und staubtrockenes Ansprechen auf Impulse verlieh Explosionen etwas Erschreckendes, Authentisches, perfekt für Musik und Filme.

Fazit

Ohne Übertreibung kann man sagen: Das ist der schnellste, mächtigste und präziseste kleine Subwoofer, den wir kennen. Und er ist obendrein preiswert, wenn nicht die Größe zählt.

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