Prügelspiel

Street Fighter 5 im Test - Comeback einer Legende

Mit Street Fighter 5 will Capcom eine Legende würdig fortführen. Ob das mit dem neuen Prügelspiel gelingt, zeigen wir Ihnen im Test.

© Capcom

Street Fighter 5 gibt es für PC und PS4 - wir machen den Test!
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EUR 12,87

Pro

  • Durchdachte Kampfmechaniken
  • Gute Neuerungen
  • Fordernder Multiplayer

Contra

  • Dünner Einzelspieler-Umfang (zum Start)
  • Schwer für Einsteiger
  • Grafik nicht zeitgemäß

Fazit

Street Fighter 5 deutet sein großartiges Potenzial mehrfach an, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Gut

Street Fighter 5 im Test: Die legendäre Prügelserie um die bekannten Protagonisten wie den Cover-Helden Ryu oder der ikonischen Chun-Li geht in ihre nächste Runde. Das Spielkonzept des Beat-Em'Ups bleibt seit jeher nahezu unangetastet, doch hat Capcom einiges an der Entwicklungspolitik verändert. Wie sich das auf die Spielerfahrung von Street Fighter 5 auswirkt, lesen Sie im nachfolgenden Test.

Street Fighter 5 im Test: Gameplay

Schon beim Gameplay lässt sich diese neue Entwicklungskultur anmerken: So will Capcom erst nach und nach per DLC weitere Charaktere zu den bislang 16 vorhandenen Kämpfern hinzufügen. Auch Story-Inhalte und Features werden so nachgeliefert. Diese DLCs werden allerdings nicht mit Echtgeld bezahlt, sondern mit in Kämpfen verdientem, virtuellem "Fight Money".

Diese - verglichen mit dem Vorgänger - bislang maue Auswahl an Helden und Heldinnen zieht sich auch durch das übrige Spiel. Der Story-Modus mit seinen Comic-haften Cutscene-Bildern hat seinen Namen bislang kaum verdient. Schon nach wenigen, viel zu einfachen Kämpfen für jeden Kämpfer ist Schluss mit der Geschichte.

Wenigstens die Combo-Angriffe und Spezialattacken der einzelnen Charaktere sind von Beginn an vollständig integriert. In Verbindung mit den neu hinzugekommenen V-Skills, die für Spieler, die etwas zu oft eingesteckt haben, als Comeback-Möglichkeit dienen, dürften es Neueinsteiger ziemlich schwer haben, durch die Spielmechaniken zu blicken. Veteranen jedoch können sich auf eine Abkehr vom Casual-Schwierigkeitsgrad freuen, wie er noch im Vorgänger vorhanden war.

Street Fighter 5 im Test: Multiplayer

Wirklich für den Einzelspieler gedacht war jedoch noch kein Street Fighter. Auch der fünfte Teil legt bislang sein Hauptaugenmerk auf den Mehrspieler-Modus, der je nach Wunsch entweder zu zweit vor dem heimischen Endgerät oder online ausführbar ist.

Street Fighter 5 - Trailer

Quelle: Capcom
Street Fighter 5 bietet wie gehabt ein abwechslungsreiches Kampferlebnis.

Zum Release von Street Fighter 5 hatte das Spiel mit einigen Serverproblemen zu kämpfen. Abgesehen davon macht es jedoch wie schon von anderen Teilen gewohnt enormen Spaß, sich mit anderen Spielern weltweit zu messen. Möglich macht dies das Capcom Fighting Network, das als zentrale Anlaufstelle für sämtliche Multiplayer-Partien gilt.

Hier können Spieler sich in Freundschafts- und Rang-Matches um den Sieg duellieren. In letzterem Modus können Street-Fighter-5-Liebhaber innerhalb einer internationalen Rangliste aufsteigen und sich so Ruhm und Ehre in der virtuellen Kämpferwelt verdienen.

Street Fighter 5 im Test: Grafik & Sound

Die Grafik von Street Fighter 5 erfüllt nur bedingt den Anspruch moderner Spiele. So ist zwar das Artdesign der Kämpfer konsequent - und damit auch gut - umgesetzt, doch mangelhafte Texturen bei den einzelnen Kampfarenen und Clipping-Fehler dürfen bei einem Spiel aus dem Jahr 2016 eigentlich nicht mehr vorkommen.

Der Soundtrack, der während dem Spiel läuft, erfüllt seinen Zweck solide: Während der Kämpfe gibt es eine musikalische Untermalung, die Laune auf coole Fight-Moves machen, dabei jedoch weder eintönig noch aufdringlich wirken. Ähnliches gilt für die Soundeffekte, die sich auf bekanntem Street-Fighter-Niveau bewegen.

Street Fighter 5 im Test: Fazit

Street Fighter 5 hätte problemlos etwas mehr Entwicklungszeit vertragen können. Denn obwohl das Spiel durchaus gute Ansätze wie die neuen V-Skills oder den ausgereiften Multiplayer-Modus bietet, merkt man dem Spiel vor allem im Einzelspieler-Part seinen dünnen Umfang an.

Daneben trüben einige grafische Schwächen und die Serverprobleme zum Start ein Prügelspiel-Erlebnis, das viel Potenzial für mehr zeigt.

Die besten Spiele für PlayStation 4 Pro

Quelle: PC Magazin / Bildmaterial der Hersteller
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