Testbericht

Stiefkind Boot-CD

Stiefkind Boot-CD

Den meisten Testkandidaten sieht man das Bemühen ihrer Eltern an, die dröge Datensicherung so einfach, bunt und lustig wie nur möglich zu machen. Die wichtigsten Funktionen sind schnell erreichbar und mit einem Klick auszulösen. Dabei haben die Designer jedoch die zugegebenermaßen leidigen Boot-Medien vergessen. Meist muss man in entlegene Untermenüs eintauchen, um dort die entsprechende Option zu finden. Sind diese Boot-Medien denn so unwichtig?

Wohl dem, der eine fertige Boot-Disk vom Hersteller bekommt, mag man da denken. Das stimmt aber nur zum Teil. In unserem Test gab es ständig Probleme mit der Hardware-Erkennung von USB-Geräten. Die auf Linux basierende Boot-CD von Acronis True Image Home 2009 zum Beispiel war erst nach dem Ausschalten aller Energiesparoptionen dazu zu bewegen, mit unserer externen Festplatte von Western Digital zusammenzuarbeiten. Die Norton-Ghost-CD verlangte erst nach Treibern, hatte dann aber trotzdem größere Schwierigkeiten mit unserer externen Festplatte. Immerhin gab es eine Möglichkeit, den lahmen Scheiben auf die Sprünge zu helfen. Bei Perfect Image 11 zum Beispiel kann sich der Anwender nur ratlos die Fehlermeldungen ansehen.

Hier unser Ratschlag: Fast alle Programme im Test sind als kostenlose Demo erhältlich. Wollen Sie eine Backup-Lösung kaufen, laden Sie sich diese Demos herunter und probieren Sie die Software auf Ihrer Hardware aus. Erst wenn Sie tatsächlich ein Probe-Backup angelegt und wieder erfolgreich zurückgespielt haben, können Sie sich sicher fühlen.

Sicherheit ohne CD

Vielleicht wissen die Hersteller ja um die Probleme und bieten die Möglichkeit an, eine versteckte Backup-Partition einzurichten. Manche Programme wie /i]Acronis True Image 2009 Home, Farstone Drive Clone Pro 5 oder Drive Backup 9.0 installieren zusätzlich noch Notfallsysteme, die man ohne CD von der Festplatte booten kann. Zugegeben: Ein Backup auf derselben Festplatte wie die Originaldaten ist nicht wirklich sicher. In der Praxis bewähren sich solche Sicherungen jedoch, weil man damit Software-Fehler, Virenschäden und dergleichen beheben kann, ohne sich über Boot-CDs und Hardware- Allüren zu ärgern. Man sollte daneben für alle Fälle auch ein externes Backup zur Hand haben. Jedenfalls haben wir für diese Funktionen Punkte vergeben.

Testparcours

Sonst mussten die Programme in unserem Test die üblichen Aufgaben bewältigen: In einer Linux/Vista- Multiboot-Umgebung haben wir Partitionen auf DVD und externe USB-Festplatte gesichert und in der Boot-Umgebung von der Festplatte oder der DVD wiederhergestellt. Dabei haben wir die Zeit gemessen. Die Images haben wir mit einem Hex-Editor beschädigt, außerdem sollten die Programme Daten auf eine zu kleine Partition sichern. Die Platzgewinne durch Kompression waren im Test gering. Das lag möglicherweise daran, dass die Testdaten nicht gut komprimierbar waren. Jedenfalls nahmen sich einige Programme für die Kompression viel Zeit. Unser Tipp: Speicherplatz ist billig, Zeit ist Geld. Sichern Sie daher lieber unkomprimiert und schnell.

Auf Seite 3: Acronis True Image Home 2009 im Test...

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