Digitale Fotografie - Test & Praxis
Vlog-Kamera

Bedienung & Bildqualität

Inhalt
  1. Sony ZV-1 im Test
  2. Videofunktionen & Gehäuse / Handling
  3. Bedienung & Bildqualität

© Sony

Die prominent platzierte Video-Taste verrät die Zielgruppe: videoaffine Käufer, für die das Blättern im Menü weniger im Vordergrund steht.

Generell hat die ZV-1 nur wenige Tasten und Räder. Das Programmwahlrad der RX100-Modelle wurde durch einen kleinen Druckknopf gleich neben dem Auslöser mit dem Zoom-Schalter ersetzt. Ist dieser einmal gedrückt, zeigt das Display ein Menü mit den einzelnen Belichtungsprogrammen und Szenen-Modi sowie passende Beschreibungen. Mit der Wippe an der Rückseite wählt man dann das passende Programm.

Neu ist die größere Video-Start/Stop-Taste auf der Oberseite. Sie ist so platziert, dass man sie ohne Anstrengung erreicht, wenn die Kamera Face to Face gehalten wird. Vorn neben der Optik ist zudem ein rotes Warnlicht eingebaut, das beim Filmen leuchtet. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man das Display eingeklappt hat oder direkt ins Objektiv schaut.

Bei der Bedienung spielt die hintere Wippe mit der integrierten mittleren Taste eine zentrale Rolle. Da die Touchfunktion des Displays sich im Grunde auf die Steuerung der AF-Messfelder und das Zoomen in der Vorschau beschränkt, übernimmt die Wippe die Navigation durch Menü und Schnell-Menü (fn-Taste) sowie die direkte Anpassung bestimmter Parameter. Zudem lassen sich damit die AF-Felder verschieben.

Den Mangel an Bedienelementen gleichen programmierbare Tasten und anpassbare Schnellmenüs teilweise aus. Praktischerweise lassen sich die persönlichen Presets für die Tasten und auch für das Schnellmenü jeweils für den Foto- und Video-Modus getrennt voneinander speichern.

Bildqualität im Testlabor

Geht es um die Bildqualität, reiht sich die ZV-1 fast nahtlos bei den Schwestermodellen der RX-100-Baureihe ein. Die Kanten verstärkt Sony kräftig, das wirkt nicht immer ganz natürlich, aber knackig. Entsprechend der kleineren Sensorfläche messen wir mehr Artefakte als bei einer Systemkamera, auch schon bei niedrigen ISO-Stufen.

Oberhalb von ISO 400 lässt die Bildqualität doch nach – typisch für 1-Zoll-Kameras. Aber zum Ausgleich passt diese Kamera mit Zoom in die Jackentasche. Was Sony gut darstellen kann, sind die Gesichtstöne. Zudem startet das Zoom im Weitwinkel mit Blende 1,8. Das hilft dem Fotografen, auch bei nachlassendem Licht mit niedrigen ISO-Stufen zu arbeiten.

Fazit

Kompakte 1-Zoll-Kameras sind die idealen Zweitkameras, da sie trotz kompakter Baugröße eine vernünftige Bildqualität liefern. Genau dies leistet auch die Sony ZV-1 – wie ihre Schwestermodelle der RX-Baureihe.

Wer Sucher und Blitz sowieso kaum nutzt, bekommt mit der ZV-1 ein auf den Monitor und wenige Tasten zugeschnittenes Konzept. Hinzu kommen die zahlreichen Video-Features des 4K-Modells bis hin zum Zubehörschuh für externe Mikrofone.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

Bridgekamera

Die Sony HX400V von Sony ist zwar eine Kompaktkamera, vermittelt aber durchaus SLR-Feeling. Wir haben die Bridgekamera im Test geprüft.
Kompaktkamera

Mit 20-fach Zoom in einem nur 165 Gramm schweren Gehäuse gehört die Sony Cybershot DSC-WX350 zur Klasse der Kompaktmegazoomer.
Bridge-Kamera-Duell

Die Panasonic Lumix FZ1000 tritt im Vergleich gegen die Sony RX10 mit gleichem Sensor an. Welche Bridgekamera gewinnt das Test-Duell?
Kompaktkamera

Die Sony RX100 IV bietet viel Foto-Technik in einem kompakten Gehäuse. Wir haben die Digitalkamera im Labor-Test geprüft.
Kompaktkamera mit 1-Zoll-Sensor

Die Sony RX100 VI bietet ein attraktives Technikbündel zum Preis von 1.300 Euro. Doch wie schlägt sich die 6. Generation im Testlabor?