Digitale Fotografie - Test & Praxis
Megazoom-Kamera

Sony RX10 IV im Test

Sony legt den Megazoomer RX10 als Mark IV mit 1-Zoll-Sensor, 24-600-mm-Zoom und nochmals verbesserter Ausstattung neu auf. Hier unser Test.

Sony RX10 IV Test

© Sony

Lichtstark: Selbst bei KB-äquivalenten 600 mm Brenn­weite kommt das Objektiv der Sony RX10 IV noch auf die überzeugende Lichtstärke f4,0.

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EUR 1.800,00

Pro

  • Gute Bildqualität
  • Riesieger Zoom-Bereich
  • 1-Zoll-Sensor
  • Guter OLED-Sucher
  • Klappbares Display
  • Spritzwassergeschützt
  • WLAN & NFC

Contra

  • Schwer
  • Teuer

Fazit

ColorFoto Testurteil: 44,5 Punkte (9 Punkte unter Durchschnitt)

Klassische Kompaktkameras werden zunehmend von Smartphones verdrängt. Doch hochwertige Kompakte mit 1-Zoll-Sensor bringen ein sichtbares Plus an Bildqualität und verkaufen sich gerade in Deutschland besonders gut. Ebenfalls stark im Markt sind Megazoomkameras. Sony verbindet beides in der RX10 IV: den großen 1-Zoll-Sensor mit einem 25-fach-Zoom. Mit 133 x 95 x 127 mm ist die RX10 IV allerdings nicht mehr kompakt und mit 2.000 Euro auch eine echte Investition.

Ausstattung und Bedienung

Vom Vorgänger RX10 III stammen der griffige, spritzwassergeschützte Body und das 25-fach-Zoom mit KB-äquivalenten 24– 600 mm Brennweite – bei guten f2,4-f4,0 Lichtstärke. Der Sensor löst wie beim Vorgänger 20 MP auf, soll aber eine komplette Neuentwicklung sein. Dazu packt Sony einen schnelleren Bildprozessor samt Zusatzchip in die RX10 IV. Diese Technik steckt in ähnlicher Form auch im aktuellen Sony-Spitzenmodell Alpha 9.

Videos filmt die RX10 IV in standesgemäßer 4K-Auflösung mit maximal 30 Bildern pro Sekunde, in Full HD sind bis zu 120 Bilder pro Sekunde drin. Zur kabellosen Übertragung und Fernsteuerung ist jetzt neben einem WLAN/NFC-Modul auch Bluetooth an Bord.

Sony Cyber-shot RX10 IV (Offizielles Produktvideo)

Quelle: Sony
3:09 min

Das alles braucht Platz und ist schwer: Das Gehäuse ist ähnlich groß wie das der Alpha 9 – und die ist ein Vollformater. Dank des riesigen Brennweitenbereichs kommt man zwar tatsächlich bei jeder Fototour ohne Zweitgehäuse und Objektivsammlung aus, schleppt aber auch immer knapp 1,1 kg mit sich herum.

Die Bedienung ist Sony-like mit großem, griffigem Einstellrad, separaten Drehrädern für die Belichtungskorrektur und den AF-Modus sowie mit drei frei belegbaren Tasten. Auch das Menü mit den 6 Reitern (Aufnahme 1 und 2, Netzwerk, Wiedergabe, Einstellungen und „Mein Menu“) ist Sony-Standard, mit dem man sich schnell anfreunden kann.

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Autofokus und Belichtung

Die Belichtung wird bei der RX10 IV entweder von einem mechanischen (1/2000 – 30 s) oder einem elektronischen Verschluss (1/32 000 – 30 s) gesteuert. Für die Belichtungsmessung stehen die Modi Multi, Mitte, Spot, Integral und Highlight zur Verfügung. Die üblichen Belichtungsvarianten (Auto, P, A, S, M) beherrscht die Kamera natürlich ebenso, auch Langzeitbelichtung ist möglich.

Von der RX100V wurde der Phasendetektion-AF mit 315 Feldern übernommen, der die Kontrastmessung ergänzt – ein echtes Unterscheidungsmerkmal zum Vorgänger. Er ist variabel konfigurierbar, ohne an die Optionen der Alpha 9 heranzureichen. Die gemessenen 0,15 s bei 300 und 30 Lux sind top. Dies gilt im Labor bei mittlerer Brennweite. Im Praxistest zeigten sich Unregelmäßigkeiten: Während der AF bei Sonne draußen auch bei langen Brennweiten zuverlässig scharfstellt, wird bei künstlichem Schummerlicht einiges an Ausschuss produziert.

Sucher und Display

Der OLED-Sucher mit 768 000 RGB-Pixeln gehört zu den besseren auf dem Markt. Er gibt 100 % des Bilds wieder, bei 0,7-facher Vergrößerung. Ein Augensensor schaltet automatisch vom Display- auf Sucherbetrieb um. Mit einem ausreichend großen Rädchen für den Dioptrienausgleich lässt sich die Schärfe an die Sehstärke anpassen.

Sony RX10 IV Test

© Sony

Sony RX10 IV: Das Display mit 480.000 RGB-­Pixeln lässt sich klappen und schwenken. Der Sucher zeigt das Bild 0,7­fach vergrößert.

Das Display hat eine Auflösung von 480.000 RGB-Pixeln, es lässt sich klappen und nach vorn und hinten schwenken. Das ist gut fürs Fotografieren in Bodennähe, Freunde von Selfies werden allerdings weniger auf ihre Kosten kommen. Von der Touchfunktion profitiert man nur bei der Aufnahme, durch die Menüs hangeln kann man sich mit dem Touch-Display leider nicht.

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