Spiegellose Systemkamera

Sony NEX-3N im Test

11.6.2013 von Horst Gottfried

Das neue NEX-Einstiegsmodell Sony NEX-3N kostet bei unveränderter 16-Megapixel-Auflösung nur 450 Euro, ist noch etwas kompakter als die NEX-F3, doch fehlt der Zubehörschuh. Wir unterziehen die spiegellose Systemkamera dem Test im Labor.

ca. 3:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Sony NEX-3N im Test
  2. Datenblatt
Test Sony NEX-3N
Test Sony NEX-3N
© Sony

Pro

  • kompakt
  • klappbarer Monitor
  • günstiger Preis

Contra

  • kein Zubehörport

Pro

  • Kompakt
  • Klappbarer Monitor
  • Günstiger Preis

Contra

  • Kein Zubehörport

Als derzeit kleinste Systemkamera mit APS-C-Sensor entspricht die Sony NEX-3N den Ansprüchen von Kompaktkamera-Aufsteigern von allen NEX-Modellen wohl am ehesten. Die NEX-3N ist kleiner als die Vorgängerin NEX-F3 und ein ergonomischer Handgriff sorgt dafür, dass sie gut in der Hand liegt.

Der 16-Megapixel-Exmor-HD-Sensor samt weiterentwickeltem Bildprozessor ist für maximal ISO 16.000 gut. Allerdings fehlt dem Sensor ein Reinigungsmodus, er hat nur einen antistatischen Staubschutzüberzug.

Bedienung und Belichtung

Das Gehäuse der Sony NEX-3N ist sehr übersichtlich. Nur drei Elemente gibt es auf der Rückseite rechts vom LCD-Monitor, dazu kommen oben links die Blitz-Taste und rechts die Movie-Taste. Die Menü-Taste ruft sechs Icons für die Haupt-Menügruppen auf. Navigiert wird mit dem 4-Richtungs-Wipp- und Drehring samt OK-Taste.

Sony NEX-3N
Der Klapp-Monitor lässt sich für Selbstauslöser-Fotos um bis zu 180° nach vorne hochschwenken.
© Sony

Neben den üblichen Belichtungsfunktionen zeigt das Wählrad-Icon die "Intelligente Automatik" in zwei Varianten, zudem noch Schwenkpanorama und SCN mit Motivprogrammen. Unter Helligkeit/Farbe finden sich u. a. Kontrastoptimierung DRO oder Auto HDR, zudem 11 digitale Bildeffekte und die Kreativ-Modi.

Autofokus und Schnelligkeit

In der NEX-3N werkelt das bekannte Sony-Sensor-Kontrast-AF-System mit 25 Messfeldern. Der flexible AF-Spot lässt sich fast im gesamten Bild verschieben. Das AF-System derSony-Digitalkamera arbeitet mit 0,37 s bei 1000 Lux noch etwas schneller als in der F3 und fast doppelt so schnell wie der Hybrid-AF der NEX-5R. Wenn der Autofokus der NEX-3N bei Videos die Schärfe nachziehen soll, benötigt er allerdings genügend Licht und Kontrast, damit das zügig geht. Praktisch beim manuellen Fokussieren ist die farbige Kantenzeichnung in den scharfen Bereichen.

Bei Serienbildern ist die NEX-3N mit 4 B/s nicht ganz so schnell wie die anderen. Auch der 3N-Pufferspeicher fällt kleiner aus. Die neuen Powerzoom-Objektive bieten einen Motorzoom, aber keinen rein mechanischen mehr. Der Motorzoom lässt sich per Drehring am Zoom, Schiebeschalter links oder per Wippschalter am Auslöserkragen steuern, wie er erstmals bei einer NEX zu finden ist. Schieber und Wippe zoomen mit jeweils gleicher Geschwindigkeit und erlauben bei Videos eine gleichmäßigeres Zoomen. Für Fotos bleibt aber der manuelle Drehring die praktischere und präzisere Lösung.

Sony NEX-3N
Die Speicherkarten können dank des seitlichen Einschubs immer schnell gewechselt werden. Hinter der gleichen Klappe verbergen sich HDMI- und USB-Anschluss.
© Sony

Monitor und Gehäuse

Die Sony NEX-3N hat einen um 180° nach oben klappbaren LCD-Monitor. Er hat mit 153600 RGB-Pixeln nur die Hälfte der Auflösung von F3 und 5R. Eine Touchscreen-Funktion fehlt der Digitalkamera, ebenso der Systemzubehörschuh anderer NEX-Modelle. Der integrierte Pop-up-Mini-Blitz der NEX-3N fällt mit Leitzahl 3 sehr schwach aus.

Geladen wird der von anderen NEX-Modellen bekannte Akku NP-FW50 in der Kamera über Micro-USB-Anschluss. Der SD-Kartenslot unter der Klappe auf der linken Seite neben Mini-USB- und Mini-HDMI-Ports bleibt immer gut erreichbar.

Bildqualität

Bei der Bildqualität spielt die Sony NEX-3N auf dem gleichen Niveau wie ihre Schwestermodelle Sony NEX-F3 (Test) und Sony NEX-5R (Test) . Bei ISO 100 und 400 punktet sie mit maximalen Auflösungen von 1.380 bzw. 1.384 LP/BH. Bei den für einen detailreichen Bildeindruck relevanten DL (Dead Leaves)-Werten liegt die NEX-3N bei ISO 100 mit 1.132 LP/BH auf gutem Niveau praktisch gleichauf mit F3 und 5R. Bei ISO 6.400 hat die 3N die Nase vorn mit noch 885 LP/BH.

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Insgesamt zeigt der DL-Kurvenverlauf der 3N eine etwas moderatere Kontrastanhebung als bei den Schwestermodellen. Aber auch die NEX-3N zieht die niedrigen Frequenzen im Kontrast zu weit nach oben. Kurtosis-Werte von 3,3 bei ISO 6.400 bis 4,7 bei 12.800 stehen für Verluste in der Detailzeichnung in den hohen ISO-Bereichen. Hier schlug sich die F3 besser.

Beim moderaten Rauschen hat sich mit V/N-Werten beginnend mit 0,7 bei ISO 100 bis 1,6 bei ISO 12.800 gegenüber der F3 praktisch nichts geändert. Bei der Dynamik bietet die 3N beginnend mit 9,7/10,3/9,7 EV-Stufen für die unteren Empfindlichkeiten praktisch auch über den gesamten ISO-Bereich die gleichen Werte wie die 5R und im Schnitt etwa 0,3 EV bessere als die F3.

Sony NEX-3N
Kompaktheit ist Trumpf bei der neuen Sony NEX-3N, die Kompaktkamera-Aufsteiger zudem mit einem übersichtlichen Gehäuse für sich gewinnen will. Dafür geraten die Menüs umfangreicher, bleiben aber meist übersichtlich.
© Sony

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Testfazit

In der Gesamtleistung liegt die Sony NEX-3N mit 47 Punkten denkbar knapp hinter NEX-F3 und NEX-5R. Bei ähnlicher Bildqualität stehen den kompakteren Abmessungen und dem moderateren Einstiegspreis eine schlechtere Ausstattung gegenüber.

Der NEX-3N-Käufer muss gegenüber der NEX-F3 auf den höher auflösenden LCD-Monitor und den Zubehörport für den Aufsteckblitz sowie den optionalen elektronischen Sucher verzichten. Beides bietet auch die NEX-5R, dazu noch Touchscreen-Bedienung und WLAN, die so insgesamt das überzeugendere NEX-Modell ist, wenn es nicht auf den Euro ankommt.

Sony NEX-3N

Sony NEX-3N
Hersteller Sony
Preis 450.00 €
Wertung 47.0 Punkte
Testverfahren 1.6

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