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55-Zoll-LCD-TV

Sony KD-55XH9505 im Test

In der XH95-Serie wendet Sony alle wertvollen Tricks an, um aus einem hochwertigen LCD-Panel bestmögliche Bild- und Klangerlebnisse zu holen. Satte Farben mit höchster Brillanz aus weiteren Blickwinkeln sind das beeindruckende Resultat. Lesen sie hierzu unseren Test.

© Sony

Sonys neuer Top-LCD-TV überzeugt mit satten Farben und toller Brillanz.

Pro

  • Android-9
  • Direct Dimming
  • verbesserter Blickwinkel

Contra

  • nur zweimal USB

Fazit

Video-Testurteil: sehr gut (880 von 1005 Punkten); video "Highlight"
88,0%

Geht es um LCD-Technik in 4K- Auflösung, haben wir es hier mit Sonys höchster Qualitätsklasse zu tun. Die Geräte dieser Baureihe sind in Größen von 49 bis 85 Zoll erhältlich, wobei der Kleinste durch das Fehlen einiger Spezialitäten qualitativ etwas hinterherhinkt.

Viele entscheiden sich für diese Größe von 55 Zoll, weil das Wohnzimmer ansonsten überladen wirken könnte. Dabei erscheint das Gerät auf den ersten Blick gar nicht so kompakt. Da seine Standfüße ganz außen angebracht werden, verlangt er nach einem 123 cm breiten Unterboden, und seine Tiefe von sieben Zentimetern behält er vom Boden bis fast zur Oberkante bei.

Wird die Aufstellung zum Problem, lassen sich die Füße allerdings andersherum montieren und die Breite sinkt auf 81 cm bei etwas weniger Eleganz. Und bei Aufhängung kommt dem Sony zugute, dass keine AV-Anschlussbuchsen nach hinten zeigen, so dass der TV sehr wandnah montiert werden kann. Das zusätzliche Volumen im Vergleich zu vielen Konkurrenten ist allerdings sinnvoll investiert.

Zum einen sind es die direkt hinter dem LCD-Panel positionierten LEDs des Backlights, die einzeln gedimmt (6 × 8 Zonen) den lokalen Kontrast erheblich aufbessern – ja durch Scanning das Bild sogar bewegungsschärfer machen. Andererseits befinden sich zusätzliche Mittelhochtöner oben an der Seite, die die Räumlichkeit der ansonsten nach unten strahlenden Boxen erheblich realistischer aufstellen.

© Roland Seibt & Josef Bleier

Sonys sprachbegabte Fernbedienung besitzt eine weitere Besonderheit. Ihre Tasten lassen sich beleuchten.

Die Maschine lernt

Noch bevor künstliche Intelligenz zum großen Thema wurde, warb Sony damit, seine neuen Chips zur Bildaufbereitung mit jeder Menge Videomaterial zu füttern, die aus limitierten Übertragungen wieder prachtvolle Originalbilder zaubern sollen.

Das funktioniert natürlich nur mittels maschinellem Lernen – einem Teil der KI. So unterscheiden die Methoden zur Nachschärfung Flächen von Details und Rauschen von lebhaften Strukturen. Zur Kontrastoptimierung und Verfeinerung werden gar Objekte erkannt und herausgearbeitet, dabei sichtbare Farbstufen geglättet.

Heimkino-Sound

Bose, Samsung, Teufel und Co.: Welche Soundbar ist die beste? Unser Soundbar-Test 2020 nennt die besten Modelle für jede Preisklasse.

Die Topvariante des Prozessors ist der „X1 Ultimate“. Er ist im 9505 tätig und besitzt die doppelte Rechenleistung des kleineren „X1 Extreme“. Erst waren wir begeistert vom besonders klaren und kräftigen Bild, das uns direkt nach der Installation entgegenstrahlte, doch schnell erkannten wir eine etwas zu optimistische Politur des Tunerbildes.

Die Einstellung „Standard“ wird jedoch vielen zusagen. Wählt man „Benutzer“, erhält man sofort eine Bildqualität, die fast Studioansprüchen gerecht wird und damit das Label „IMAX enhanced“ verdient. Fürs professionelle Feintuning ist die Schnittstelle zu Calman vorhanden, bei Netflix bringt der Calibrated Mode natürlich nicht viel mehr als „Benutzer“. Auch ein hier fehlender Filmmaker Mode hätte das nicht besser hinbekommen.

© Weka Mediapublishing GmbH

Mit 1132 Nits kalibriert und 1300 Nits maximal (Brillant) gibt der Sony ordentlich Gas. Dabei wird die Sollkurve der EOTF referenzverdächtig gut getroffen. Hierfür scheint der TV auch statische Metadaten auszuwerten.

Neben dem Prozessor und der guten Abstimmung ist die Beschichtung des Panels für eine massive Bildverbesserung zuständig. Sie erzielt den „X-Wide-Angle“-Effekt, dass Farben unter Blickwinkel weniger auswaschen, und halbiert im Vergleich zu vielen Mitbewerbern die Reflexionen von Raumlicht auf 1,6 %.

Das verdoppelt den Kontrasteindruck im nicht abgedunkelten Raum. Dabei strahlt das Panel mit seinen über 1100 Nits in Spitzlichtern viel Realität aus. Mit Android 9 setzt Sony auf eine breite Basis an Applikationen und hat diejenigen, die für die eigene Hardware zuständig sind, liebevoll verbessert.

Speziell der überarbeitete Einrichtungszyklus, Programmführer und eine automatische Klangeinmessung haben uns sehr gut gefallen. Mit einem MT5893 wird nicht der schnellste Arbeitsprozessor eingesetzt, vielleicht liegt es aber am vergrößerten Speicher, dass die Bedienung uns dennoch bestens reaktiv erschien.

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

video Magazin Testurteil: sehr gut

Fazit

Sonys Top-LCD liefert ein überaus kontrastreiches Bild in Referenzfarben. Sein Android-Betriebssystem und HDMI 2.1 machen ihn zudem attraktiv für Gamer und smartere Käufer.

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