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Soundbar mit 3D-Sound

Sony HT-XF9000 im Test

Sony stellt mit der HT-XF9000 eine Dolby Atmos Soundbar vor, die das immersive Erlebnis auf besonders kompakte und preiswerte Art nach Hause bringen soll. Wie gut funktioniert das virtuelle Verfahren?

Sony HT-XF9000 im Test

© Sony

Im Innern der Soundbar werkeln zwei Treiber in einer klassischen 2.1-Konstellation mit zugehörigem, kabellosen Subwoofer. Ein S-Master Verstärker sorgt für ausreichend Power (300 Watt Gesamtleistung), das digitale Signal-Prozessing beschäftigt sich mit dem virtuellen (3D-)Surround-Klang.

EUR 369,00

Pro

  • Raumklang
  • On-Screen-Menü
  • HDR-Durchleiten

Contra

  • geringe Max-Lautst.
  • keine Effekte von oben wahrnehmbar

Fazit

video Testurteil: gut; Preis/Leistung: sehr gut; IFA-Highlight
76,0%

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Dolby Atmos Setup in den eigenen vier Wänden zu installieren, schreckt oftmals vor dem zu hohen Preis oder Installationsaufwand zurück. Doch Sony hat mit seiner HT-XF9000 als derzeit günstigste 3D-Sound Option eine Lösung in petto. Die kompakte 2.1 Soundbar mit zugehörigem Wireless Subwoofer soll dank ausgeklügelter DSP-Technik den immersiven Klang auf besonders kompakte Art und Weise ins Wohnzimmer transportieren.

In Zahlen gesprochen: Die 93 Zentimeter lange Bar nimmt dank gerade einmal 5,8 Zentimeter Höhe wenig Platz vor dem Fernseher ein und kann bei Bedarf mit ihren 2,5 Kilogramm auch an der Wand installiert werden. Trotz des vielen verbauten Kunststoffs macht sie mit ihrem Chassisschützenden Metallgitter, matter Oberfläche und seitlich abgeflachten Enden optisch einen soliden Eindruck. Letztere Eigenschaft harmoniert besonders gut mit den aktuellen Bravia XF90 Fernsehern. 

An der Rückseite befinden sich zwei (etwas verschachtelt angebrachte) HDMI-Buchsen. Eine davon dient dank Audio-Return-Channel zur Kontaktaufnahme mit dem Fernseher. Dank HDCP2.2 Kompatibilität wird nicht nur UHD-Content von kopiergeschützten Blu-rays verlustfrei durchgeleitet, sondern auch HDR10, Dolby Vision und das für zukünftige Fernseh-Übertragungen wichtige Hybrid Log Gamma (HLG). Zuspipler können also auch problemfrei am HDMI-Eingang der HT-XF9000 angeschlossen werden. Toslink und Aux-In sowie USB für das Zuspiel von Musik-Dateien stehen ebenenfalls zur Verfügung.

Einrichtung leicht gemacht

Die Funkverbindung zwischen Bar und (Frontfire-)Subwoofer steht nach wenigen Sekunden. Dank On Screen Menü (großes Lob hierfür!) und Einrichtungsassistenten ist das Setup auch für Einsteiger binnen weniger Sekunden eingerichtet. Display steht keines zur Verfügung. Blaue und rote LEDs geben Auskunft über Änderungen der Quelle oder Lautstärke. An der Oberfläche stehen außerdem die wichtigsten Bedienelemente bereit.

Im für Filme optimierten Modus „Cinema“ werden einzelne Effekte, wie die wirren Stimmen in Mad Max’ Eingangsszene stimmig platziert und bilden im Zusammenspiel mit Umgebungsgeräuschen und dem Hauptprotagonisten ein harmonisches Ganzes. Der Subwoofer spielt tief genug und bietet ausreichend Punch. Idealerweise justieren wir ihn zwischen Einstellung 6 und 8 (von 12). Doch eine Aktivierung der Vertical Surround Engine hält leider nicht so richtig, was die Theorie verspricht. 

Zwar gewinnt das Klangbild noch mal an Raum, man muss aber auch entsprechende Hall-Effekte und Detailverluste hinnehmen. Leider schafft es weder der Helikopter noch unser Test-Signal  höher hinauf als bis an die obere TV-Kante. Nichtsdestotrotz sind wir von der breiten Klangbühne und Räumlichkeit angetan. An Maximalpegel könnte Sonys preiswerte Atmos-Lösung aber noch mehr vertragen. Stimmen ertönen ab und an für unseren Geschmack etwas zu aggressiv und spitz. Ein Umswitchen in den News-Mode schafft hier Abhilfe und bietet sich für Serien- oder Talkshow-Content an. 

Für häufige Genre-Wechsel macht die Auto Sound Funktion einen guten Job. Musik gibt man unbedingt im gleichnamigen Modus wieder. Dann wird das eingehende Signal auch nur im klassischen Stereo-Format abgespielt. Die Aufteilung im (geschmälerten) Raum gefällt uns auch jetzt noch und Details kommen gut zur Geltung.

[Testsiegel] video Magazin Testurteil gut

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

Fazit 

Alles in allem bietet Sony hier eine gute und preiswerte Lösung zur TV-Sound-Optimierung. Filminhalte gewinnen an Räumlichkeit und Spannung dazu, der TV-Sound an Natürlichkeit und Präzision. Die HDMI-Sektion ist mit dem Durchleiten von Dolby Vision und HLG auf dem neuesten Stand der Bildtechnik. Als Goodies gibt es Dolby Atmos, dts:X und ein attraktiv gestaltetes On Screen Menü dazu.

Virtueller 3D-Klang mit Atmos und dts:X

Sonys diesjährige Dolby-Atmos Soundbar-Modelle HT-ZF9 sowie HT-XF9000 kommen ganz ohne die typischen an die Decke abstrahlenden Upfiring-Lautsprecher aus. Stattdessen wird die Verarbeitung des 3D-Sounds dem internen Signal-Decoding überlassen, das sonst auch für den virtuellen zweidimensionalen Surround-Sound zuständig ist. Sämtliches Material, auch zweikanaligen Ursprungs, wird bei Aktivierung der Vertical Surround Engine auf 7.1.2 hochgerechnet. Das Mittendrin-Erlebnis soll sich also auf die horizontale und vertikale Ebene ausbreiten. Unser Fazit: Vom „großen“, räumlichen Klang aus dem kleinen Gehäuse sind wir überrascht, Effekte von der Decke können wir nicht wahrnehmen.

[Testsiegel] video Magazin Preis/Leistung sehr gut

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

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